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Die Vögel sind schon da

Der Vogelpark Walsrode stand kurz vor der Insolvenz. Da steckte ein Geldgeber überraschend mehrere Millionen Euro in die maroden Volieren. Und setzt dabei ganz auf einen charismatischen Ornithologen mit Weltruf.




- Gerade eben hat Geer Scheres noch über Marktforschung und Marketing gesprochen, über die Ruhe und Eleganz der weitläufigen Anlage, über die Kraft der Natur. Der neue Geschäftsführer des Vogelparks Walsrode ist eloquent und weltläufig. Als Pädagoge und Ornithologe hat er in den Niederlanden, in Belgien und Abu Dhabi gearbeitet und ist es gewohnt, Geldgeber und Politiker von seinen Anliegen zu überzeugen. Jetzt erzählt er von den Emotionen, die Tiere in Kindern wecken - "das gibt dir ein Game Boy nicht" -, da steht plötzlich ein großer weißer Vogel vor ihm. "Ein Schneekranich", sagt die Pressesprecherin. "Buuuup", sagt Scheres.

Der Vogel schaut ihn an. "Buuuup", macht der Chef noch mal, laut und ohne sich von den irritierten Blicken der Parkbesucher stören zu lassen. "Buuuuuup." Der Vogel schaut und regt sich nicht. Die Pressedame rückt ihre Sonnenbrille zurecht. "Buuup", hupt Scheres. Da ertönt endlich, von weit her aus dem Gebüsch, eine leise Antwort: "buup, buup, buuup." Ein weiterer Schneekranich stakst ins Bild, dann noch einer und noch einer. Schließlich sind es neun imposante Tiere, die Scheres fast auf Augenhöhe von der Seite anschauen und mit ihm diese merkwürdigen Geräusche machen.

Scheres ist zufrieden mit der Demonstration seiner Kompetenz als Vogelflüsterer. Die Kraniche stehen dekorativ am Zaun und tröten sich nun fröhlich gegenseitig zu, das sieht gut aus, jetzt kann er ihre Geschichte erzählen: dass der Schneekranich extrem gefährdet ist und weltweit nur noch weniger als 3000 Exemplare existieren. Dass sein Team versucht, diese 23 in Gefangenschaft aufgewachsenen Tiere dazu zu bringen, sich auf natürliche Art fortzupflanzen, was nicht einfach ist, weil sie - wie Konrad Lorenz' Gänse - auf Menschen konditioniert seien. Dass man sie später auswildern wolle, ihnen dazu aber erst mal neue Wanderrouten beibringen muss, indem man mit einem Ultraleichtflugzeug neben ihnen herfliegt.

Scheres trägt Khaki, ist eine Mischung aus Manager und Abenteurer, eine Art ornithologischer Indiana Jones. Er reist oft nach Südamerika, aber er wohnt nun im 24 000-Einwohner-Städtchen Walsrode. Noch im Hotel, bald nimmt er sich eine Wohnung, egal, "ich lebe sowieso im Park", sagt er. In Belgien ist er Präsident einer Stiftung für Zucht und Wiederauswilderung vom Aussterben bedrohter Vogelarten, und er hat die Kraniche mitgebracht, als er im vergangenen Jahr seinen Job als neuer Geschäftsführer antrat. Sie sind ein Symbol dafür, was jetzt anders werden soll im Vogelpark Walsrode, der - um den Neuanfang nach außen zu dokumentieren - auch gleich einen anderen Namen bekommen hat. Nun heißt er Weltvogelpark. Es soll wieder um die Tiere gehen, um Naturschutz. Ein Ausflugsziel für zivilisationsmüde Städter und für tierliebe Eltern.

Irgendwie war er das ja schon mal. Aber dann ging etwas schief. Die Anlage wurde 1962 als Hobby des Walsroder Kaufmanns Fritz Geschke gebaut, der Fasane und Wasservögel züchtete. 1964 übernahmen seine Tochter Uschi und deren Mann Wolf Brehm, und der Vogelpark wurde zu einem internationalen Anziehungspunkt für Ornithologen, einer Instanz für Aufzucht-und Schutzprojekte. In den siebziger Jahren war die Popularität auf dem Höhepunkt. Pro Jahr kamen bis zu anderthalb Millionen Besucher, und die Brehms erweiterten die Anlage mit neuartigen Konstruktionen wie einer Freiflughalle. Doch das Interesse der Besucher ließ nach, Vögel anschauen kam aus der Mode. Als im Jahr 2000 die Tropenwaldhalle eröffnet wurde, war der Park ziemlich out. Mit dem Neubau hatten sich die Besitzer übernommen, gingen pleite, verkauften an eine Eigentümergemeinschaft um einen Hamburger Unternehmer.

