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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 11/2011 Wir rechnen mit allem
Johannes Bükki, Erlangen


Danke für den brillanten Beitrag zum Rechnen als Werkzeug, die Welt zu verstehen. Es scheint sich nur ein Klischee einzuschleichen, das durch Wiederholung nicht wahrer wird: das des finsteren, von Halbwissen beherrschten Mittelalters. Nichts gegen Humanismus und Aufklärung, aber immerhin haben wir von den mittelalterlichen aufstrebenden, selbstbewussten Städten Oberitaliens das Rechnen mit Geld geerbt (die Sprache verrät es noch). Und manche gotische Kathedrale steht stabil bis heute - ohne Ingenieurskunst wäre das kaum möglich gewesen. "Eine Hausfrau hat das im Gefühl" - das reichte also schon damals nicht! Trotzdem: danke für diesen wichtigen Beitrag zu einem vernachlässigten Thema.

brand eins 11/2011 Schwerpunkt Rechnen
Rolf Lippold, per E-Mail

Der Schwerpunkt Rechnen scheint sehr aktuell gewählt zu sein, wo sich doch heute Banken schon mal um mehrere Milliarden verrechnen.

PS: Unsere Familie ist sehr froh gewesen, als wir gelesen haben, dass die Poincaré-Hypothese endlich mathematisch bewiesen ist!

brand eins 11/2011 Die Abrechnung
Ulrich Boldt, per E-Mail

Jährlicher Etat = 28 Millionen Euro, zusammengesetzt aus 10 Millionen Euro Kirchensteuer plus 10 Millionen Euro Zuwendungen von anderen Bistümern plus 4 Millionen Euro Zuschüsse vom Land. So viel zum Schwerpunkt Rechnen :-).

(Anm. der Redaktion: So kann es gehen, wenn man das kleine Wörtchen "darunter" kürzt - übrigens fehlen eine Million Euro auch in der kompletten Auflistung unter: http://www.bistum-magdeburg.de/front_content.php?idcat=3012&idart=16580&lang=5)

brand eins 11/2011 Stromrechnung
Hanspeter Danzer, München

Schön, dass die Kennzahl Ebitda die Abschreibungen ausklammert, um Investitionen zu rechtfertigen, wie zum Beispiel den Kauf von Endesa. Haben wir nicht an den Hochschulen dieser Welt gelernt, dass Abschreibungen Kostenverteilung auf mehrere Perioden bedeutet? Da kann man doch auch mal mit mehreren Kennzahlen als mit Ebitda rechnen, um zu schauen, ob eine Investition wie ein Unternehmenszukauf lohnt?

brand eins allgemein
Name ist der Redaktion bekannt, Berlin

Ich habe die brand eins kurz nach dem Anfang meines Studiums abonniert (bald zehn Jahre her) und bin seitdem nicht untreu geworden. Die Lektüre hat mich und meine Vorstellungen von der Arbeitswelt sehr geprägt. Nach einem (schwierigen) Berufseinstieg und einiger Berufserfahrung muss ich nun leider feststellen, dass vieles, was in der brand eins prophezeit und propagiert wird (noch lange) nicht in die reale (meine?) Arbeitswelt vorgedrungen ist. Schade. Fazit für mich: Die Artikel noch kritischer lesen, mit meiner Arbeitsrealität abgleichen und überlegen, an welchen Stellen ich das eine oder andere vielleicht einbringen kann. "Mühsam nährt sich das Eichhörnchen ..."

brand eins 10/2011 Wasser für die Welt
Ines Jensen, Hamburg

Der hier dargestellte Ansatz ist, nach meiner Erfahrung, oft wirkungsvoll. Zum Beispiel bei der Honiggewinnung in Äthiopien, wo es nach langen Jahren und kontinuierlicher Arbeit und wenig Einsatz gelungen ist, jetzt Honig in solcher Qualität zu produzieren, dass erstmalig höchste Qualität erreicht wurde und weltweit exportiert werden darf. Der Honig ist allerdings so gut, dass er lokal zu hohen Preisen komplett verkauft wird. Hier sind bisher Hunderte Frauen beschäftigt, die so erstmals ein Geldeinkommen erzielen. Aus meiner 25-jährigen Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit kenne ich noch viele Beispiele mehr.

Die Darstellung der Menschen, nicht als Arme, sondern als wirtschaftlich Handelnde, Menschen als Kunden und Produzenten, halte ich für das Wichtigste in Ihrem Artikel. Was ich allerdings vermisse, ist, dass zwar immer mit großen Zahlen hantiert wird, wie viele Menschen erreicht wurden, aber bei keiner mir bekannten Organisation eine unabhängige Evaluierung gemacht wurde. Dies trifft sowohl für Muhammad Yunus zu als auch für "Menschen für Menschen". Es wird nie dargestellt, ob die eingesetzten Mittel auch effizient verwendet werden.