Der Zwangsurlauber

Er lebt nur für die Arbeit. Dann verliert er die Firma. Und der Trip beginnt.




• Du könntest jetzt Golf spielen gehen, denkt er und versucht, sich für die Idee zu begeistern, er spürt sofort, es gelingt nicht. Dieter Reichert steht vor seinem Haus auf Mallorca, er schaut über sein Grundstück von 50.000 Quadratmetern, und er weiß nicht weiter. Ein Sommertag im Jahr 2002.

Ich könnte auch nach Palma fahren, denkt er dann, Kaffee trinken gehen, shoppen, so was. Danach vielleicht noch an den Strand. Auch das erscheint ihm öde. Das macht er ständig, wenn er nicht weiß, was er tun soll. Also doch Golf? Doch auch das hat er gestern schon gemacht. Eigentlich mag er das Spiel nicht mal, todlangweilig. Einen kleinen Ball durch die Luft schlagen, ihm als Punkt im Himmel hinterhersehen und beobachten, wie er irgendwo zu Boden fällt, ihm dann hinterherlaufen, um ihn noch ein Stück näher zu einem Loch in der Erde zu schlagen, das ist nichts für ihn. Zumal er mit den anderen Mitgliedern des Golfclubs, die, ebenso wie er selbst, hier auf Mallorca leben und die Zeit mit Eisen 3-9 und Holz 1 totschlagen, nichts anfangen kann. "Die eine Hälfte von denen war Alkoholiker, die andere verrückte Neureiche. Was sollte ich mit denen reden?"

Dieter Reichert lacht, als er das sagt, und er erwartet keine Antwort. Er sitzt auf einem Ledersofa in einem Besprechungsraum des Münchner Software-Unternehmens Censhare. Heute trägt er den Titel CCO und ist als Mitinhaber des Unternehmens und als Mitglied des Vorstands zuständig für Kommunikation, Vertrieb, Strategie und Marketing. Vor zehn Jahren hatte er keine Titel, keine Aufgaben, er war nur Dieter Reichert, der Gescheiterte, der auf Mallorca gestrandet ist. So sah er das damals. Von einem Tag auf den anderen hatte er gerade eine Firma verloren, die er mit aufgebaut hat. Von 90 Stunden Arbeit in der Woche musste er herunter auf null. Alles war für ihn ein einziges Nichts. Als er da in seinem Garten vor seinem Haus stand, konnte er noch nicht wissen, dass es das Beste war, was ihm passieren konnte.

Wenn Dieter Reichert heute über diesen Dieter Reichert von vor zehn Jahren spricht, den depressiven, gelangweilten und einsamen Typen, der es nicht verwindet, nichts zu tun zu haben, spricht er von sich wie von einer anderen Person, und man hat Schwierigkeiten, den Mann da auf dem Sofa zusammenzubringen mit dem auf Mallorca. Man hört ihm zu und denkt: Verdammtes Luxusgejammer, es gibt Schlimmeres, als sich nicht zwischen Strand und Golf entscheiden zu können. Kann es so schwer sein, nichts zu tun? Vor allem dann, wenn man sich um Geld keine Gedanken machen muss? Reichert besaß damals mit Mitte 40 zwei Häuser und zwei Wohnungen in München und das Haus auf Mallorca. Er hatte es weit gebracht für einen gelernten Schriftsetzer. Na gut, die alte Firma gab es nicht mehr, immerhin hatte ihn der Verkauf zum Millionär gemacht. Und ob man will oder nicht, irgendwann im Laufe des Gesprächs stellt man sich die Frage: Hättest du mit ihm getauscht? Das Nein will einem nicht sofort kommen.

"Ganz ehrlich, Herr Reichert, das klingt nach traumhaften Problemen."

Reichert schaut dann sehr ernst und antwortet ruhig: "Ich weiß, das ist das, was man so denkt. Es war aber nicht traumhaft. Ich war total leer und allein, ich kam nicht aus meinem Loch heraus. Nichts hatte mehr Sinn."

