Partner von
Partner von

leserbriefe@brandeins.de

brand eins 01/2011 Schwerpunkt Freiräume
Ute Müller, Bonn


Was gäbe es für einen besseren Start ins neue Jahr, als bei einem großen Milchkaffee die unglaublichen Geschichten im neuen Heft zu lesen? Wie großartig und anregend, ob nun Torten, Augen, Spiele, Angela Jansen etc. Danke! Danke für die Auswahl der richtigen Geschichten, die so viel Hoffnung und Antrieb geben, im Jahr 2011 endlich das zu machen, was man schon immer wollte!

brand eins 01/2011 Editorial
Martin F. Krafft, München

Die ersten zehn Jahre des Millenniums waren bereits vor einem Jahr vorbei. Sie sind mit Ihrer Revue aber nicht allein, in vielen Medien werden zurzeit "die ersten zehn Jahre des Millenniums" beleuchtet. Stören tut's ja nicht, schließlich war der 1.1.2001 auch nicht anders als der 1.1.2000 - wenn man sich den Medienrummel mal wegdenkt.

brand eins 01/2011 Der Preis der Freiheit
Bent Herzog, Bonn

Wenn Herr Clement Willy Brandt zitiert, dann doch bitte richtig. "Wenn ich sagen soll, was mir neben dem Frieden wichtiger sei als alles andere, dann lautet meine Antwort ohne Wenn und Aber: Freiheit. Die Freiheit für viele, nicht nur für die wenigen. Freiheit des Gewissens und der Meinung. Auch Freiheit von Not und von Furcht. (...) dass es vor allem Solidarität ist, die den Schwachen zu mehr Freiheit verhilft." Und auch dieses Zitat geht nicht weit genug. Wer sich wirklich für einen modernen Freiheitsbegriff interessiert, dem sei Brandts Abschiedsrede vom Parteivorsitz ans Herz gelegt (www.bwbs.de/ UserFiles/ File/ PDF/WillyBrandtAbschiedsrede.pdf ). Freiheit bedeutet eben immer auch Verantwortung, "die Bewegungsfreiheit des Einzelnen - in sozialer Verantwortung".

brand eins 01/2011 Die Kreativ-Maschinisten
Andrea Teupke, Frankfurt

Auch wenn "Ich setzte den Fuß in die Luft. Und sie trug." möglicherweise für die Protagonisten des Porträts lediglich ein Satz ist, "den sie irgendwo gelesen haben" - von der Redaktion hätte ich genug literarische Bildung erwartet, um das Zitat zuordnen zu können: Es stammt von Hilde Domin, einer der wichtigsten deutschsprachigen Dichterinnen des vergangenen Jahrhunderts.

brand eins 12/2010 Das outgesourcte Kind
Verena Walter, Berlin

Insgesamt erkenne ich nicht die Elternschaft "unserer" Kita wieder. Abgesehen von dieser Verzerrung, reißt der Text Probleme berufstätiger Eltern an, die eine einigermaßen gleichberechtigte Partnerschaft auch mit Beruf und Kindern zu leben versuchen. Aber er hat für ihren Balanceakt nur Häme oder Mitleid übrig und schreibt Probleme kurzerhand dem Ehrgeiz oder der Blödheit von Eltern zu. Eine vertane Chance, informativ und konstruktiv das Thema "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" zu beleuchten.

brand eins 12/2010 Geld kriegt keine Kinder
Bernhard Huber, München

Es wird gern vergessen, dass den Leistungen für Familien Leistungen von Familien gegenüberstehen. 2005 hat die Robert Bosch Stiftung in einer Studie betont, zu den wichtigsten Bedingungen einer gerechten Familienpolitik gehöre ein angemessener Ausgleich zwischen den privaten Lasten und den öffentlichen Gewinnen jeder Investition in Kinder. Zusammen mit dem Ifo Institut wird festgestellt, ein "heute geborenes Kind, das im Blick auf sein Erwerbsverhalten, sein Einkommen und zahlreicher weiterer Merkmale als durchschnittlich anzusehen ist", bringe dem Staat mehr finanzielle Vorteile, als es ihn selbst koste. Konkret belaufe sich diese Summe über seinen gesamten Lebenszyklus und unter Berücksichtigung der Effekte aller Nachkommen, die von ihm im Durchschnitt zu erwarten seien, auf rund 77 000 Euro.

Aber Eltern kennen das Spiel: Früher wurden sie, vor allem die Mütter, mit dem Hinweis vertröstet, ihre Leistung sei unbezahlbar, was nichts anderes heißt, dass sie "eigentlich" bezahlt gehört. Heute versagt man den Eltern ihren Lohn mit dem Hinweis, der Staat lasse eh die Milliarden per Gießkanne auf sie regnen. Dabei ist sogar das Kindergeld nichts anderes als die Rückzahlung verfassungswidrig erhobener Steuern! Der fünfte Familienbericht sagt aus, dass die Familie "der bevorzugte Ort der Entstehung und Erhaltung von Humanvermögen" ist. Wenn das zutrifft, besitzt die Familie so etwas wie ein natürliches Monopol, dieses so dringend benötigte Vermögen zu produzieren. Das heißt: Billiger ist es nicht zu haben, und wenn man es nicht haben will, wird es teuer.