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yasni GmbH

Yasni sammelt alles ein, was es online über Menschen zu finden gibt. Das ist wohl legal, aber durchaus umstritten. Ein Firmenbesuch.




- Es gibt Unternehmen, die kaum jemand mag und die trotzdem verblüffend erfolgreich sind. Yasni, eine sogenannte Personensuchmaschine im Internet, gehört dazu. Sie sammelt - einfach ausgedrückt - alles ein, was zu einem Namen im Netz zu finden ist, und zeigt diese Links, Bilder und sogar Telefonnummern auf einer Website an. Freundlich formuliert, ist Yasni eine Art Google für Menschen, mit dem sich unter anderem das eigene Bild im Netz kontrollieren lässt. Unfreundlicher könnte man sagen: Die Firma nutzte die Transparenz des Internets aus, um ohne Erlaubnis mit persönlichen Daten Geld zu verdienen.

Yasni ist nach eigenen Angaben die weltweit meistgenutzte Personensuchmaschine mit 22 Millionen Besuchern, 50 Millionen Zugriffen im Monat und mehr als einer Million registrierten Nutzern. Das Unternehmen gibt es seit Ende 2007 in Deutschland. Österreich und die Schweiz folgten ein Jahr darauf. 2008 war Yasni die am schnellsten wachsende deutsche Website, im selben Jahr startete eine englische Version, 2010 eine französische. Anfang dieses Jahres kam eine spanische dazu - als Nächstes ist ein italienischer Ableger geplant. Mit knapp 20 Mitarbeitern in Leipzig und Frankfurt erwirtschaftet Yasni einen sechsstelligen Umsatz pro Monat und arbeitet profitabel.

Doch wer den Firmennamen googelt, findet vor allem empörte Nutzerkommentare, Blog-Einträge und Artikel. "Gemeinsam gegen Yasni" heißt es da oder "Ärger mit der Yasni GmbH". Es ist von "Unwahrheiten" die Rede, von "Schleppnetz-Fischern" und "Abmahnung als letzte Option?". Die Online-Publikation "Netzwertig" resümiert trocken: "Zu behaupten, Personensuchmaschinen gehörten zu den weniger glamourösen Start-up-Kategorien, wäre wahrscheinlich noch eine Untertreibung." Nein, Yasni hat - zumindest auf den ersten Blick - wenige Freunde in der Web-Community.

Wer den Mann besuchen will, der den Zorn so vieler entfacht, muss ins Frankfurter Mertonviertel in die Lurgiallee fahren. Dort steht ein Einkaufszentrum, im Erdgeschoss ein italienisches Restaurant, Beton-Tristesse. Yasni findet sich auf keinem der Firmenschilder, man muss also schon wissen, dass der Aufgang D in der Mitte der Shopping-Passage, der richtige ist. Dort taucht auf einem Klingelschild über Srilankan Airlines und der Deutsche Assekuranz Makler GmbH ganz klein der Firmenname auf. Das Unternehmen, das Geld mit Suche verdient, ist nicht leicht aufzuspüren und der Firmensitz wenig repräsentativ. Aber Bescheidenheit ist ja nicht unanständig und Yasni jedenfalls keine Briefkastenfirma.

Steffen Rühl, groß, blass und mit Haaren, die so tiefschwarz sind, dass sie gefärbt wirken, sitzt im hintersten von nur sechs Büros. Der Mitgründer und Geschäftsführer dirigiert den Besucher gleich in den einzigen kleinen Besprechungsraum, an dessen Tür Interrogation Room steht, weil hier auch Vorstellungsgespräche stattfinden. Bei Yasni haben alle Büros solche Namen, Godfathers steht an einem, Engine Room an dem gegenüber. Es gibt offenbar so wenig Besuch, dass man sich solchen Humor leisten kann.

