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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 03/13 Suchen und nicht finden
René Langrock, per E-Mail


Ich fand den Artikel interessant wie auch traurig und beängstigend. Wenn ich lese, wie sich der Deutschlandchef von Google sein Alltagsleben von Maschinen vorgeben lassen möchte und es wichtig findet, Antworten auf Fragen zu bekommen, die er nicht gestellt hat, dann finde ich es traurig. Wenn sich die Google-Gründer euphorisch über einen Chip im Hirn freuen, dann finde ich das beängstigend. Wenn Menschen versuchen, dem Irrsinn Einhalt zu gebieten, dann finde ich das interessant.

Aber am Ende des Artikels frage ich mich: Was hat das alles mit den Grundbedürfnissen des Menschen zu tun? Das Bedürfnis sich persönlich gegenübersitzend auszutauschen, mit Mitmenschen zu reden, Zeit zu verbringen, all das, so scheint es beim Lesen des Artikels, wird für Informationsfanatiker immer mehr zur Nebensache. Aber kein Telefon, keine Webcam, kein virtueller Chat, keine maschinelle Beantwortung von (sinnlosen) Fragen können menschliches Miteinander ersetzen. Gerade der Alltagszufall kann wunderschöne Momente hervorbringen. In diesem Sinne würde es sich vielleicht auch für den Google-Deutschlandchef lohnen, mal nicht früher zum Einchecken zu fahren, nur weil es ihm seine PC-Stimme sagt. Am Schluss habt ihr gut resümiert: Das eigentliche Denken (das heißt, wie man die Information aufnimmt und verarbeitet) wird allem technischen Fortschritt zum Trotz weiterhin nur dem Menschen vorbehalten sein.

brand eins 03/2013 Goldene Zeiten
Matthias Blunck, Geschäftsführer Beloxx, Wuppertal

Sie behaupten in Ihrem Artikel, dass das Unternehmen Ende 2011 pleite war, was absolut falsch ist. Beloxx war zu keinem Zeitpunkt pleite, vielmehr ist richtig, dass Ende 2011 sämtliche Reserven aufgebraucht waren und man eine Lösung finden musste, wie man nach abgeschlossener Entwicklung ohne Liquidität einen stark steigenden Auftragsbestand abwickeln konnte. Dies hat Beloxx 2012 aus eigener Kraft hinbekommen, war aber auf der Suche nach einer Lösung für den stark steigenden Auftragsbestand. Noch eine kleine Anmerkung: Beloxx wurde nicht von Herrn Bock und mir übernommen, sondern 2003 neu gegründet.

(Anm. der Redaktion: Wir bedauern den Fehler.) brand eins zur 150. Ausgabe
Max Brandt, per E-Mail

Ich bin kritisch-enthusiastischer brandeins-Leser. Ihre kompromisslose Fähigkeit zum zweiten Blick begeistert mich immer aufs Neue. Ihre Autoren machen - offensichtlich im Einklang mit Ihrer Redaktion - einen ganz ausgezeichneten Job. Da ich mich seit einigen Jahren mit Fragen der Komplexität im Management vor allem in Innovations- und strategischen Veränderungsprozessen befasse, ist Ihre widerspruchsuchende und systemische Recherche- und Bewertungsmethodik Balsam für meine durch die sonstigen Wirtschaftsmedien geschundene Ökonomen-Seele.

brand eins zur 150. Ausgabe
Klaus Plümer, Düsseldorf

Gratulation zur 150. Ausgabe. brand eins war immer sehr lesenswert und lässt auch nach 150 Ausgaben nicht nach. Im Gegenteil! Für mich das 'einzig erhellende' Wirtschaftsmagazin im deutschsprachigen Raum, immer auf der Höhe der Zeit und ein wahrhaft inspirierendes, Grenzen transzendierendes Crossover-Magazin.

brand eins 01/2013 Welt in Zahlen
Timo Lösch, Mutlangen

Mit viel Freude lese ich immer "Die Welt in Zahlen". Manchmal frage ich mich, wer derlei Statistiken erhebt. Aber in der Januar-Ausgabe ganz besonders. Dort stellen Sie die Verwendung von Toilettenpapier durch die deutsche Bevölkerung dar. Wenn ich die Prozentzahlen kumuliere, so ergeben sich 90 Prozent, die das Papier in den drei ausgewählten Arten verwenden. Da stellt sich mir die Frage: Was machen die restlichen 10 Prozent der Deutschen?

(Anm. der Redaktion: Die Studie stammt vom Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V., und dort heißt es wörtlich: "Die große Mehrheit der Deutschen (83 Prozent) faltet das Toilettenpapier, fünf Prozent sind überzeugte "Knüller", und zwei Prozent wickeln es um die Hand. Sieben Prozent entscheiden von Fall zu Fall, wie sie das Papier anwenden." Auch hier werden nicht ganz 100 Prozent erreicht; die restlichen 3 Prozent haben ergo nicht geantwortet oder entscheiden sich von Fall zu Fall um. Zudem ist eine Zahl der Kürzung zum Opfer gefallen, nämlich jene sieben Prozent der Deutschen, die falten UND knüllen.)