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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 06/2013 Schwerpunkt Motivation

Robin Lauritzen, per E-Mail

Einen großen Dank an die gesamte Redaktion für die Ausgabe vom Juni. Nach dreizehneinhalb Stunden Modellbau und anschließenden Pöbeleien vom Professor, waren schon die ersten 20, 30 Seiten Balsam für die Seele. "Soll man sich darüber ärgern? Kaum." Definitely saved my day!

brand eins 06/2013 Selbstzünder

Sylvia von Froreich, Berlin

Der Artikel über die Modeerscheinung "Burnout" bestätigt mich in meinem Tun, Menschen aus ihren Opferhaltungen zu hebeln und zu reflektieren, dass Macht und Fremdbestimmung immer nur verliehen bzw. erlaubt wird, weil man vergessen hat, sich für sein Leben selbst verantwortlich zu fühlen. Paradoxerweise glaubt man in den Personalabteilungen/Mitarbeiterberatungen großer Unternehmen in der Regel fest an den Krankheitsbegriff, und es erschiene als großer Tabubruch, darauf zu verweisen, dass die Beschäftigten einen großen Eigenanteil an ihrer Misere haben.

brand eins 06/2013 Selbstzünder

Nastassja Zinsmeister, per E-Mail

Vor gut drei Jahren wurde bei mir im wahrsten Sinne des Wortes der Stecker gezogen. Beim Flippern nennt man es "tilt", bei mir war es der vermeintliche Anfang vom Ende. Auf dem Papier stand "Burnout", sie hätten auch "Gänseblümchen" draufschreiben können. Wichtig ist mir: Meine Ärzte und meine Krankenkasse haben mir mein Leben gerettet. Viele Artikel und mediale Äußerungen haben mich natürlich in meiner Situation stark verunsichert. Ihr Artikel ist der erste, der sich konstruktiv mit diesem Thema auseinandersetzt.

Heute kann ich mich über meine Krankheit ohne Selbstzweifel und Beschämungen äußern. Nicht der Begriff Burnout ist maßgebend, es ist die Selbstverständlichkeit, mit der fehlbesetzte Vorgesetzte fleißige, intelligente und loyale Mitarbeiter führen, ohne ihren Wert zu erkennen, zu fordern und zu fördern. Der Mitarbeiter wird Mittel zum Zweck für deren eigene Erfolge. Anerkennung ist ein Fremdwort. Natürlich ist auch mein Verhalten und mein Sein in der Arbeitswelt mit daran schuld, dass ich ausgebrannt war. Rückblickend bin ich dankbar für diese schwierige Zeit. Es war für mich der Anfang eines neuen Lebens. Heute bin ich selbstständig, habe ein kleines Geschäft und bereite meinen Kunden viel Freude. Ich arbeite mehr denn je, und es geht mir besser denn je.

Sie haben es treffend formuliert. Es ist der Sinn einer Arbeit und die Anerkennung, in meinem Fall von meinen Kunden, die eine Flamme wieder zum Lodern bringt. Nennt es, wie ihr wollt. Mir ist es egal. Ich möchte jedem, der sich in solch einer Situation befindet, einfach nur Mut zusprechen, etwas in seiner Welt zu ändern.

brand eins 06/2013 Selbstzünder

Hagen Dorow, Hamburg

Ein wunderbarer Artikel. Doch zu kurz gegriffen. Ausgebrannt sein rührt sicher nicht allein vom Druck einer Fremdbestimmtheit her. Der Buddhismus geht davon aus, dass wir allem gewachsen sind, wenn wir die aus unserer Kindheit herrührenden Urängste umarmen und lieben lernen. Dann sei Glück und Freude möglich. Bestimmend für die individuelle Resilienz ist zudem nicht nur der fremde, sondern auch mein Anspruch an mich und meinen Erfolg. Und zuletzt: Mein Talent und meine Intelligenz bestimmen meinen Erfolg mit, möglicherweise überschätze ich mich und gestehe mir eine berufliche Überforderung nicht ein. Aber der Abschluss stimmt dann ja wieder: Ich kann auch anders.

brand eins 06/2013 Kunst wirkt

Michael Poschmann, Berlin

Seltsam. Da stellt man den Mitarbeitern ungefragt gut gemeinte Kunst ins Haus oder verbaut sie dort. Was wäre, wenn die Mitarbeiter mit den Künstlern diese Arbeit gemeinsam leisteten? Und jedes Jahr zusammen mit immer neuen Künstlern in ihrem "Atelier in der Arbeit" schöpferisch sein dürften? Dann könnte man sagen "Kunst bewirkt". Und es wäre, während dieser Kommunikation der besonderen Art, "drum herum" noch sehr viel mehr möglich.

Korrekturen: Im Beitrag "Selbstzünder" wurde aus dem Alexianer Krankenhaus in Köln versehentlich ein "Alexandria Krankenhaus". Und der durchschnittliche Ticket-Preis für ein Heimspiel der SpVgg Greuther Fürth (Welt in Zahlen, brand eins 06/2013) lag in der Saison 2012/13 bei 27 Euro und nicht - wie angegeben - bei 45,38 Euro. Wir hatten uns auf eine veraltete Statistik bezogen.