Nein, sagt Rühl gleich zum Einstieg, Yasni sei zwar ein Startup, aber keines dieser überkandidelten aus der New-Economy-Zeit, an die sich der 39-Jährige noch gut erinnere, vielmehr bodenständig und kostenbewusst. "Das hier ist nicht das Googleplex", sagt er. Die Miete im Einkaufszentrum ist günstig, er wohnt gleich um die Ecke, und zum Flughafen ist es eine halbe Stunde mit dem Auto. Auf dem Konferenztisch liegen für das Gespräch je ein Plastikbeutel mit kleinen Bounty- und Snickers-Riegeln bereit. Rühls Kostenbewusstsein hat System - sein erst vier Jahre altes Unternehmen hat Mitte 2010 die Gewinnschwelle erreicht und finanziert sich heute aus dem Cashflow.

Die perfide Logik: Wer seine Daten schützen will, muss sie selbst für Yasni aufbereiten

Im Gespräch ist der Gründer auf eine leicht lauernde Art freundlich. Er hat Erfahrung mit Journalisten. Die meisten riefen nur kurz an, stellten ein paar Fragen und verdrehten ihm hinterher das Wort im Mund. Yasni unsympathisch zu finden ist leicht und Rühl oft der Prügelknabe, ein einfaches Opfer. Umso mehr drängt es ihn, seine Geschichte einmal richtig zu erzählen. Wie er früher im Marketing der Internet-Jobbörsen Jobscout24 und Jobpilot gearbeitet hat. Wie er merkte, dass Personaler sich zunehmend nicht mehr auf Lebensläufe verlassen, sondern Bewerber googeln. Wie er dachte: Bestimmt gibt es für diesen Zweck eine Personensuchmaschine. Gab es aber nicht. Wie er die 2007 dann selbst erfand. Und damit zugleich eine Marktlücke entdeckte und für einen Riesenaufreger sorgte.

Das Prinzip ist simpel: Rühls Rechner durchforsten das Internet nach allen Informationen, die zu einem Namen passen und stellen sie gesammelt auf der eigenen Website dar. Yasni speichert also keine eigenen Daten, sondern aggregiert lediglich Gefundenes. Kritiker haben einiges an diesem Verfahren auszusetzen. Die meisten stören sich an der Tatsache, dass da überhaupt irgendwer ungefragt Personendaten zusammenpuzzelt. Bloß weil ich auf Facebook, Xing oder in meinem Blog Informationen preisgebe, heißt das noch lange nicht, dass ich sie auch Yasni geben will, so der Tenor. Juristisch geht es um zwei Fragen. Erstens um die urheberrechtliche: Darf Yasni zum Beispiel Fotos einer Person abbilden, die es über die Google-Bildersuche findet? Zweitens die datenschutzrechtliche: Werden hier von Menschen, die nicht ihr Einverständnis gegeben haben, immer genauere Profile erstellt, die später wozu auch immer genutzt werden können?

Die urheberrechtliche Frage ist inzwischen zugunsten von Yasni geklärt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat im vergangenen Jahr die Klage einer Künstlerin abgewiesen, die nicht wollte, dass ihre Werke als kleine Vorschaubildchen in der Google-Bildersuche abgebildet werden. Ob dieses Urteil auch für andere Suchmaschinen, speziell Yasni, galt, war danach noch strittig - nicht zuletzt wegen einer technischen Spitzfindigkeit: Yasni durchsucht offenbar nicht selbst das Internet mit sogenannten Crawlern, sondern bedient sich nur bei bereits indexierten Suchergebnissen anderer, vor allem von Google, die es quasi zweitverwertet.

Das Hamburger Landgericht hat im April zugunsten von Rühl entschieden: "Die Entscheidung 'Bildervorschau' des BGH ist auch auf den vorliegenden Fall anzuwenden", heißt es in der Urteilsbegründung: "Eine Unterscheidung zwischen Suchmaschinen, die eine eigene Indexierung der Inhalte des Internets betreiben, und solchen, die lediglich auf durch andere Suchmaschinen gefundene Ergebnisse zurückgreifen, ist der Entscheidung nicht zu entnehmen." Dies führe "zu dem Ergebnis, dass sich Betreiber von Internetseiten entscheiden müssen, ob sie ihre Inhalte gegen Suchmaschinen insgesamt abschirmen, wenn sie eine Anzeige durch Suchdienste verhindern wollen, die wie derjenige der Beklagten funktionieren".