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16. Juli 2001. Drei Männer fahren mit dem Auto von München nach Neuenburg in der Schweiz, es sind: Robert Motzke, Andreas Klostermaier und Dieter Reichert. Die drei haben in den zurückliegenden zehn Jahren in München die Software-Firma Vision GmbH aufgebaut. Am Anfang waren sie zu dritt, inzwischen beschäftigen sie 70 Mitarbeiter.

Die Firma entwickelt und verkauft ihre Software "Productionserver" an Presseverlage, vor allem aber vertreibt sie für das US-amerikanische Unternehmen Quark die Software des Redaktionssystems QPS an deutsche Zeitschriftenverlage. Fast alle Zeitschriftenredaktionen arbeiten gegen Ende der Neunzigerjahre dank der Münchner mit dem Programm, das die Produktion der Magazine vom analogen ins digitale Zeitalter führt.

Rund 100 Verlagshäuser hat Vision dazu gebracht, die Software von Quark zu kaufen, und für die Amerikaner, die ihren Firmensitz in Denver, Colorado, haben, den deutschen Markt erschlossen. Noch heute klingt Reichert stolz, wenn er über diese Zeit spricht, in der Vision zweistellige Millionenumsätze machte. "Wir waren zu der Zeit Deutschlands erfolgreichster Systemintegrator für Verlage."

In Neuenburg erwartet Farhad Ebrahimi die drei Münchner in der Rue de Saint-Nicolas Nummer 7. Die Firma Quark hat dort damals in einer schlossartigen Villa, direkt am Neuenburger See, eine Niederlassung. Ebrahimi, der sich selbst Fred nennt und nennen lässt, ist der Vorstandsvorsitzende und Miteigentümer von Quark. Knapp drei Jahre vor der Fahrt in die Schweiz hatten die drei Münchner die Mehrheitsanteile ihrer Firma an Quark verkauft und arbeiteten als Geschäftsführer in der von ihnen gegründeten Firma weiter. Sie hofften, ihre eigene Software, eine Weiterentwicklung von QPS, auf den Weltmarkt zu bringen.

"Wir wollten mit Quark wachsen", sagt Reichert, "wir waren ziemlich naiv." Denn Ebrahimi stellt sich das alles ganz anders vor. Der gebürtige Iraner kann mit dem Mehrheitsanteil, den Quark erworben hatte, alle Entscheidungen bei Vision treffen. Bislang brauchte er die Deutschen, um QPS zu verkaufen und Termine bei den Vorständen der Verlage zu bekommen, die Reichert ihm verschaffte. Doch Ebrahimi missfällt schon länger, dass die Münchner ihre eigene Software verkaufen und zu Konkurrenten werden könnten, denn Quark entwickelt selbst eine eigene Software, die dieselben Funktionen hat wie die von Vision.

"Wir gehen also in dieses Schloss rein, Fred legt uns einen Vertrag hin und sagt, ihr seid entlassen, ihr dürft ab sofort die Firma nicht mehr betreten, unterschreibt hier." Reichert kann heute nicht mehr sagen, was ihm in diesem Moment durch den Kopf geht, er begreift, was rein faktisch passiert, aber er kann nicht mehr, als es zur Kenntnis zu nehmen, es ist noch kein Gefühl da, es geht einfach zu schnell. Das erste Gefühl, an das er sich erinnert, stellt sich ein, als sie die Villa verlassen und vor der Tür stehen, und niemand sagt ein Wort.

"Ich stand da einfach nur so rum, ich weiß nicht mehr wie lange eigentlich, ich habe auf diesen unglaublich schönen See geschaut, aber von der Schönheit kam nichts an bei mir. Um einen herum ist alles heil und reich, und in mir drin ist alles leer. Es ist, als fällt man in ein tiefes Loch, aber selbst das war mir in diesem Moment nicht klar. Es war ein Gefühl, das ich vorher nicht kannte. Mir kam es so vor, als wenn die Farben auf einmal ihre Leuchtkraft verlieren. Das klingt vielleicht seltsam, aber so war es."

