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leserbriefe@brandeins.de

brandeins 08/2012 Kaltgestellt
Stefan Wieder, per E-Mail


Nach der Schilderung ziehe ich demütig meinen Hut - ich bin mit 43 erst in der Mitte meines Berufslebens. Das, was Ihnen passiert ist, gehört für mich zur untersten Schublade unseres Systems - ich hoffe und wünsche, dass so etwas Ausnahme bleibt (bin ich naiv?). Und ich beglückwünsche Sie zu Ihrer positiven Einstellung trotz des Erlebten - vielleicht Ihr größter Sieg! Andere wären von Bitterkeit zerfressen. Noch mal: Hut ab!

brandeins 08/2012 Die Not des Müßiggangs
Tanja Krienen, Soest

Es wird der Status quo zementiert; notwendige Veränderungen - möglich und sinnvoll - durch Geldzahlungen befriedet. Eine Diskussion darüber findet nicht statt! Paul Lafargues Müßiggang, abzüglich idealistischer Schwärmereien, wird unter den Proletariern verachtet. Wenn er stattfindet, dann als billiges Spektakel, als simple Belustigung, gedacht und bemessen wird dabei: nichts! Und tatsächlich: Müßiggang will erarbeitet sein. Doch man nimmt sie hin, die Hatz, die Einfalt des tagtäglichen Einerleis. Die Arbeiterbewegung findet nicht statt. Sie hockt auf dem Campingplatz und schmort Würste, große Würste; sie klopft sich auf die breiten Schenkel, im Schunkel-Takt; sie hört die Lieder der "Geschwister Weißwäscher"; sie liest manchmal, die Frauen das "Bunte Blatt" und die Männer ein Buch: "Die Dieter-Bohlen-Biografie" - dann diskutiert man bis spät in die Nacht, ob Naddel es mehr bringt als Verona. Geprügelt wird selten. Die Frauen werden nicht angesehen. Ihre Hunde fressen die Reste.

brandeins 08/2012 Und Schluss
Dieter Hölbe, Bremen (Betroffener)

Das Aufregende am Rentnerdasein ist: Man steht auf ... und hat Feierabend. Und - was dennoch getan wird, könnte man auch weglassen. Keiner würde weinen.

brandeins 08/2012 Was du nicht siehst
Peter Kislinger, Wien

Sie schreiben, dass der Titel von John Cages "4´33´´" rätselhaft sei - des Rätsels Lösung ist seit Jahrzehnten bekannt. Man multipliziere 4 mit 60 (Sekunden). Dann addiere man 33. Immer noch rätselhaft? Dann einfach die Summe googeln und sie mit den drei Satzbezeichnungen ("tacet", also: "er/sie/es schweigt") kurzschließen.

brandeins 08/2012 Unternehmen lassen
Hannes Streng, Fürth

1. Was soll denn entstehen, wenn das Kultusministerium immer Hort für die schwächsten und häufig zugleich ideologisch verschrobensten Mitglieder einer jeden Regierung ist?

2. In zehn Jahren geht kein Kind, dessen Eltern es sich leisten können (Achtung zukünftige Eltern: Mittelallokation weg vom Urlaub und Xbox hin zur Ausbildung des Kindes!), mehr in eine staatliche Schule!

3. Eltern haben an einer guten Schule nichts verloren! Keiner schwätzt Herrn Zetsche drein, wie er seine Autos bauen soll, weil keine Ahnung vorhanden! Dito Schule! (vgl. Lasst! Die! Kinder!)

4. Ehrt den Lehrer (bin keiner!), er sät unsere Zukunft!

brandeins 08/2012 Schwerpunkt Nichtstun
Andrea Rödel, Mörlenbach

Ich lese regelmäßig brandeins, "Nichtstun" ist eine langweilige Ausgabe! Schade, denn das Thema lässt viel "Spielfläche" für spannende Themen - es gibt sogar gerade im Rahmen der documenta einen Blog, der so heißt.

brandeins 08/2012 Schwerpunkt Nichtstun
Andreas Knierim, per E-Mail

Was passiert, wenn sich eine Top-Managerin für ein Jahr aus dem Business verabschiedet und in den "Doing-Nothing-Garden" des Künstlers Song Dong auf der documenta einzieht? Isabelle Hüter berichtet im Blog "Nichts. Tun. Inside documenta" aus dem Erdhügel - www.documenta.andreas-knierim.de.

brandeins 07/2012 Niedlichkeit kennt keine Grenzen
Robin Moser, per E-Mail

Bei dem Artikel hat sich in der Infobox wohl ein Fehler eingeschlichen: Eva Air ist keine japanische Airline, sondern kommt aus Taiwan.