Einfacher gesagt: Nur Yasni ausschließen geht nicht. Entweder man will online gefunden werden - dann aber auch von allen Anbietern - oder eben nicht. Die Richter der Hansestadt entlasten Rühls umstrittenen Service nicht nur, sie adeln ihn geradezu: Suchmaschinen ermöglichten erst "eine umfassende Nutzung des Internets und erfüllen so eine für die Allgemeinheit nützliche Funktion", schreiben sie: "Dabei ist nicht zwischen einzelnen Suchmaschinenbetreibern zu unterscheiden."

Das Thema ist für Rühl damit erledigt. Andere glauben, die Diskussion stehe erst am Anfang. Für Carsten Ulbricht, Stuttgarter Rechtsanwalt mit Schwerpunkt Internetrecht und Web 2.0 ist das Urteil eine "Mauschellösung". Sein Haupteinwand ist die absolute Natur der technischen Bedingungen: "Als Nutzer habe ich keine Wahl - wenn ich Yasni ausschließen will, muss ich auch Google ausschließen. Diese Differenzierung verstehen die Richter nicht", sagt der Jurist.

In den Gerichtsurteilen geht es um den urheberrechtlichen Aspekt. Ulbricht hält den datenschutzrechtlichen für wichtiger: "Durch die Aggregation entstehen bei Yasni neue Datensätze, ganze Profile. Und wir sind erst am Anfang dieser Entwicklung." In Deutschland gelte das Recht auf informationelle Selbstbestimmung, sprich: Man muss fragen, bevor man personenbezogene Daten veröffentlicht. Opt-In heißt das im Juristenenglisch. Im Fall von Yasni gilt hingegen das Opt-Out-Prinzip. Ich muss als Betroffener explizit meine Informationen technisch für alle Suchmaschinen unlesbar machen, um nicht dort aufzutauchen.

Dass die Betroffenen alle Daten freiwillig veröffentlichen, will Ulbricht nicht gelten lassen: "Yasni erhebt auch Daten von Minderjährigen. Können Sie wollen, dass alles, was Ihre Kinder im Internet schreiben, auf einer Seite zusammengeführt wird?" Eine für die Allgemeinheit nützliche Funktion mag er, anders als das Hamburger Gericht, Yasni nicht zubilligen: "Ich könnte ja morgen einfach sagen: Ich mache eine Suchmaschine auf", polemisiert er: "Was gehört denn dazu - ein Suchfenster auf einer Website? Und dann kann ich Inhalte aggregieren, wie ich will?"

Steffen Rühl rührt die kleinen Snickers nicht an, er muss reden, muss sich gegen solche Vorwürfe verteidigen. Ärgerlich findet er die Anfeindungen nicht, sagt er, vielmehr "manchmal auch lustig". Die Souveränität wirkt leicht gequält, die Argumentation aber in vielen Debatten verfeinert: Er inszeniert sich als Aufklärer. "Viele Internetnutzer haben eine Vogel-Strauß-Haltung, wenn es um ihre Daten geht. Wir machen den Menschen deutlich, womit sie sich befassen müssten." Dass es nämlich online jede Menge Informationen über die Leute gibt, die sie selbst freigegeben haben und die nun jeder anschauen und - ja - auch zusammenstellen kann. "Wir legen den Finger in die Wunde."

Yasni sei, sagt Rühl, ein Mittel, die "Online-Reputation" zu steuern, ein Werkzeug zum "Ego-Marketing" oder "Self-Branding" - Neologismen, die seit ein paar Jahren an Bedeutung gewinnen. "Erst um 2007 kam doch auf, dass man sagte: Ich google mich, oder ich google andere Menschen." Die Empfehlung mancher Experten, möglichst wenig über sich im Netz zu veröffentlichen, sei falsch. Denn dann findet das Date oder der Personaler ja jene Dinge zum Namen, auf die man nicht so stolz ist. "Ich muss also im Gegenteil steuern, was über mich im Netz zu finden ist", sagt Rühl. "Da hat in den vergangenen Jahren ein Umdenkprozess stattgefunden, den wir sehr stark mitgeprägt haben."