Eine Weile lang sagt er nichts und schaut von seinem Sofa herüber, er sieht für einen kurzen Moment unsicher aus, als befürchte er, für irre gehalten zu werden.

"Ich konnte vorher immer handeln, egal, in welcher Situation ich war, aber auf einmal war das weg. Ich konnte nichts tun. Wenn man jahrelang 70 bis 90 Stunden in der Woche gearbeitet hat, einen Laden hochgetrieben hat, permanent auf einem extrem hohen Level unterwegs ist, und dann zieht einem jemand den Stecker, das ist, als wenn plötzlich der Lebenssinn weg ist."

Reichert und seine Kollegen gehen am folgenden Tag in München zu Anwälten und lassen sich beraten. Sehr schnell ist klar: Es kann nur noch darum gehen, eine möglichst hohe Abfindung herauszuholen. Die Verhandlungen ziehen sich über fast drei Monate hin. Es ist ihm egal, dass es Rückzugsgefechte sind. Wichtiger als das ist für ihn das Gefühl, dass er etwas zu tun hat, dass es noch ein Ziel gibt.

Immer wieder kommen die Momente, in denen er mit seiner Frau am Tisch sitzt und sie ihn fragt, wie es ihm geht. "Ich wollte nicht mit ihr darüber reden, es ging nicht. Ich war in den Jahren zuvor ja eigentlich nie zu Hause, wir hatten keine Basis mehr. Ich saß da auf einmal in meinem wunderbaren Haus, da sind meine Frau und meine beiden Töchter, es ist genug Geld da, eigentlich ist alles wunderbar, aber ich konnte es nicht so sehen. Ich hätte mich in diesen Momenten wieder auf Nähe mit ihr einlassen können, aber es ging nicht."

Letztlich verkaufen die Münchner auch noch die restlichen Firmenanteile an Quark. Sie erhalten in einer Einmalzahlung Gehalt für zwei Jahre. Motzke und Reichert akzeptieren ein Wettbewerbsverbot für denselben Zeitraum, sie dürfen in dieser Zeit nicht arbeiten und Quark Konkurrenz machen. Als Reichert den Vertrag unterschreibt, fühlt er sich gut. Für eine Weile trägt ihn das Gefühl, sich nicht kampflos ergeben zu haben. Doch nun hat er es schriftlich: Die Firma ist weg. Zwei Jahre darf er nichts tun.

Reichert zieht zu Hause aus und trennt sich von seiner Frau. Er überlegt, was jetzt, er hat keine Antwort, und weil ihm nichts Besseres einfällt, geht er auf Weltreise. Singapur und Neuseeland. Er fragt sich, was mache ich, wenn ich zurück bin? Er weiß es nicht. Wenigstens stellt die Reise Aufgaben an ihn. Einchecken, auschecken, Hotel suchen, Hotel finden. Wo ist ein Restaurant? Australien, die Fidschi-Inseln, die Organisation der Reise hält ihn über Wasser, Hawaii, schön, die Frage bleibt, was mache ich, wenn ich zurück bin? Er reist nach Nord- und Südamerika. Die innere Unruhe will nicht gehen. Irgendwann muss er zurück, er weiß es. Nach drei Monaten kommt er zurück nach München, lange hält er es dort nicht aus. Weg, ich muss weg, denkt er und fährt nach Mallorca.

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Das Haus steht im Landesinneren. Früher war er immer mit der Familie hier, seiner Frau, den beiden Töchtern, jetzt ist er allein auf 350 Quadratmetern Wohnfläche, vier Schlafzimmer, der riesige Garten. Jetzt bist du allein, denkt er, und es erschlägt ihn. Nachts liegt er wach, er hört Geräusche, die er noch nie gehört hat, sie machen ihm Angst. Die Tage sind lang, nichts will passieren, außer dass die Sonne auf- und abends untergeht. "Die ersten Monate habe ich es kaum ertragen. Ich kam nicht runter, es ging einfach nicht."

