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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 06/2011 Gute Frage: Was kostet die Welt?
Sven Heitzler, Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung Berlin
Die von Harald Willenbrock in der Einleitung des Artikels getroffene Aussage, dass es "gesamtwirtschaftlich sinnvoll wäre, wenn die Anwohner des Bauprojektes auf eigenen Kosten einen Lärmschutzwall errichteten" ist schlicht falsch und zeigt, dass Ihr Autor das Coase-Theorem und dessen Implikationen nicht richtig verstanden hat. In der wohl elegantesten Formulierung von George Stigler lautet das sogenannte Coase-Theorem: "Wären alle Eigentumsrechte klar definiert, wären die Transaktionskosten null, und wären alle relevanten Subjekte vollständig informiert, dann würde sich eine effiziente (Verhandlungs-)Lösung einstellen."
Ihr Autor übersieht bei seiner Aussage, dass das Coase-Theorem nur eine Effizienzaussage trifft und von Verteilungsfragen abstrahiert (der Frage der Anfangszuteilung der Rechte), ebenso wie von möglichen Budgetrestriktionen der einzelnen Teilnehmer.


brand eins 06/2011 Unbekannte Größe
Robert Meraner, Österreich
Lieber Wolf Lotter, wenn ich nach der Lektüre einer Ihrer Beiträge meine Meinung geändert, nachzudenken begonnen habe, bin ich für Ihre Mitarbeit an brand eins dankbar. brand eins 06/2011 Die Freischwimmer
Wiegand Weitz, Potsdam
Es tut gut, über ein Unternehmen zu lesen, das seit 100 Jahren Innovation zum obersten Ziel und planbar macht. Aber zum Innovations-Uhrwerk 3M gäbe es noch einiges mehr zu sagen. Jim Collins, der die Ergebnisse einer Untersuchung der Stanford University zu visionären Unternehmen in dem Buch "Built to last" veröffentlicht hat, sagte, wenn er sein Geld in ein einzelnes Unternehmen investieren sollte, dann wäre das 3M. brand eins 06/2011 Trommeln lernen
Klaus Klipp, per E-Mail
Mit Genuss habe ich angefangen den Artikel über die Firma Phoenix Contact, seine Charaktere und deren gesunden Menschenverstand zu lesen - und dann auf halber Strecke haut mir der Autor das übliche wichtigtuerische Beratergeschwätz um die Ohren, und das bis zum Ende des Artikels. Muss wohl etwas schiefgelaufen sein. Jedenfalls vergrätzen Sie mich damit als Leser. brand eins 06/2011 Ein Land im Rückwärtsgang
Matthias Mandak, Graz
In dem Beitrag steht, dass Weißrussland eine Fläche von 208 Millionen Quadratkilometer hat. Richtig muss es heißen: 208 Tausend Quadratkilometer. (Anm. der Redaktion: Der Leser hat recht, und wir bedauern den Fehler.) brand eins 05/2011 Schwerpunkt Respekt
Johanna Maria Farina, Köln
Um dem Respekt Rechnung zu tragen, habe ich meine langjährige Tätigkeit als Promoterin im Below-the-Line-Marketing an den Nagel gehängt. Ich konnte die Anforderungen nicht mehr reinen Gewissens erfüllen. Von Moral oder Ethik sollte ebenfalls geschwiegen sein. 1992 startete ich unwissend in diesem Bereich. Heute kann ich sagen, dass ich nichts mehr wissen mag ... ein Paradebeispiel an nicht vorhandenem Respekt, und das vor dem eigenen Selbst. Daher Respekt meinerseits. brand eins allgemein
Name ist der Redaktion bekannt, Hamburg
Es ist an der Zeit, danke zu sagen. Hätte ich brand eins nicht gehabt, wäre mein Studium womöglich anders verlaufen: Als Kulturanthropologie-Studentin hatte ich mir in den Kopf gesetzt, im zweiten Hauptfach Betriebswirtschaft zu studieren. Eine Entscheidung, die meist mit Unverständnis kommentiert wurde und die auch ich regelmäßig bereut habe. In mit der Zeit vorhersehbaren Abständen bekam ich meine sogenannten BWL-Krisen. Wenn der Mensch nur noch Produktionsfaktor sein sollte, wenn Mitarbeiterführung mehr als notwendiges Übel gesehen wurde, wenn es immer nur um den Gewinn und so gut wie nie um die Mittel, diesen zu erreichen, ging, wenn Marketing nur noch hieß, noch lauter zu schreien. Und wenn es darum ging, 800 Seiten so gut wie auswendig zu können, sodass man nicht mehr wirklich Zeit hatte, darüber nachzudenken. In diesen Krisen hat mir brand eins geholfen. Sie hat mir immer wieder gezeigt, dass Wirtschaft mehr ist als das, was man im BWL-Studium lernt.