Dass Yasni zum Beispiel Informationen aus individuellen Wunschlisten des Internetbuchhändlers Amazon zum jeweiligen Namen veröffentlichte, fanden anfangs viele unmöglich. "In der Personalerbranche ist das aber ein alter Hut, um Bewerber auszuchecken", weiß Rühl. "Die Listen waren schon immer öffentlich." Die Gegner von Yasni seien oft sehr junge Prinzipienreiter, behauptet er leicht abschätzig, und zwei Gruppen, die ihre Daten besonders häufig gelöscht sehen wollten: "Betrüger und Rechtsradikale." Selbstzweifel sind nicht Steffen Rühls Problem.

Schreibt jemand Yasni, dass er aus dem Verzeichnis gelöscht werden möchte, ist das für den Gründer "ein Zensurwunsch, ein Verstoß gegen die Meinungsfreiheit". Schon weil einem Namen in der Regel mehrere Personen zugeordnet werden können, wolle er ihn nicht ganz aus dem Verzeichnis nehmen.

Und wenn er den Namen klar einer Person zuordnen könnte? "Würden wir sicherstellen, dass ein bestimmter Nutzer gemeint ist, wäre das eine Profilierung, die wir nicht machen wollen und dürfen", entgegnet Rühl. Und was folgt daraus? Wer sicherstellen will, dass Daten auf Yasni auch wirklich zu seiner Person gehören, kann kostenlos ein sogenanntes Exposé anlegen - also quasi selbst tun, was Rühl nicht darf: Informationen zu einem autorisierten Profil verdichten. Mit diesen verifizierten - im Fachdeutsch "sauberen" - Datensätzen kann Yasni dann wiederum besser zielgerichtete Werbung verkaufen.

Ganze Namen entfernt Yasni also prinzipiell nicht aus der Personensuche - das Unternehmen prüft bei Beschwerden aber immerhin einzelne Links darauf, ob sie gegen das Persönlichkeitsrecht verstoßen. Zur Illustration erzählt Rühl von dem Vater, der ein Nacktvideo seiner Tochter fand: "Das haben wir dann mal schnell rausgenommen." Auch Prominente wie Michael Schumacher oder Verona Pooth ließen schon mal schreiben. "Aber die haben Anwälte, die sich auskennen. Wenn man denen vernünftig antwortet, ist schnell Ruhe."

Mit der Aufregung über seine Suchmaschine hat der Gründer kalkuliert

Tatsächlich nutzt Rühl die Empörung zu Marketingzwecken. Vor Yasni hatte er schon andere provokante Start-up-Ideen, zum Beispiel die, Geldgeber online in Studenten investieren zu lassen, komplett mit Kursentwicklung und Rendite. Das lief nicht so gut. Erst bei Yasni ging die Rechnung auf, einen Dienst zu starten, über den sich alle ereifern. "Die Kritik im Netz war gut, dadurch sind wir groß geworden", sagt er: "Mit irgendeinem weich gespülten Thema hat man als deutsches Start-up keine Chance, weil man einfach nicht die Geldmengen wie in den USA bekommt."

Was zu der Frage führt, womit Yasni eigentlich Geld verdient. Darauf gibt es zwei Antworten. Die erste gibt Steffen Rühl am liebsten, und sie lautet: mit Personal-Branding. Hat ein Nutzer erst mal sein kostenloses Exposé angelegt, sich also sozusagen als Person identifiziert, kann er seinen Namen mit bestimmten Schlagwörtern verbinden. Also zum Beispiel: "Franz Müller" mit "Klempner, Berlin". Yasni nimmt eine Gebühr dafür, dass Müller dann ganz oben in der Liste von Suchergebnissen erscheint.

