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brand eins 11/2011 Der Beschaller
David Harnasch, Freiburg

"Lieblose Beschallung öffentlicher Räume, auch Muzak genannt" ist zwar umgangssprachlich zutreffend - tut aber der 75 Jahre alten Traditionsfirma grobes Unrecht, deren früheres Konzept Peter Resch eins zu eins kopiert: Muzak aus den USA. Was nicht so schlimm wäre, erweckte der Artikel nicht den Eindruck, die Geschäftsidee sei eine Innovation Reschs.


brand eins 11/2011 Wann kommt der E-Book-Durchbruch?
A. Plöger, Düsseldorf

Leider fehlt in Ihrem Beitrag, dass man E-Books ausleihen kann. Bei ganz normalen Stadtbüchereien! Für mich war das ein zusätzliches Argument. Die Ausleihzeit beträgt 14 Tage, es können auch Titel vorgemerkt werden, und man wird per E-Mail erinnert. Das klappt wunderbar. Ich vermisse "echte" Bücher gar nicht mehr, außerdem darf ich sie ja trotzdem noch kaufen. brand eins 11/2011 Wir rechnen mit allem
Christoph Nussbaumer, Hohenems

Endlich ein klarer Text für alle, die sich zurück ins Mittelalter flüchten wollen, damit ihre Meinungen im Ungefähren bleiben können, im gefühlsmäßig Richtigen. Bloß keine Überprüfbarkeit, damit man bequem auf seinen Vorurteilen und gefühlten Wahrheiten beharren kann. Wo kämen wir denn hin, wenn jemand beweisen kann, dass man falsch liegt? Aber diese Einstellung verhindert Weiterentwicklung und Erkenntniszugewinn. Galileo Galilei hatte doch recht. brand eins 11/2011 Das kann doch jedes Kind
Michael Wilhelm, Lüneburg

Hauptgrund für die dramatische Lage der Mathematik in Deutschland sind meines Erachtens die Lehrer beziehungsweise die Lehrerausbildung und die Lehrpläne. Seit meiner Schulzeit vor mehr als 40 Jahren hat sich am Mathematikunterricht erschreckend wenig geändert, wie ich als Vater von zwei mittlerweile studierenden Kindern beobachten konnte. In den Schulbüchern finden sich zuhauf dieselben langweiligen und lebensfernen Aufgaben wie anno dunnemals. Meine Kinder lernten zwar mit Vektoren und Matrizen zu rechnen, aber nicht mit einer Tabellenkalkulation umzugehen. Selbst Lehrer, die in derselben Klasse Mathematik und Physik unterrichteten, waren nicht in der Lage, Beziehungen zwischen beiden Fächern herzustellen. Ich habe große Hochachtung vor Ines Petzschler. Sie zeigt, dass es auch anders gehen kann - mit Fantasie, Mut und Liebe zur Mathematik und zu den Schülern! brand eins 10/2011 Baumarkt für Kreative
Christoph Schubert, Herrsching

Ich hätte mir eine etwas kritischere Berichterstattung über den Monopolisten Adobe gewünscht. Als Kreativer ärgere ich mich seit Jahren über die Abhängigkeit; zuletzt ging mir eine DVD der Creative Suite zu Bruch. Auf meine Bitte, mir eine neue DVD zuzusenden (auch gegen Bezahlung), da ich die Creative Suite mit der kaputten DVD nicht mehr installieren könne, wurde mir mitgeteilt, dies sei nicht möglich, ich müsse eine neue kaufen. So ein Verhalten kann sich nur ein Monopolist leisten. brand eins 09/2011 Das Gute und die Bösen
Heinz Krause, per E-Mail
Wolf Lotters Beitrag ist stark vereinfachend und setzt sich nicht wirklich mit den Inhalten einer Systemkritik auseinander, sondern versucht es mit Herabwürdigung. Es ist unbestritten, dass die Menschen in den sogenannten zivilisierten Ländern westlicher Prägung, also den Ländern mit der am stärksten entwickelten Form des Kapitalismus, länger leben als im Rest der Welt und länger leben als in früheren Zeiten. Diese Quantität mit einer gestiegenen Qualität des Lebens gleichzusetzen ist schlichtweg falsch. Woran könnte man die Qualität messen außer am materiellen Besitz und hungerfreier Existenz? Man könnte den Anteil an Drogensüchtigen in einer Gesellschaft als Maßstab nehmen - und da sollten die Alkohol- und Nikotinsüchtigen, die von Medikamenten Abhängigen ebenso betrachtet werden wie die Internet- und Sexsüchtigen. Oder den Anteil der psychischen bzw. psychosomatischen Erkrankungen an allen Krankheiten. Ist das etwa auch ein moralischer Ansatz? Allein zwischen 1994 und 2009 ist in Deutschland die Zahl der stationär diagnostizierten und aufgenommenen Patienten mit psychischen Erkrankungen um 49 Prozent angestiegen, die durch Alkohol ausgelösten psychischen Erkrankungen um 65 Prozent. Erkrankungen des Nervensystems stiegen sogar um 105 Prozent. Wachstum in seiner reinsten Form.