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brandeins 06/2012 Was bringt das schlaue Stromnetz?
Jürgen Althoff, St. Wendel


Obwohl eine Amortisation der Mehrkosten während meiner statistischen Restlebenserwartung nicht zu erwarten ist, habe ich einen A+++-Gefrierschrank gekauft, um die als Folge der "Energiewende" zu erwartenden Stromausfälle besser durchstehen zu können. Dass die Smart-Grid-Vorrüstung auf absehbare Zeit eine Marketingluftnummer ist, war mir klar. Meine stille Hoffnung war jedoch die Idee, das Gefriergut notfalls mit einer Speicherbatterie plus Wechselrichter über einen mehrtägigen Blackout zu retten. Diese Illusion nahm mir die Gebrauchsanweisung - vielleicht hilft stattdessen ein Notstromaggregat.

brandeins 06/2012 Die Ermutigung
Olaf Hinz, Hamburg

Vielen Dank für das Plädoyer für eine neue mutige Haltung, dem ich aus vollem Herzen zustimme. Ergänzend nur der Hinweis, dass Mut allein im Arbeitsleben nicht immer zum Ziel führt. Denn hier trifft der Mut des Einzelnen auf das Tool Risikomanagement und Führungskräfte, die dieses Werkzeug planwirtschaftlich einsetzen (das zitierte J.P.-Morgan-Beispiel ist vortrefflich).

brandeins 06/2012 Die sieben Schwestern und der böse Bär
Hannes Stiebitzhofer, per E-Mail

Bruce Misamore ist der Meinung: "Zudem ist es (Großbritannien) eine westliche Demokratie, die, da bin ich mir sicher, niemals ein Unternehmen enteignen wird." Er irrt. Großbritannien hat im Jahr 2008 alle Einlagen von Singer & Friedlander, Eigentum der isländischen Bank Kaupthing, beschlagnahmt und im selben Atemzug weiterverkauft, was zum Konkurs von Kaupthing führte. Nachzulesen in "Der Fall Island" von Asgeir Jonsson.

brandeins 06/2012 German Angst
Wolfgang Gerlach, per E-Mail

Da sind Sie wohl dem Selbstlob von Red Adair auf den Leim gegangen, wie hier zitiert, habe ich es auch in Erinnerung: "Selbst die Erben von Red Adair hatten keine praktikablen Löschmethoden. Zwei Österreicher hatten die Idee: Auf einen fernsteuerbaren Panzer montierten sie zwei Jet-Triebwerke, fuhren diesen nahe an die brennende Ölquelle und bliesen damit ein Wasser-Chemikalien-Gemisch in die brennende Ölquelle. Das Gemisch zusammen mit dem mächtigen Druck der beiden Triebwerke brachten die Flammen zum Erlöschen."

brandeins 06/2012 German Angst
Helmut Scholz, Stuttgart

Der Artikel zeigt doch nur, dass die vermeintliche Panikmache berechtigt war, weil sie Wirkung zeigte. Beim Waldsterben führte sie zu einer der größten Investitionswellen bei den Stromkonzernen (rund 20 Milliarden DM damals für Rauchgasentschwefelungs- und Entstickungsanlagen). Weitere Maßnahmen kamen hinzu (z.B. schwefelarmes Heizöl), die heute kaum einer mehr kennt. Innerhalb weniger Jahre wurden so die Emissionen von Schwefeldioxid um 90 Prozent gesenkt. Ohne Angstmache hätte man es damals nicht geschafft, so schnell Maßnahmen durchzusetzen - so tickt halt bei uns die Politik, aber auch in anderen Ländern.

brandeins 06/2012 "Die Rente ist sicher"
Dietrich Habenicht, Hamburg

Leider liegt der Experte (absichtlich?) daneben - die gesetzliche Rente ist in Deutschland eben keine Versicherung (mit vertraglich vereinbarten Ansprüchen), sondern ein Umlagesystem. Kein Wunder, dass die jetzigen Rentner die reichsten sind: Sie bekommen ja auch die jetzigen Beiträge, und die sind dank der hohen Beschäftigtenquote eben hoch. Die heutigen Beitragszahler erwerben keine gesicherten Ansprüche, sondern nur Anteilspunkte an einem Gesamtkuchen, dessen Größe davon abhängt, wie viele Beitragszahler es in Zukunft noch gibt. Neben dieser üblichen, aber immer ärgerlichen falschen Darstellung des Rentensystems irrt Herr Raffelhüschen auch in Bezug auf seine eigene Lage: Die Beamtenpensionen sind nur so lange sicher, wie der Staat zahlungsfähig ist.

Korrekturen: In der "Welt in Zahlen" ließen wir die Gesamtmenge des auf der Erde vorhandenen Wassers dramatisch schrumpfen: Es beträgt 1,5 Milliarden Kubikkilometer, nicht Kubikmeter. / In der Bildunterschrift zur "Karma-Company" wurde aus dem Marketingleiter Henning Nielsen ein Einkaufsleiter. / In "Lecker CO2" scheiterten wir im letzten Absatz an der Mathematik: 30 14 ist keine 30 mit 14 Nullen, sondern das Ergebnis der Berechnung 4,782969 x 10 20.