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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 07/2013 Schwerpunkt Fortschritt wagen

Daniel Jennewein, Wien


Danke – wieder einmal – für eine spannende Ausgabe. Fortschritt und Innovation, Technik und Forschung. Von (Leicht)Gläubigkeit bis Panik(mache). Leider geht zu oft die Metadiskussion verloren: Wie stellen wir uns unsere Welt vor? Was ist uns wichtig und warum? Was wünschen wir uns, und was sind wir dafür bereit zu geben und auch (hin) zu nehmen?

brand eins 07/2013 Des isch subber

Irimbert Kastl, Weil am Rhein

Völlig unbestritten ist Osiander eine gute Buchhandlung, natürlich unterschiedlich an den jeweiligen Standorten. Aber eine Ansiedlung von Osiander bringt nicht über Nacht Buchkultur in eine Stadt. An fast allen Standorten gab es die schon vorher, und Osiander führt dort einen knallharten Verdrängungswettbewerb. Was Standortsicherung und Übernahme angeht, verfährt Osiander nicht anders oder besser als zuvor Thalia, Hugendubel oder die Mayersche. Buchhändler werden nicht nur bei Osiander ausgebildet, nur nach Zeugnis wird kaum eine Buchhandlung eine Auswahl vornehmen, Umschüler und Umsteiger gibt es im Buchhandel eigentlich schon immer – und auch die haben ihre Prüfungen bestanden. Herr Riethmüller erzählt in Ihrem Interview noch viel von seinen Wohltaten für den Kunden – auch hier ist das meiste davon völlig üblich – gerade bei kleineren Buchhandlungen. Nur denen fehlt der Lautsprecher. Bei Osiander wird nicht wirklich etwas riskiert oder der Fortschritt gewagt. Osiander ist mittlerweile ein aggressiver Filialist, und keines seiner Ladengeschäfte ist besonders innovativ. Heute macht Osiander einfach Buchhandel, nicht mehr, nicht weniger.

brand eins 07/2013 Das schiefe Bild von Pisa

Herbert Nau, München

Ihr Beitrag über „schulische Realität“ und den Irrglauben, dass Schultests diese Realität ganzheitlich abbilden, spiegelt meine Erkenntnisse der letzten Jahre. Sehr treffend finde ich die realisierbare Vision, ausgeführt unter „Wenn man sich also eine Schule backen könnte, müsste sie folgende Zutaten enthalten“. Ich denke, die Zutaten findet man auch auf der Website der Lobdeburgschule (staatliche Gemeinschaftsschule) in Jena – schon der erste Blick darauf vermittelt pure Begeisterung.

brand eins 07/2013 Wie nützt das Neue?

Gunther Warnecke, per E-Mail

Sie schreiben, dass jährlich 1,4 Billiarden US-Dollar in Forschung und Entwicklung investiert werden. Bei einem Welt-BIP von 71,7 Billionen Dollar (2012) scheint mir das zu viel zu sein. (Anm. der Redaktion: Der Leser hat recht – es sind 1,4 Billionen Dollar. Wir bedauern den Fehler.)

brand eins 07/2013 Wie geht es uns denn heute?

Günther Jonitz, Berlin

Der Artikel zu Fallpauschalen wird unter dem Motto "Fortschritt" publiziert. Was waren denn die Erwartungen bei der Einführung des DRG-Systems, worin sollte der "Fortschritt" liegen? Unter anderem in einer "leistungsgerechten Vergütung". Was ist die Leistung in der Patientenversorgung? Das, was gemacht wird, oder das, was beim Patienten Nutzen stiftet? Die DRGs haben zur flächendeckenden  Medikalisierung der Patientenversorgung geführt. „Die Galle in Zimmer 17“ ist jetzt eine hochdifferenzierte ICD- und Abrechnungsziffer. Per Gesetz!

brand eins 07/2013 Editorial: Neuigkeiten

Herbert Binder, per E-Mail

Mit Verblüffung habe ich gerade Ihr Editorial gelesen: Sie kennen mich doch gar nicht – und doch haben Sie mich und ein paar meiner Gedankengänge sehr treffend beschrieben. Kompliment!

brand eins 07/2013 Editorial: Neuigkeiten

Andreas Görres, München

Ihre Ansprüche an Vollständigkeit und besonders Verfügbarkeit des Angebotes sind ehrgeizig. Was Sie auszeichnet, ist der Mut. In Zeiten, in denen sich die meisten Diensteanbieter von Pressepublikationen über ständig neue Bezahlmodelle Gedanken machen, orientiert sich brandeins am wichtigsten Kapital der Anbieter: dem Vertrauen ihrer Kunden und ihrer Bereitschaft, einem guten Angebot auch in kritischen Momenten treu zu bleiben.