"Im Wunschszenario bekommen Menschen über uns mehr Aufträge, bessere Jobs", so Rühl. Zielgruppe seien "Ärzte, Anwälte, Handwerker, jeder, der unter seinem Namen am Markt auftritt. Aber auch ganz normale Angestellte, die gefunden werden wollen." Ein Porsche-Headhunter könnte dann bei Yasni etwa nach "Marketing, BMW" suchen und bekäme wechselwillige Mitarbeiter angezeigt. "Wenn das genügend Leute erkannt haben, kann man damit sehr viel Geld verdienen", sagt Rühl. Die wichtigen Wörter sind "Wunschszenario", "wenn" und "kann". Bisher zahlen für den Service nur ein paar Hundert Kunden.

Also, und das ist die zweite und wichtigere Antwort, macht Yasni den allergrößten Teil seines Umsatzes mit genau dem, was Kritiker dem Unternehmen vorwerfen: auf Personendaten mehr oder weniger gut angepasste Online-Werbung verkaufen. In der Praxis wirkt dieses "Matching" wenig beeindruckend: Da erscheint dann zum Beispiel bei der Suche nach "Markus Albers" ganz oben eine Textanzeige: " Jetzt Markus Albers schnell und bequem erreichen: 118000 anrufen!" Das sei nicht sehr elegant und streng genommen eine Täuschung, findet Igor Schwarzmann, Geschäftsführer der Berliner Agentur Third Wave, die Unternehmen in Sachen Online-Strategie berät: "Ich habe wenig Vertrauen zu Personensuchmaschinen, weil sie dubiose Werbeformen zu haben scheinen", so der Social-Media-Experte.

Schwarzmanns Haupteinwand gegen Rühls Service ist inhaltlicher Natur: "Wenn ich nach einer Person auf Google suche und die ersten Ergebnisse stammen von Yasni, dann gibt es über die Person in der Regel nicht viel Interessantes zu finden." Wer etwa einen Blog betreibe oder aktiv twittere, werde darüber vermutlich eher gefunden als über die Personensuchmaschine. "Nur wenn eine Person im Internet kaum oder gar nicht mit eigenen Inhalten aktiv ist, sind die ersten Suchtreffer von Yasni." Der Service hat dementsprechend eher ältere Nutzer, die sich quasi ein Telefonbuch für dieses unübersichtliche Internet wünschen.

Was den Antworten zu Einnahmequellen eine dritte - für Start-ups durchaus typische - hinzufügt: Yasni soll irgendwann an einen Investor gehen. Der österreichische Konkurrent, die Personensuchmaschine 123people, wurde 2010 für geschätzte 10 bis 15 Millionen Euro von Pages Jaunes gekauft, den französischen Gelben Seiten. Das deutsche Pendant könne sich Steffen Rühl als Käufer gut vorstellen, lässt er durchblicken.

Dazu muss er aber zunächst sein eigentliches Problem lösen. Eines, das nichts mit Datenschutz oder Urheberrecht zu tun hat, das dennoch viele kennen, die spontan auf einen Yasni-Link bei Google geklickt, die Seite aber nach wenigen Sekunden ratlos wieder verlassen haben: Man weiß schlichtweg nicht, was dieses konfuse Sammelsurium an Links, Logos und blinkenden Anzeigen eigentlich soll. Die Website sei aufgrund ihrer Unübersichtlichkeit und der teils perfiden Werbeformen schlichtweg "unbenutzbar", findet Schwarzmann.

Nein, Ästhetik ist eindeutig nicht die Stärke von Yasni, nur: Mit einem unprätentiösen Büro und billigen Bounty-Riegeln Geld zu sparen ist das eine - eine hässliche und unverständliche Website aber stellt Rühls ganzes Geschäftsmodell infrage. Der Gründer hat das offenbar erkannt, sein kleines Team arbeitet gerade an einer besseren grafischen Darstellung der Suchergebnisse, die im Spätsommer online gehen wird. "Den Nutzern soll durch eine klarere Strukturierung deutlicher werden, was sie auf Yasni überhaupt machen können", sagt Rühls Pressesprecher ganz offen.

Eine interessante Aussage: Informationen übersichtlich aufzubereiten müsste eigentlich die Kernkompetenz von Personensuchmaschinen sein. -