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Wir sind so frei

Der Job fürs Leben - das war einmal. Heute ist die Arbeitswelt auch für gut Ausgebildete unberechenbar. Und bietet ihnen doch Chancen wie nie.




- Heinz Brück malt. Endlich. Großformatige abstrakte Bilder, oft mit einer politischen Aussage wie das mit dem Titel "Macht", in denen er seine Wut über George W. Bush und den Irak-Krieg verarbeitete, oder "Hin und Her" über die Berliner Regierungskoalition. Wenn Brück im Dachgeschoss des Einfamilienhauses in Lünen bei Dortmund an der Staffelei steht, im ehemaligen Kinderzimmer seines Sohnes Dirk, das er zum Atelier umgebaut hat, dann ist er endlich der Künstler, der er schon in jungen Jahren hatte sein wollen. Sogar der Rektor seiner Schule kam damals, in den sechziger Jahren, um die Eltern davon zu überzeugen, dass der Junge es mit seinem außergewöhnlichen Talent zu etwas bringen könnte. Doch für Brücks Vater kam das nicht infrage. "Mein Sohn lernt etwas Vernünftiges", entschied er. So wurde Brück Ingenieur und verbrachte sein Arbeitsleben bei AEG.

Mit dem Malen hat er erst als Rentner wieder angefangen. 68 ist er jetzt. Sein Sohn Dirk ist heute 38 und macht es anders. "Ich habe die Sicherheit gegen die Freiheit eingetauscht", sagt er selbstbewusst. Den festen Job hat der gelernte Kaufmann für audiovisuelle Medien hingeschmissen. Stattdessen versucht er sich nun als freier Künstler und komponiert Melodien für Werbeproduktionen und Dokumentarfilme.

Ein Beispiel dafür, wie sich die Zeiten und Werte geändert haben. Mitte des vorigen Jahrhunderts entstand, was man bis heute Normalarbeitsverhältnisse nennt: Vollzeit-Jobs mit Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung, Urlaubs- und Weihnachtsgeld - nicht selten bei ein und demselben Arbeitgeber von der Lehre bis zur Rente. Sie boten den meist männlichen Alleinverdienern und ihren Familien einen Platz in der recht komfortablen Mitte der Gesellschaft.

Heute basiert unser Sozialversicherungssystem zwar immer noch auf diesen Normalarbeitsverhältnissen, doch normal sind sie nicht mehr. Viele Menschen arbeiten mal Voll- und mal Teilzeit, nehmen sich für mehrere Monate oder auch ein Jahr Auszeiten vom Beruf. Sie machen sich selbstständig, wagen Neues und nehmen dafür Risiken in Kauf, die ihren Vätern noch unverantwortlich erschienen. Sie probieren sich aus oder kehren traditionelle Rollenmodelle um. Nicht immer freiwillig, aber auch wer einmal einen gewissen beruflichen Status erreicht hat, kann sich dessen nicht mehr sicher sein. Alles ist im Fluss.

"Früher hatte man Angst vor sogenannten Brüchen im Lebenslauf. Heute machen sie interessant", sagt Franziska Frank. Als Programmdirektorin an einer Privatuniversität in Berlin, die Weiterbildung für Manager anbietet, trifft sie zahlreiche Führungskräfte, die ein Sabbatjahr einlegen oder Erziehungszeiten für ihre Kinder. Die dreifache Mutter steht auch selbst für veränderte Arbeits- und Rollenmodelle. Als sie an diesem Mittwochabend gegen 19 Uhr nach Hause kommt, hat ihr Mann Jost Burger, 42, die Kinder bereits aus der Schule und der Kita geholt. Jetzt steht er in der Küche und bereitet das Abendbrot. Karla, mit sieben Jahren die älteste Tochter, hat sich mit einer Freundin in ihr Zimmer zurückgezogen. Der fünfjährige Hanno und die dreijährige Nora tollen durch die Dachgeschosswohnung in Friedrichshain, die hauptsächlich mit Franks festem Einkommen abbezahlt wird. Burger arbeitet als freier Journalist, damit das Paar Beruf und Familie unter einen Hut bekommt.

"Wir sind zur Geburt des ersten Kindes von München nach Berlin gezogen", erzählt der Vater, während er Zwiebeln und Wurst für einen bayerischen Wurstsalat schneidet. "Wir wollten eine große, bezahlbare Wohnung und eine gute Kinderbetreuung. Da kam eigentlich nur Berlin infrage." Eine Betreuungsquote von 42 Prozent bei den unter Dreijährigen, 94 Prozent bei den Dreibis Sechsjährigen, das sind Spitzenwerte in der Republik. Trotzdem: "Ich wüsste nicht, wie wir es anstellen sollten, wenn ich auch einen Fulltime-Job hätte. Wenn Kinder auf die Minute planbar wären, dann ja", sagt er und lacht. "Aber man muss ja doch immer Gewehr bei Fuß stehen, wenn die Kinder krank sind oder Arzttermine anstehen. Da muss man einen haben, der flexibel ist. Meine Texte kann ich auch abends schreiben oder frühmorgens, wenn die Kinder noch schlafen."

