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Mikroökonomie

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Monatsverdienst, Grundkosten, Altersvorsorge

Kim verdient im Monat umgerechnet knapp 3000 Euro. Davon gehen etwa 330 Euro für Steuern und die gesetzliche Rentenkasse ab, 370 Euro für Versicherungen und private Altersvorsorge, 500 Euro als Rate für den Wohnungskredit und 300 Euro auf das Sparbuch. So bleiben der Familie durchschnittlich rund 1500 Euro. Abhängig vom Unternehmenserfolg, erhält Kim von seinem Arbeitgeber zusätzlich etwa einen Monatslohn pro Jahr als Bonus.

Was bedeutet Ihnen Arbeit?

Sie sichert unseren Unterhalt, aber sie macht mich auch glücklich. Software entwickeln ist ein Prozess mit vielen kleinen Schritten. Ich freue mich über jeden Fortschritt. Wenn man so viel Zeit mit Arbeit verbringt, sollte sie einen auch erfüllen.

Was ist das Wichtigste in Ihrem Leben?

Meine Familie, die Verwandten und die Menschen um mich herum glücklich zu machen. Wenn es meine Frau froh macht, noch einmal zu studieren, möchte ich ihr das ermöglichen. Ich unterstütze sie, und sei es, indem ich das Geschirr abwasche.

Was möchten Sie in Ihrem Leben ändern?

Nichts. Ich bin wirklich zufrieden. Man sollte nicht anfangen, gierig zu werden, sonst kann man nicht mehr aufhören.

Was erwarten Sie von der Zukunft, und was tun Sie dafür?

Karrieren in meiner Branche verlaufen in der Regel so, dass man nach einer gewissen Zeit ins Management befördert wird. Das ist bei mir in etwa fünf Jahren so weit. Ich weiß nicht, ob ich das will. Bei Ahnlab kann ich vielleicht auch weiter in der Entwicklung arbeiten. Oder ich werde doch Manager und verdiene etwas mehr.

Was sind Ihre größten Probleme, und wie gehen Sie damit um?

Meine Firma ist kürzlich an den Stadtrand umgezogen. Nun pendle ich jeden Morgen und Abend je anderthalb Stunden mit dem Bus. Ich habe Rückenschmerzen, wohl vom Fahren. Dafür wohnen wir in der Nähe der Schwiegereltern, das ist gut.

Was würden Sie tun, wenn Sie sich ein Jahr lang nicht um Ihren Unterhalt kümmern müssten?

Reisen. Einmal nach Europa, wegen der Kultur und der langen Geschichte. Und nach Deutschland wegen des Biers.

Was tun Sie, wenn Sie sich etwas Besonderes gönnen wollen?

Ich höre Musik, vor allem Rock oder Metal. Ich baue auch gern Möbel aus Holz, etwa CD-Ständer oder Bücherregale. Zurzeit mache ich allerdings Pause, weil der Holzstaub nicht gut für unser Kind wäre.

Korea gilt als Land der Überstunden. Würden Sie gern weniger arbeiten?

Das Gesetz schreibt acht Stunden Arbeit an fünf Tagen vor. Ich bleibe dreimal pro Woche länger – nicht, weil mir ein Vorgesetzter das vorschreibt, sondern weil ich meine Aufgaben erledigen möchte.

Koreaner investieren viel in die Bildung der Kinder. Was erwarten Sie von Ihrem Sohn?

Wichtiger als Bildung ist Gesundheit. Welchen Beruf er einmal wählt, ist mir nicht so wichtig. Er soll zufrieden sein.

Südkorea:
Einwohner: 49 Millionen
Währung: Südkoreanischer Won (KRW) (1447 KRW = 1 Euro)
BIP pro Kopf: 19.074 Euro
Human Development Index: Platz 12 (Deutschland: 5 von 186 Ländern)  Aktuelle Durchschnittskosten:
1 Reisgericht im Restaurant: 3,50 Euro
1 Liter Milch: 1,20 Euro
1 Cappuccino: 3 Euro
1 Fahrt mit der U-Bahn: 0,60 Euro
3 Kilometer mit dem Taxi: 1,70 Euro
Studiengebühren pro Semester: 5000 Euro