Die neuen Besitzer modernisierten zaghaft, führten Flug- und Pinguin-Shows ein, um an alte Erfolge anzuknüpfen, doch es half nichts - im vergangenen Jahr stand der Park wieder vor der Insolvenz. Die Besucherzahl war 2008 unter 250 000 gefallen, für schwarze Zahlen hätten es mehr als 300 000 sein müssen. Die Angestellten bekamen monatelang kein Geld, demonstrierten für ihre Jobs, aber eigentlich war alles schon verloren. Da kam Geer Scheres. Der international renommierte Ornithologe kannte den Park, seitdem er als 21-Jähriger zum ersten Mal dort war. In der Vogelkundler-Szene hat Walsrode seinen guten Ruf nie verloren. Dass die Anlage von der Schließung bedroht war, hatte sich herumgesprochen.

Scheres handelte. Er sprach mit zwei Geldgebern, die schon bei seiner Stiftung an Bord waren, Kris Carrein und Geert Vermeersch, Besitzer des belgischen Unternehmens Floralux, einem Gartencenter. Ein Gartencenter? "Ein sehr großes und sehr erfolgreiches", sagt Scheres. "Am Wochenende gibt es auf der Autobahn einen Stau, weil so viele Kunden da hin wollen." Die Besitzer haben also Geld, und sie sind Vogelliebhaber. Scheres überzeugte sie, den Walsroder Park kurzerhand zu kaufen. Kein idealistisches Investment sei das, sondern "ein realistisches".

Geschätzte 100 Millionen deutsche Zoobesucher gibt es pro Jahr, rechnet Scheres vor, da müsse es ein Segment von Menschen geben, die an Vögeln und schönen Gärten interessiert seien. "Reguläre Zoos haben immer weniger Vögel", sagt er und schaut entschlossen: "Die Nische ist da." 6,8 Millionen Euro hatte der Park noch im Jahr 2000 umgesetzt, 2008 waren es nur noch 4,2 - dieses Jahr sollen es immerhin wieder 5 Millionen werden. Ein erster Erfolg für den neuen Chef: Im Juni kamen im Vergleich zum Vorjahresmonat 25 Prozent mehr Besucher.

"Die Anlage wurde zehn Jahre lang von Leuten geführt, die keine Ahnung von der Materie hatten", sagt Scheres. Es ist ein kurzes und vernichtendes Urteil: "Sie haben die Seele des Parks nicht erkannt." Insgesamt 4000 Vögel aus 650 verschiedenen Arten gibt es in der 24 Hektar großen Anlage. Walsrode ist der weltgrößte Vogelpark und einer der zehn artenreichsten Zoos der Welt. Er sei ein Ausflugsziel für Menschen, die an Natur interessiert sind, ein Ort der Entschleunigung, kein Rummel. Sein Konzept: Vögel nicht nur ausstellen, sondern auch erklären.

Der Freizeitpark kann sich immer wieder neu erfinden. Und der Vogelpark?

Spontan ist nicht einzusehen, warum ausgerechnet das eine geniale Idee zur Lösung des Problems sein soll. Viele Menschen kennen Walsrode noch aus der Kindheit, waren aber seit Jahren nicht mehr da, sagt Sonja Behr, eine neue Mitarbeiterin, die sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. Sie weiß, dass sie eine Attraktion bewirbt, die, gelinde gesagt, etwas in die Jahre gekommen ist. Kinder wollen heute Harry Potter in 3D sehen und Dino-Ausstellungen besuchen. Buschhühnern beim Brüten zuzuschauen klingt einfach nicht nach einem aufregenden Wochenendausflug. Und selbst wenn die Familie Tiere mag, fahren Zoos niedliche Eisbärbabys auf - Vogelpark aber, das klingt nach Federn und Krallen und einem kleinen bunten Fleck rechts hinten im Käfig. "Bei Vögeln", räumt Behr ein, "fehlt der Kuschelfaktor."

Dazu kommt, dass die Anlage von den vorherigen Eigentümern ziemlich heruntergewirtschaftet wurde. Volieren verfielen, und wertvolle Vögel wurden verkauft, vermutlich um aus dem maroden Geschäft noch irgendwie Geld zu ziehen. So wurde das Angebot für die Besucher immer unattraktiver. Ein Budget für Werbung habe es gar nicht gegeben, so Behr: "ein Teufelkreis, eine Abwärtsspirale." Floralux kaufte den Park für den symbolischen Preis von einem Euro. Die neuen Eigner vermieden die Insolvenz, um alle Fachkräfte zu halten, zahlten ausstehende Gehälter in Höhe von etwa 500 000 Euro sowie 80 000 Euro Schulden an die Gemeinde. Sie machten mit Scheres einen international ausgewiesenen Experten zum Geschäftsführer, und sie investieren: Käfige und Hallen werden nach und nach erneuert, erst mal aber gibt es knapp zwei Millionen Euro für Marketing.