Im Hause Frank / Burger haben sie "die Vorteile beider Jobs kombiniert" und so ihren Platz in der Gesellschaft gefunden. Natürlich, sagt Franziska Frank, sei es manchmal belastend, die "Haupternährerin" der Familie zu sein. Und Jost Burger räumt ein, dass "die Sehnsucht nach Sicherheit schon manchmal da ist, klar, da wäre ich ja sonst ein seltsamer Mensch. Aber ich denke nicht mehr so in Gehaltskategorien. Es ist Arbeit da, und für einen Teil davon gibt es halt Geld."

Mittlerweile hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass es volkswirtschaftlich nicht sinnvoll ist, wenn ein Elternteil - meist sind es immer noch die Frauen - wegen der Kindererziehung ganz auf eine Berufstätigkeit verzichtet oder nur Teilzeit arbeitet. Die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder rechnet mit einer Milliarde Euro zusätzlich im Jahr an Steuereinnahmen und drei Milliarden Euro für die Sozialversicherungskassen, wenn 500 000 Mütter zusätzlich dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stünden. Genauso viele kehrten laut einer aktuellen Untersuchung im Auftrag ihres Ministeriums nach der Geburt eines Kindes wieder an den Arbeitsplatz zurück, wenn nur die Nachmittags- und Ferienbetreuung für ihre Kinder ausgebaut würde. In einer anderen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach klagen fast zwei von drei Müttern, Familie und Beruf ließen sich "alles in allem nicht so gut vereinbaren".

Grit Rehm hat sich deshalb selbstständig gemacht. Noch während der Schwangerschaft mit ihrem inzwischen siebenjährigen Sohn Louis war die heute 40-Jährige davon überzeugt, dass sie nach der Geburt zumindest in Teilzeit wieder an ihren Arbeitsplatz in der Werbeagentur zurückkehren würde. Zuletzt war sie dort "auf Kaugummi", wie sie im noch vertrauten Branchenjargon sagt, entwarf und verantwortete Kampagnen für Wrigley's. 80-Stunden-Wochen und Meetings abends um halb zehn waren keine Seltenheit. "Ich habe aber schon während der Schwangerschaft gemerkt, dass ich nicht mehr mit den ganz großen Aufträgen betraut wurde. Und als Louis dann da war, fiel mir auf, dass ich plötzlich kein Herzrasen und keine Bauchkrämpfe mehr hatte. Der ständige Druck, unter den ich mich im Job gesetzt hatte, war weg."

Die Idee mit der Boutique für schicke, aber preisgünstige Kinderbekleidung im kinderreichen Berliner Kollwitzviertel kam während eines Einkaufsbummels. "Hier gab es damals entweder sauteure Sachen zu kaufen oder Secondhand-Läden." Mit einer Freundin als Geschäftspartnerin, 30 000 Euro Privatkredit und einem Existenzgründerzuschuss des Arbeitsamtes ging es los. "Nach einem halben Jahr lief der Laden. Und er hat mir die Flexibilität gebracht, die ich für Louis brauche."

Rehms Eltern betrachteten den Berufswechsel ihrer Tochter zunächst mit Argwohn. Dass man einen guten Posten in einer renommierten Firma aufgab, erschien den beiden nahezu als Frevel. Dass Rehms Mutter als Ingenieurin für Investitionsplanung im Laufe ihres Berufslebens bei zwei Firmen arbeitete - erst beim Petrochemischen Kombinat, dann bei der PCK Raffinerie GmbH in Schwedt - war allein Folge des Namenswechsels nach der deutschen Vereinigung. Auch der Vater, Ingenieur für Bau-, Mess-und Regeltechnik, arbeitete durchgehend bei dem Unternehmen.

Doch die Zahl solcher Lebenszeitstellungen nimmt ab. Zwischen 1996 und 2008 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) sank die Zahl der unbefristeten Vollzeitjobs um sieben Prozent auf nur noch 22,9 Millionen. Im selben Zeitraum nahmen Teilzeitarbeit und Minijobs, befristete Beschäftigung, Selbstständigkeit und Leiharbeit stärker zu als die Zahl der Erwerbstätigen insgesamt. Ihr Anteil wuchs um 53 Prozent.

