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brandeins 11/2012 Wasser-Mythen
Stephan Wieder, per E-Mail


Das ist ein schöner Artikel über eines der (vielen) Themen, über die zu wenig und oft falsch gesprochen wird - dickes Lob dafür. Ein Aspekt wird mir allerdings zu sehr unterschlagen: Meine Sparbrause in der Dusche, meine wenig Wasser verbrauchende Wasch- oder Spülmaschine sorgen zwar dafür, dass eventuell zu wenig Wasser durch den Kanal fließt, aber der viel wichtigere Aspekt für mich ist: Das nicht verbrauchte Wasser muss auch nicht geheizt werden, ergo: Energieeinsparung en masse! Ob ich das mit Öl, Gas oder in Zukunft womöglich regenerativ mache, ist dabei erst in zweiter Linie interessant: Energieeinsparung ist mir heute wichtiger als der Aspekt der erhöhten Wartung des Kanalsystems. Für Kaltwasserverbräuche stimmt Ihre Betrachtung allerdings (eben hauptsächlich: Toilette - oder sollen wir jetzt alle ausgiebig kalt duschen?)

brandeins 11/2012 Weil sie es können
Christian Schumacher, Nordhorn

Leider muss ich Sie auf einen inhaltlichen Fehler hinweisen. Auf Seite 44 schreiben Sie: "Der Arbeitgeber muss für sie (Anm.: geringfügig Beschäftigte) keine Sozialleistungen abführen ..." Zunächst handelt es sich dabei nicht um Sozialleistungen, sondern treffender um Sozialabgaben. Sozialleistungen sind in Deutschland unter anderem das Arbeitslosengeld I II (ALG I II).

Weiterhin müssen durch den Arbeitgeber auch bei einem solchen Arbeitsverhältnis Pauschalabgaben gezahlt werden: 13 Prozent vom Arbeitsentgelt zur Krankenversicherung (Paragraf 249b Satz 1 SGB V), 15 Prozent vom Arbeitsentgelt zur Rentenversicherung (Paragraf 172 (3) SGB VI). Es entfällt lediglich die Pflicht des Arbeitgebers zur Zahlung eines Arbeitnehmeranteils sowie des Arbeitgeberanteils in die Unfall- und Pflegeversicherung.

(Anm. der Red.: Der Leser hat natürlich recht, wir bedauern den Fehler.) brandeins 11/2012 Die Fähigkeit zum Widerstand
Peter Mitmasser, Wiener Neudorf, Österreich

Eine Goldmine für Coaching und Beratung, nachdem fast alle schon wissen, dass es keine Schnittstellen, sondern nur Nahtstellen gibt, Teams mit Schwarmintelligenz bessere Ergebnisse bringen als Einzelkämpfer und dass der Einkauf im modernen Unternehmen eine Schlüsselkompetenz darstellt, weil ein im Einkauf gesparter Euro so viel zum Gewinn beiträgt wie viele mühsam im Verkauf eingenommene Euros? Nicht nur! Die angeführten Beispiele für angewandte Resilienz sind eindrucksvoll. Zumal, wie wahr, der "Warenwert der Krise deutlich verloren hat". Krise ist unser tägliches Brot geworden und schreckt niemanden mehr. Wir werden noch viel von und über Resilienz hören.

brandeins 10/2012 Gute Type
Anton Huber, München

Na, da hoffe ich, dass Herrn Forssman nicht der Schlag getroffen hat, als er den Artikel über sich das erste Mal gedruckt im Heft gesehen hat. Ausgerechnet beim Autor von "Detailtypografie" die Headline dermaßen schlecht auszugleichen - das kann ja wohl nicht sein. Das "T" von Type steht dermaßen weit vom "y" entfernt, "da könnte man einen Lastwagen dazwischenparken", wie Typografenkollege G. G. Lange gesagt hätte. Brille auf das nächste Mal!

brandeins 10/2012 Wie im richtigen Leben
Jon Steinfeld, Karlsruhe

Zunächst zieht der Autor die in Großbuchstaben medial ausgeschlachteten jüngeren und jüngsten deutschen Baukatastrophen heran und zeichnet in bester Stammtischmanier Berufsbilder, um dann ein grundlegendes Problem des Bauens in Deutschland zu vermuten. Anschließend preist er die Weiterentwicklung eines alltäglichen Systems als Weltneuheit an - schließlich sind virtuelle Modelle längst Standard, und das System heißt BIM und nicht mehr CAD - um schließlich romantisierend das gebaute Endergebnis vorzustellen. Der gerade mal mittelgroße Bau des ZVE ist weit entfernt von den Dimensionen der in Vergleich gezogenen Projekte in Hamburg, Berlin oder Stuttgart und - nicht zu vergessen - frei von einer direkten Beteiligung der Politik. Sicherlich, die vermutete Tiefe des Fraunhofer Virtual-Reality-Modells und die Möglichkeit, sich eine Brille aufzuziehen, gehen über das Normale hinaus. Fakt ist jedoch, dass bei sechs Jahren Planungs- und Bauzeit ein Misslingen des im Vergleich dazu kleinen Projektes hochgradig peinlich gewesen wäre.