Er steht um sieben Uhr früh auf, warum, das weiß er selbst nicht. Sein erster Gedanke ist: Du musst was machen. Er zwingt sich zu Dingen, die ihm sinnlos erscheinen. Wenigstens bringen sie ihn dazu, das Haus zu verlassen. Jeden Morgen geht er im nächsten Ort auf einen Kaffee in dieselbe Bar und unterhält sich mit anderen Deutschen, die er nicht interessant findet, über Dinge, die ihn nicht interessieren; er fährt mit dem Wagen durch die Gegend, er geht an den Strand, er fragt sich, warum kann ich das nicht genießen, warum ist das alles sinnlos?

Er kommt nicht auf die Idee, dass nicht alles einen Sinn haben muss. Machen ist gut – wenn es einen Satz gibt, der ihn damals beschreibt, dann dieser.

Es ist schwer zu sagen, wann der Moment kommt, in dem eine Änderung eintritt. Irgendwann jedenfalls steht er im Garten und denkt, ich könnte ja was anstreichen. Er nimmt Pinsel und Farbe und streicht. Auf eine seltsame Weise macht ihn das zufrieden. An einem anderen Tag denkt er, ich könnte ein bisschen im Garten arbeiten. Er nimmt die Werkzeuge. Er hackt und jätet und schneidet. Er betrachtet das Ergebnis, es gefällt ihm, und die körperliche Arbeit hinterlässt eine wohltuende Ermüdung.

Er merkt, er muss nicht zwanghaft das Haus verlassen und über die Insel rennen. "Ich konnte auf einmal stundenlang auf dem Grundstück rumlaufen. Ich habe dort Blumen entdeckt, die sahen toll aus, oder kleine Tiere, die da so rumgekrabbelt sind. Die banalsten Dinge, und ich habe mich wohlgefühlt."

Er beginnt nun auf einmal, die Spaziergänge am Meer zu genießen, sie verlieren den Zweck, ihn beschäftigen zu müssen. Auch der morgendliche Kaffee muss nun keine Pflichtübung in Konversation sein. Er geht in diese Bar und trinkt einfach seinen Kaffee. Irgendwann kommt er dort mit einem Nachbarn ins Gespräch. Er ist ein Einheimischer, er vermietet am Strand Sonnenschirme an die Touristen. Reichert ist verblüfft, der Mann spricht gut Englisch. Sie waren sich schon vorher über den Weg gelaufen, sie hatten sich nie mehr als nur kurz gegrüßt, die Mallorquiner sind verschlossene Menschen, und Reichert spricht nur das, was er Supermarktspanisch nennt. Sie freunden sich an, sie treffen sich bald ab und zu auch abends, sie sitzen im Freien, sie reden, sie grillen, sie trinken, manchmal sitzen sie auch nur so herum, und das reicht.

"Die anderen Deutschen in der Gegend hielten ihn für einen dummen Bauern, aber in Wahrheit war er ein sehr weiser Mensch. Er hatte in Barcelona gearbeitet, hatte die Welt gesehen, war zurück nach Mallorca gegangen und hat einfach angefangen, Sonnenschirme zu vermieten. Er ist damit wohlhabend geworden. Er hat ein halbes Jahr gearbeitet, und dann hat er den Rest des Jahres einfach nichts gemacht, außer mit seinen Pferden auszureiten. Er hat auf sehr einfache Weise sein Leben geordnet. Das hat mich tief beeindruckt. Er hatte eine unglaubliche Balance zwischen Arbeit und Nichtstun." Das geht also, denkt Reichert.

"Ich habe durch ihn verstanden, dass das Nichtstun ein großes Geschenk für mich ist. Ich habe aber auch gelernt: Man braucht einen Rhythmus aus Arbeit und Nichtstun. Bei ihm bestand er aus Sommer und Winter. Ich hatte noch keinen echten Rhythmus, es hat mich nicht gestört, aber mir wurde klar, ewig wird es so nicht weitergehen."