"Atypische" Erwerbsformen heißen sie im Verwaltungsdeutsch. Klaus Dörre, Arbeitssoziologe an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, spricht lieber von "nicht standardisierten Erwerbsformen". Die Unterscheidung in Normalarbeitsverhältnisse und atypische Erwerbsformen, sagt er, sei schon deshalb nicht mehr zeitgemäß, "weil das Normalarbeitsverhältnis ganz klar eine Herrschaftsverhältnisvariante beeinhaltet. Es war lange Zeit mit einem Ein-Ernährer-Familienmodell verbunden."

Heute kaum noch vorstellbar - aber bis 1976 mussten Frauen in Westdeutschland ihre Ehemänner um Erlaubnis fragen, wenn sie berufstätig sein wollten. Als sie selbst entscheiden durften, nahm die Teilzeitarbeit massiv zu. Auch die Unternehmen erkannten die Vorteile. Gesetzliche Erleichterungen von Leiharbeit und befristeten Jobs trugen dazu bei, dass sie in manchen Betriebsteilen von Konzernen wie Airbus oder BMW zuweilen 30 oder 40 Prozent ausmachen. "Befristete Beschäftigung, Leiharbeit und Praktika erzeugen geringere Entlassungskosten und erlauben den Unternehmen eine genauere Prüfung des Arbeitnehmers über eine verlängerte Probezeit", sagt Ulrich Walwei, stellvertretender Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg (IAB). "Bei der Leiharbeit übernimmt der Verleiher zudem einen Teil der Bewerberauswahl, sodass sich auch die Einstellungskosten verringern."

Die Arbeitswelt ist unsicherer und weniger kalkulierbar geworden. Vor allem Berufseinsteiger bekommen dies zu spüren. Da ist die 24-jährige Wirtschaftsingenieurin, die trotz eines Notendurchschnitts von 1,2 und unbegrenzter örtlicher Flexibilität im Krisenjahr 2009 den Berufseinstieg nur über eine Zeitarbeitsfirma fand und sich seither um eine Festanstellung bemüht. Oder Peter Lipprandt, Maschinenbauer aus Ilmenau in Thüringen, der bei der Daimler-Tochter Evobus in Neu-Ulm Zugang zu sensibelsten Daten hat und sogar mit zu einer Wintererprobung von "Erlkönigen" an einem geheim gehaltenen Forschungsstandort in der Nähe des Polarkreises darf - als Leiharbeiter.

Für immer mehr möglich: Arbeitszeitfreiheit

Allen Klagen über den Fachkräftemangel zum Trotz ist nicht einmal Ingenieuren und Technikern ein reibungsloser Berufseinstieg gewiss. Die Hälfte aller Neueinstellungen sind befristet. Und auch Zeitarbeitsfirmen sind längst mehr als externe Dienstleister, die den Unternehmen helfen, Auftragsspitzen abzubauen, auf saisonal bedingte Schwankungen zu reagieren oder besondere Belastungen zu stemmen. "Stattdessen finden sich immer mehr Unternehmen, in denen Leiharbeiter dauerhaft und vor allem in großer Zahl eingesetzt werden", sagt der Arbeitssoziologe Dörre. "Sie bilden eine flexible Quasi-Stammbelegschaft, die in der Regel die gleichen Arbeiten wie die fest angestellten Stammbeschäftigten verrichtet." Für einen geringeren Lohn, versteht sich. Das heißt nicht, dass die Betroffenen darüber immer kreuzunglücklich wären. "Es ist interessant, in mehrere Projekte reinzuschnuppern, ehe man sich eines Tages festlegt", sagt Lipprandt.

Daniela Derer unterschrieb im August 2008 einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit dem Zeitarbeitsunternehmen IKS Engineering aus Stuttgart. Die ersten fünf Monate verbrachte die Ingenieurin mit Fachgebiet Sensortechnik in der dortigen Poststelle und mit dem Verpacken von Weihnachtsgeschenken. "Ich bin voll in die Krise reingerutscht", erinnert sich die 28-Jährige an die Zeit nach ihrem Studienabschluss. Im Februar 2009 dann der erste Einsatz bei Bosch in Reutlingen. Anderthalb Jahre lang testete sie dort die elektromagnetische Verträglichkeit von Bauteilen: ob beispielsweise Airbags ausgelöst werden, wenn während der Autofahrt plötzlich das Handy klingelt, oder ob die Servolenkung in so einem Augenblick womöglich verrückt spielt. Seit August vorigen Jahres ist sie bei dem Zulieferer für Satellitentechnik Tesat in Backnang nordöstlich von Stuttgart. "Das ist meine Welt. Da hat mein Chef bei IKS genau das Richtige für mich gefunden", schwärmt sie, während sie eine winzige Spule unter ein Mikroskop legt und konzentriert überprüft, ob alle Lötstellen in Ordnung sind. Schließlich soll das Bauteil im Weltraum bestehen.

