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brand eins 08/2011 Schwerpunkt Heimliche Helden
Matthias Mack, per E-Mail

So viele Geschichten über Menschlichkeit und Wertschätzung. Ich glaube, dieses Mal habe ich das Heft komplett gelesen.


brand eins 08/2011 Fußball gehört allen
Jörg Kunz, Regensburg

Als Sportfan danke ich von Herzen für diesen Artikel. Er zeigt ganz wunderbar die unglaubliche Arroganz und den maßlosen Selbstüberschätzungswahn der Fußballfunktionäre. Man denkt unweigerlich an die russischen Matrjoschka-Puppen. Nach innen kleiner werdend, aber doch im Wesentlichen identisch. Was will man auch bei einem Dachverband Blatterscher Prägung erwarten? Da stehen die nationalen Verbände und deren Vertreter nicht hinten an. Interessant ist, dass diesen Leuten offensichtlich jegliches Unrechtsbewusstsein vollkommen abhandengekommen ist. Die personifizierte Selbstgerechtigkeit. Und so geht man auch mit seiner Umwelt um. "Wie der Herr, so's G'scherr" sagt man in Bayern. Unfassbar, eigentlich. Man wünscht sich die Kraft, abzuschalten, eigentlich. Denn ohne uns, die Zuschauer, wäre dieser Funktionärs-Gutsherren-Fußball national wie international nichts. Eigentlich. brand eins 08/2011 Gute Frage: Öko-Wälder
Gregor Müller, Hamburg

Es ist völlig absurd, dem FSC zuzuschreiben, dass die von ihm zertifizierten Wälder bzw. Produkte generell ökologisch nachhaltig seien. Das behauptet der FSC nicht einmal selbst. Warum um alles in der Welt wird immer wieder solch ein verschobenes Bild dem Verbraucher vermittelt? Lediglich die Holz-Lobby und ein paar große "Umweltschutzorganisationen" suggerieren dies.

Das Einzige, was der FSC mit seiner Reputation erreicht hat, ist, dass mehr Tropenhölzer und boreale Hölzer eingeschlagen werden. Die Türen des Tropenholzimports sind wieder weit geöffnet, mit der Folge, dass das Tropenholz stärker konsumiert wird als zuvor. Durch das Siegel wird nämlich suggeriert, dass alles gut ist, wo FSC draufsteht - egal, wo es herkommt. Tropenholz und boreales Holz sind also wieder hoffähig. Kann der Durchschnittsverbraucher unterscheiden, ob es sich um kanadische Kiefern aus einem FSC-zertifizierten, aber kahl geschlagenen, gemäßigten Regenwald handelt oder um eine FSC-Kiefer aus Deutschland? Mit dem Logo wird bewusst in Kauf genommen, dass die Grenzen verschwimmen. Der Verbraucher verlässt sich blind.

Richtig müsste die Antwort auf Ihre Artikelüberschrift "Wo wachsen eigentlich all die Öko-Wälder?" also heißen:

- zum Beispiel in den Tropen, wo auch in FSC-zertifizierten Wäldern durch internationale Holzkonzerne noch immer Raubbau betrieben wird, Korruption an der Tagesordnung ist und Verbrechen an indigenen Völkern verübt werden,

- zum Beispiel in Afrika, wo auf FSC-zertifizierten Monokulturen der Abschuss von Pavianen zur Schädlingsbekämpfung freigegeben ist (http://www.prowildlife.de/PM14/06/11),

- zum Beispiel in borealen Gebieten Kanadas oder Russlands, wo riesige schützenswerte Primärwälder kahl geschlagen werden.

Ob das die passende Grundlage ist, um von ökologisch nachhaltiger Waldwirtschaft bzw. von Öko-Wäldern zu sprechen?

brand eins 05/2011 Zuzeln und knallen lassen
Piet Niessen, Bergisch Gladbach

Spannend finde ich kurze prägnante Features über Marken wie im Mai über Capri-Sonne. Für mich war neben den unfassbar hohen Absatzzahlen verblüffend, dass die Verpackung ökologisch ist. Nicht erwähnt haben Sie die kürzliche umfangreiche Beteiligung des Inhabers Wild an der Firma Sunwin, einem der weltweit größten Produzenten eines natürlichen Zuckerersatzes aus der Stevia-Pflanze. Dieser Süßstoff ist in Teilen Europas schon erhältlich und soll in Kürze eine EU-weite Zulassung bekommen. Bin gespannt, was passiert, wenn die genannte Brause wirklich gesund wird. brand eins allgemein
Marc Schlegel, St. Gallen/Schweiz

Trotz Studentenbudget: Warum kauf' ich brand eins eigentlich immer nur am Kiosk? Für jeweils CHF 12,40? Statt für umgerechnet CH F60 im Studenten-Jahresabonnement? Ich find' euch einfach gut. Und ich will, dass ihr weitermacht. (Anm. der Redaktion: Das wollen wir auch - aber wir wollen unsere Schweizer Leser auch nicht über Gebühr belasten. Deshalb reagieren wir ab der Oktober-Ausgabe auf die aktuelle Währungsentwicklung, die den Euro gleichauf mit dem Schweizer Franken sieht; ab Oktober kostet brandeins in der Schweiz CHF 7,60).