Partner von
Partner von

leserbriefe@brandeins.de

brandeins 10/2012 Die Welt in Zahlen
Friedrich Springob, Stuttgart


Ihre Zeitschrift lese ich immer wieder gern und gern komplett. Auch "Die Welt in Zahlen" verfolge ich mit Vergnügen. In der aktuellen Ausgabe ist aufgeführt, wie oft die Worte "Mann" und "Frau" im Alten Testament beziehungsweise im Koran auftauchen - mit dem erstaunlichen Ergebnis, dass die Frau im Koran im Verhältnis häufiger genannt wird als in der Bibel. Das hat aber einen ganz einfachen Grund: Das Wort für Mann ist im Hebräischen identisch mit dem Wort für Mensch, wie im Englischen auch. Die Zahlen als solche besagen also in dem Fall wenig.

brandeins 10/2012 Der tapfere Schneider
Esther Isaak De Schmidt-Bohländer, Hamburg

Gute, also bequeme Schuhe sind der Inbegriff des Wohlgefühls. Ich habe mir gerade wieder solche Schuhe gegönnt, und sie haben mir 140 Lächeln abverlangt. Das Lächeln verging mir jedoch, als ich sah, dass sie in China produziert werden. Die Folge: Sieben Tage mit außergewöhnlich guter Gehstatik und abgefahrenem Design - nur leider in der Annahme, dass mein Schuh eigentlich nur in Asien geklebt wurde und die Freude wahrscheinlich von kurzer Dauer sein würde. Dann kommt der großartige Artikel von Bernhard Bartsch ins Haus und erlöst mich von all meinen Zweifeln. Gut geschrieben und logisch in sich erklärt er mir "Made in China", und ich staune nur noch über deutsche Bügeltische, die in chinesischen Nähbetrieben stehen. Wenn ich den Artikel weiterdenke und mir vorstelle, dass jedes Billigproduktionsland irgendwann zu teuer sein wird, dann kann ich mir vorstellen, dass an der Billiglohnlandmigration die Welt genesen könnte.

brandeins 10/2012 Der tapfere Schneider
Valerian Salfeld, Garbsen

Besserwisserisch möchte ich Ihnen zur Grafik auf Seite 48 mitteilen, dass die größte Insel Russlands, Sachalin, nicht zu Japan gehört. Ansonsten finde ich euer Grafikdesign wirklich gelungen.

(Anm. der Redaktion: Da ist uns angesichts der Vielzahl der Linien leider einiges durcheinandergeraten. Die Karte verzichtet auf Japan und lenkt den zugehörigen Pfeil auf Sachalin, die dann auch noch farblich China zugeschlagen wird - wir entschuldigen uns.) brandeins 10/2012 Der Leitlinienwolf
Raphaela Cron, Basel

Leitlinien sind in der heutigen Flut von Informationen und dem rasenden Tempo von Entwicklung sinnvoll, besonders auch im Gesundheitsbereich. Der Artikel beschreibt schön sachlich die Tätigkeit des Institutes und hebt die Interdisziplinarität und Intersektorialität hervor. Der Artikel hinterlässt jedoch den Anschein, als läge der indirekte Schwerpunkt darin, die Komplementärmedizin - hier insbesondere die Akupunktur - in den Schatten zu stellen, in dem auf die große Wissenschaftlichkeit moderner Therapieverfahren gewettet wird. Die moderne Medizin hat sich in den vergangenen 80 Jahren erst richtig entwickelt und viele Fortschritte hervorgebracht. Was ist aber eine solche Wissenschaft gegen eine Wissenschaft wie die Chinesische Medizin, die sich seit 2000 Jahren entwickelt hat? Heutzutage versucht man nicht, den Menschen zu untersuchen, sondern den Durchschnittsmenschen und dadurch alle über einen Kamm zu scheren. Dabei sieht sich doch jeder als einzigartiges Individuum. Dieses Paradox spiegelt sich in den unhinterfragten Annahmen der heutigen Wissenschaft, die sich fern von jeglicher Realität bewegt. Doch leider ist der Durchschnitt und die Eindimensionalität immer noch Maßstab alles Wissens.

brandeins 10/2012 Die Netzkundigen
Mathias Voelchert, München

Viele Eltern verbieten Computerspiele aus Angst, ihr Kind könnte süchtig werden (was nur in seltenen Fällen zutrifft). Der Artikel macht Mut und stimmt nicht ein in das von Hirnforschern und anderen alten Experten geprägte Angstszenario "Jetzt ist mein Kind verloren ...". Ich habe es mit unserem Sohn eben genau anders erlebt, als viele dieser Experten behaupten.

brandeins 10/2012 Einer für alles
Klaus Mensing, Hamburg

Der Autor vermittelt das Weltbild eines Geografen, der offensichtlich vor vielen Jahren aus der geografischen Berufswelt ausgeschieden ist. Insbesondere Diplom-Geografen sowie neuerdings die Absolventen der Bachelor- und Master-Studiengänge sind auf dem Arbeitsmarkt ausgesprochen gut nachgefragt und verfügen (hier hat der Autor recht) über sehr breite Einsatzgebiete.