Die Zeit geht jetzt einfach so um, sie ist ihm keine Last mehr. Ab und zu reist er über das Wochenende nach München, sieht seine Töchter, trifft ehemalige Mitarbeiter von Vision, sie haben inzwischen ein neues Software-Unternehmen gegründet, das sie CoWare genannt haben, später wird daraus Censhare werden. Sie fragen ihn, willst du einsteigen, deine zwei Jahre gehen ja irgendwann mal vorbei, was meinst du? Er hat keine Antwort, und es stört ihn nicht, und wenn er dann nach Mallorca zurückkehrt, macht er es gern. Die Zeit auf der Insel vergeht, er genießt sie, er füllt sie mit Routinen, die ihm lieb geworden sind. Doch die Frage beschäftigt ihn nun über Monate immer wieder: Wie lang will ich hier bleiben, und was kommt danach?

Er hat sich inzwischen einen Hund aus dem Tierheim angeschafft, bald arbeitet er ab und zu im Tierheim, erst säubert er nur dann und wann die Zwinger der Tiere, und es macht ihn zufrieden. Bald wird aus dem Ab und Zu ein Immer-öfter. Dann auf einmal hat er den ersten Hund nach Deutschland vermittelt, dann die nächsten, er hat es wieder und wieder getan, und es nimmt immer mehr Zeit in Anspruch, die Aufgabe wird zur Beschäftigung, schließlich zu einer Art Arbeit. Er hat es so nicht wahrgenommen, und es hat ihn nicht gestört. Denn immer wieder hat er auch tagelang einfach nur nichts gemacht.

Eines Tages versteht er: Der Rhythmus ist längst da, er hat sich von allein eingestellt, und er begreift, es ist gut so. Er kann nicht ständig ohne Arbeit leben. "Auf Dauer ist reines Nichtstun kein gesunder Zustand. Das mit den Hunden habe ich nicht zufällig gemacht, ich war einfach wieder so weit, etwas tun zu wollen, es hat sich von ganz allein eingestellt. Es entspricht mir zu arbeiten. Ich wusste auf einmal aber auch, ich muss auf mich achten, und ich würde mich nie mehr so wie früher totarbeiten. Das habe ich auf Mallorca gelernt."

Dieter Reichert nimmt Kontakt zu seinen ehemaligen Mitarbeitern auf. Er entscheidet sich, in die Firma einzusteigen.

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"Es hat über ein Jahr gedauert, bis ich mich an die Arbeit gewöhnt hatte. Jeden Tag von früh bis spät, das wollte ich einfach nicht mehr, und das mache ich auch nicht mehr. Ich muss jetzt nicht mehr alles selbst machen, ich gebe viel mehr Arbeit ab als früher. Die Zeit auf Mallorca hat mir eine große Demut vor den Dingen gegeben, die außerhalb der Arbeit wichtig sind."

Wenn er heute merkt, dass die Arbeit ihn auffrisst, und er sich schlecht zu fühlen beginnt, dann hört er einfach auf zu arbeiten. Er denkt dann an das, was er von seinem Nachbarn gelernt hat, es geht um Spannung und Entspannung. Arbeit ist gut, aber nur bis zu einem gewissen Grad. "Das hätte ich früher niemals akzeptiert, jetzt habe ich ein gutes Gefühl dafür, wann ich mich rausziehen muss."

Dieter Reichert sitzt auf seinem Sofa und lächelt. Ihm fällt ein, morgen hat er einen Termin in London. "Den sage ich ab, ich brauche morgen meine Ruhe."

Dieter Reichert, 53, ist Mitinhaber und Vorstandsmitglied des Münchner Software- Unternehmens Censhare AG. Er ist gelernter Schriftsetzer machte er sich mit dem Vertrieb von Bürotechnik selbstständig. 1992 gründete er gemeinsam mit zwei Partnern in München die Software-Firma Vision GmbH, die vom US-amerikanischen Unternehmen Quark übernommen wurde. 2004 stieg Reichert in die Firma CoWare ein, die Vorgängerin der Censhare AG.