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leserbriefe@brandeins.de

brandeins 03/2012 Schwerpunkt Relevanz
Jutta Häuser, per E-Mail
Diese Ausgabe habe ich komplett genossen. Sehr anregend, vielfältig und spannend. Und das Highlight kam zum Schluss. Beim Lesen von "Unternehmer mit Biss" muss einem doch das Herz aufgehen. Danke an Redouan Bshary und Till Hein für ein paar krönende relevante Momente.


brandeins 03/2012 Schwerpunkt Relevanz
Gisbert Bultmann, Recklinghausen
Das Titel-Foto auf dem neuen Heft finde ich gelungen mit seinem Komplementärfarbenkontrast; doch wenn man fragt, wie "relevant" sind Lippenstifte, offenbart sich das ganze Dilemma: Ein Modewort, das man auswringen kann, wie man will, es gibt keinen Inhalt mehr her (ist es doch die Spreizversion des banalen "wichtig"). Wenn es mir begegnet, befällt mich jedes Mal Widerwillen, und ich würde gern einen deftigen Verriss von Karl Kraus, Wolf Schneider oder Dieter E. Zimmer dazu lesen.

Hat es nicht (auch) stark mit unserem Wunsch nach Vereinfachung zu tun? Ich habe stattdessen noch einmal in dem herrlichen Heft über Komplexität, 01/2006, gelesen. Schon das Eingangs-Interview mit Dietrich Dörner sagt alles. Und die Quintessenz war: Ob wir es mögen oder nicht, wir kommen nur -wenn auch mühselig -voran, wenn wir einsehen, dass wir stets improvisieren und uns durchwursteln müssen. Nur: Das liegt dem Deutschen nicht, es ist eine Zumutung für ihn; er liebt ingenieurtechnische Anweisungen für alles über alles.

brandeins 03/2012 Im Irrgarten der Indikatoren
Friedhelm Urmler, per E-Mail
Haben Sie in Ihrem, speziell zum Thema Inflation, sehr interessanten Artikel im Absatz zum Gini-Koeffizienten nicht die Worte "gerecht" und "gleichmäßig verteilt" verwechselt, oder ist es tatsächlich Ihre Auffassung, dass die Einkommensverteilung nur dann gerecht wäre, wenn jeder völlig unabhängig von Können, Leistung und persönlichem Einsatz/Risiko genau das gleiche Einkommen erhielte? Dann wären Sie ja radikaler Kommunist, was mich bei einem Autor von brandeins sehr wundern würde. brandeins 03/2012 Flotter Dreier
Markus Metz, per E-Mail
Nach dem Lesen des Artikels schwanke ich zwischen Bewunderung und Ratlosigkeit. Bewunderung deshalb, weil das Geschilderte zweifelsohne eine einzigartige Leistung ist. Ratlosigkeit, weil ich nicht genau sagen kann, welche Leistung es für mich darstellt. Sehr gute Organisations- und Teamfähigkeit, keine Frage, überragendes Zeitmanagement, logisch, bemerkenswerte Zielstrebigkeit und Belastbarkeit, ja klar. Bezahlt wurde dafür, wie in der heutigen Zeit immer üblicher, mit Weinkrämpfen, Erschöpfungszuständen und Nervenzusammenbrüchen.

Wikipedia definiert, dass Relevanz eine Bezeichnung für die Bedeutsamkeit oder Wichtigkeit ist, die jemand etwas in einem bestimmten Zusammenhang beimisst. Kopper, Pohl und Grünwald haben den diversen Titeln und den damit verbundenen Verdienstmöglichkeiten also eine Bedeutsamkeit beigemessen, die man als Leser respektieren, aber nicht unbedingt teilen muss.

Die drei sind aus meiner Sicht ein gutes Beispiel für eine interessante Aufwärtsspirale. Wo zu Zeiten ihrer Väter eine Ausbildung als adäquat angesehen war, wird heute ein absolviertes Studium erwartet; wo seinerzeit ein in üblicher Geschwindigkeit absolviertes Studium ausgereicht hat, wird heute ein Doktortitel in Rekordzeit vorausgesetzt. Spannend wird es, wenn alles heute Außergewöhnliche zum morgen Gewöhnlichen wird ...

brandeins 02/2012 Schwerpunkt Markenkommunikation
Oliver Kause, per E-Mail
Inhaltlich wie immer eine gelungene Ausgabe, einzig der Cluetrain-Artikel hat mich zu Recherchen veranlasst. Ich würde mich zwar als wirtschaftlich interessiert und auch New-Economy-, Social-Media- und Web-affin bezeichnen, hatte trotzdem das Cluetrain-Manifest nicht mehr auf dem Zettel. Ihr Artikel ist aber so geschrieben, dass man ihn meines Erachtens nur verstehen kann, wenn man die Geschichte kennt und das Manifest in der näheren Vergangenheit angeschaut hat. Ich habe anfangs nicht mal durchschaut, dass die farblich hervorgehobenen Passagen Auszüge aus dem Manifest sind. Ich konnte mich nun via Google auf den Stand bringen, vermute aber, dass andere Leser den Artikel eher übersprungen haben. Ich hätte mir ein paar Worte der Einführung gewünscht.