Partner von
Partner von

leserbriefe@brandeins.de

brand eins 07/2011 Der Akku im Kanal
Christa Berner, Friedrichshafen
Der Artikel ist sehr interessant. Allerdings sollte es nicht passieren, dass die Energieeinheit falsch dargestellt ist. Die Energieeinheit ist 1 kWh = 1 Kilowattstunde = 1 Kilowatt mal 1 Stunde (und nicht pro Stunde). Energie ist nämlich Leistung mal Zeit. Um es an einem anderen Beispiel zu veranschaulichen: 1 Lichtjahr heißt auch 1 mal Lichtgeschwindigkeit mal Jahr, und das ist letztlich eine Angabe in Kilometern, denn Weg ist Geschwindigkeit mal Zeit. Oder: 1 Amperestunde = 1 Ampere mal 1 Stunde ist die Ladung, die in einer Batterie getrennt vorliegt; das ist eine Angabe auf vielen Batterien, und sie gibt an, wie lange eine Batterie einen bestimmten Stromfluss aufrechterhalten kann.


In vielen Publikationen liest man falsche Einheiten im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien, Energiespeichern, Strom und Spannung. Vielleicht könnte es sich lohnen, das in einem oder mehreren Artikeln zu thematisieren.

brand eins 07/2011 Vorsicht, Studie!
Matthias Mack, per E-Mail
Noch vor den Ungereimtheiten im Datenvergleich frage ich mich, wie Statistiker eigentlich zu einem Kausalzusammenhang kommen. Soweit ich das sehen kann, gibt es dafür keine wissenschaftliche Grundlage. In den meisten Fällen sieht das für mich so aus, als wenn der Kausalzusammenhang nur hineininterpretiert wird - natürlich ohne das zu erwähnen. Sonst könnte es ja auffallen, wie haltlos das ist. Da dieses Verfahren so weit verbreitet genutzt wird, um Entscheidungen zu finanzieren oder Hyperaktivität zu begründen, wäre das allein mal ein Thema für eine Ausgabe "Ich weiß, dass ich nichts weiß". brand eins 07/2011 Die Weggucker
Hannes Streng, Fürth
Trotz allem Widerwillen kann man auch die Demonstranten in Athen verstehen, denen die Oberen vorgelebt haben, wie man sich skrupel- und hemmungslos bereichert. Eine weitgehende Enteignung der 20 reichsten Familien würde nicht nur den Glauben an die Gerechtigkeit beim Volk wieder wachsen lassen, sondern dem Land mindestens zwei, drei Jahre Luft verschaffen, um sich wieder zu erholen. brand eins 07/2011 Die Weggucker
Olaf Thuma, Stuttgart
Zwei Korrekturen zu diesem Artikel. Unter 1992 heißt es: Am 7. Februar werden in Maastricht die europäischen Verträge von den Mitgliedern des Europarats unterzeichnet. Ihre Autorin sollte sich einmal über den Unterschied zwischen Europäischem Rat und Europarat informieren. Der Europarat hat mit der Währungsunion gar nichts zu tun. Und die Bildunterschrift zur EZB-Baustelle in Frankfurt: Das Gebäude wurde nicht fertiggestellt, sondern wird derzeit gerade erst errichtet. brand eins 06/2011 Das Wachstumsrätsel
Joachim Recktenwald, Trier
Herr Sinn neigt zu provokanten Ex-cathedra-Statements. So auch in seiner Stellungnahme zu dem "Economist"-Artikel, auf den Sie sich beziehen. Mit seiner Ansicht steht er allerdings allein auf weiter Flur. Und die argumentative Unterfütterung seiner These ist er bislang schuldig geblieben. Darum gilt bis auf Weiteres: Der "Economist" hat sich nicht verrechnet. Und Sie taten gut daran, ironische Distanz zu wahren. brand eins 06/2011 Von wegen Hühnerstall
Nicole Heintz, Frankfurt
Vielen Dank für diesen Artikel! Ich war zehn Jahre lang bei einer großen deutschen Investmentbank angestellt. Habe mit ca. 100 Kollegen im Großraumbüro gesessen - und ich vermisse es! Ich arbeite nun seit einem Jahr bei einer Real-Estate-Firma, und diese Einzelbüros sind einfach fürchterlich. Man sieht nicht auf Anhieb, welcher Kollege da ist und welcher nicht. Wer telefoniert gerade? Wer ist eben mal rausgegangen? Der Informationsfluss ist eine Katastrophe. Interessanterweise verwechseln auch die jungen Kollegen - von denen man vielleicht etwas mehr Aufgeschlossenheit und Flexibilität erwarten würde - ihr Büro mit dem heimischen Wohnzimmer. Ich kann mit diesem Wunsch, mein Büro persönlich einzurichten, einfach nichts anfangen.

Mein nächster Arbeitgeber wird wieder ein Großraumbüro haben und hoffentlich so ausgestattet sein wie bei der Firma Vitra. Sich einfach da hinsetzen, wo Platz ist - herrlich!