Ihre anfängliche Skepsis gegenüber Zeitarbeitsfirmen - "man hört da ja so viel Böses" - hat sich inzwischen gelegt. Trotzdem würde sie sich über eine Festanstellung bei Tesat freuen. Die Aussichten sind nicht schlecht. Von den rund 1100 Mitarbeitern sind nach Firmenangaben regelmäßig 15 Prozent Zeitarbeiter. "Die Übernahme nach einer gewissen Zeit ist bei uns gang und gäbe", sagt die Unternehmenssprecherin Anett Sachtleben. Aber eben nicht sicher. Und so bibbert Derer, dass ihr nächster Einsatz für IKS sie womöglich weit weg von Freund und Familie führen könnte. Sie ist laut Arbeitsvertrag bundesweit einsetzbar.

Auswirkungen haben solche Ungewissheiten nicht nur auf das Privatleben, sondern auf die gesamte Gesellschaft, sagt der IAB-Vize Walwei. Denn die unsichere berufliche Perspektive könne dazu führen, dass die Entscheidung, eine Familie zu gründen, nach hinten verschoben werde. "Und wir wissen aus den neuen Bundesländern nach dem Einheitsschock, dass Entscheidungen, die erst einmal hinausgeschoben werden, dann eventuell auch gar nicht mehr getroffen werden." Womöglich werde aber der Fachkräftemangel dazu führen, "dass es irgendwann Trendsetter unter den Unternehmen gibt, die, gerade um gute Leute zu gewinnen, von Anfang an unbefristete Arbeitsverhältnisse anbieten".

Wohin steuert die Arbeitswelt? Wird der Trend zur Flexibilisierung weiter anhalten, oder wird er gebremst? Gibt es womöglich eine Kombination aus beidem, die die Ansprüche von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleichermaßen befriedigt?

Maike Andresen könnte ein Beispiel dafür sein. "Meine Arbeitszeiten schwanken fast täglich und liegen in einer Spanne zwischen fünf Uhr morgens und zwei Uhr nachts", sagt die Professorin für Personalmanagement an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. "Arbeitszeitfreiheit" nennt man das, was sie praktiziert. Die Mutter von zwei kleinen Mädchen hat sogar ihre Habilitation darüber geschrieben.

Es geht darum, über die eigene Arbeit selbst zu bestimmen, solange das Ergebnis stimmt. Bisher können das vor allem privilegierte Wissensarbeiter. Angesichts neuer Bedürfnisse und technischer Möglichkeiten sieht Andresen darin jedoch ein "Arbeitszeitmodell der Zukunft mit sehr großem Entwicklungspotenzial". Einen Nachteil gebe es allerdings, räumt sie ein: "Der Einzelne ist durch den Spaß an der Arbeit, die damit verbundene Selbstverwirklichung und das Engagement in Versuchung, die Arbeitszeiten deutlich zu verlängern."

Davor warnt der Arbeitssoziologe Dörre, der bereits heute eine ungleiche Verteilung der Arbeit beklagt, unter der Hochqualifizierte ebenso litten wie gering Qualifizierte. "Wir haben an der Spitze Männer und Frauen, die keine Zeit mehr haben." Dörre plädiert deshalb für eine grundsätzlich neue Standardisierung der Arbeitszeiten etwa mit Wochenarbeitszeiten von 30 Stunden.

Dirk Brück, der Komponist, sitzt mit seinen Eltern am Kaffeetisch in Lünen. Das Geschirr ist von Villeroy & Boch, der Apfelkuchen selbst gemacht. Der Junior hat Zeit an diesem Nachmittag. Aktuell hat er keinen Auftrag und wartet auf die Bezahlung von drei Rechnungen. "Aber dieses Jahr sollte es funzen", sagt er. Mit der Website Stretchedcanvas.wordpress.net, unter der er mit einem Partner die eigenen Musikstücke anbietet, sowie mit dem kleinen Independent-Label Minihorse Records.

Die Eltern und der Sohn reden über das Häuschen auf dem Land oder die Eigentumswohnung am Stadtrand, das Dirk Brück vielleicht zusammen mit seiner Frau beziehen will, und darüber, dass die beiden auch gern bald ein Kind hätten. "Mit uns können sie kalkulieren", sagt Heinz Brück freudestrahlend. Irgendwie beruhigt es ihn, dass bei aller beruflichen Unsicherheit, die sein Sohn aus freien Stücken gewählt hat, dessen Vorstellungen vom Leben doch gar nicht so weit von den eigenen entfernt sind. -