Zusammen mit dem neuen Namen hat die Hamburger Agentur Feldmann + Schultchen ein neues Logo gestaltet sowie Tafeln, auf denen man nachlesen kann, warum Flamingos rosa sind oder wie viel Volumen der Kehlsack des Pelikans hat. Große Vogelplastiken gibt es nun, vor denen sich Besucher gegenseitig fotografieren können. Zwölf Ranger stehen in Safari-Uniform mit Vögeln auf dem Arm im Park und erklären Besuchern, die früher oft ziellos herumliefen, was sie da eigentlich sehen. Für die Kinder gibt es seit diesem Jahr einen Wasserspielplatz und auf der Website einen Link zur Facebook-Fanpage.

Alles ganz nett, modern und sogar pädagogisch. Aber reicht das, um das Image aufzufrischen? "Unser Produkt ist im Kern in Ordnung", behauptet Scheres unbeirrt. "Man muss den Menschen, die als Kind hier waren, erst mal sagen, dass es den Park überhaupt noch gibt", sagt Behr. Darum geht sie auf Busmessen, wo Veranstalter sich überlegen, ob sie demnächst eine Tour zum Heide-Park Soltau anbieten oder eben nach Walsrode fahren. Diese Busreisen sind wichtig, weil das Ausflugsziel zwar über die Autobahn gut zu erreichen, per Bahn aber schlecht angebunden ist. Der Regionalzug von Hannover in den Ort bummelt länger als eine Stunde lang, dann wartet man am Bahnhof noch einmal 30 Minuten auf den Linienbus zum Park. Scheres und Behr wollen mit der Bahn verhandeln, falls das nicht klappt, könnten eigene Shuttle-Busse Besucher in den umliegenden Großstädten einsammeln.

Als Ulrich Müller-Oltay von seiner Sekretärin durchgestellt wird, dudelt in der Warteschleife "Ein bisschen Spaß muss sein". Dann ist der Geschäftsführer des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen dran und klingt so jovial wie Roberto Blanco. Nein, den neuen Weltvogelpark habe er noch nicht besucht, aber ja, er traue ihm das Comeback zu: "Der hat Tradition, das war ja eine erfolgreiche Einrichtung." Ein Ausflug ins freundliche Vogelparadies, so sein Argument, passt besser in die Zeit als eine Woche auf Mallorca. "Die Menschen haben Freizeitparks wiederentdeckt", sagt er. "In wirtschaftlich schwierigen Zeiten macht man halt lieber Urlaub in Deutschland."

Freizeitparks seien zunehmend Kurzurlaubsdestinationen geworden. Von den 64 deutschen Verbandsmitgliedern bieten mehr als 20 eigene Übernachtungsmöglichkeiten. Der Branche geht es nicht schlecht, genaue Zahlen gibt es nicht, aber 2009 war mit geschätzten 25 bis 28 Millionen Besuchern ein gutes Jahr. Insgesamt gebe es einen "moderaten Anstieg", so Müller-Oltay. Voraussetzung sei jedoch, dass man ständig etwas Neues biete. "Parks stehen im Wettbewerb mit Kinos, Zirkussen und Museen. Wenn ich auf Wiederholungsbesucher angewiesen bin, muss ich permanent investieren."

Ein Produkt, das aus der Mode kam: die heile Welt der Kindheitserinnerungen

In Walsrode fährt keine neue Looping-Bahn. Hier steht, Punkt 14.30 Uhr, German Alonso auf dem Rasen vor aufgereihten Bänken und macht ein paar Gags, bevor seine Vogel-Show anfängt. Familien mit Kindern, viele Senioren in Beige und Grau und mit Schiebermützen. Wagt es ein Besucher zu stehen, wird er von aufgebrachten Rentnern mit "Haaaaalllo!"-Rufen verscheucht. Denkt man sich die Kamera-Handys weg, ist es eine Szene, die vor 30 Jahren exakt so hätte stattfinden können.

Alonso legt los. Scheres hatte vorher schon gesagt, es gebe "keine Kakadus, die Fahrrad fahren", stattdessen würden Vögel in ihren natürlichen Verhaltensweisen gezeigt. Zwei Kondore breiten ihre imposante Spannbreite aus, ein afrikanischer Vogel namens Sekretär tritt auf einer Schlangenattrappe herum, ein Wüstenbussard fängt Fleischstücke aus der Luft. Die Zuschauer machen "Oh" und "Ah" und klatschen, ein Mädchen darf den Kondor streicheln - eine Schau von rührender Harmlosigkeit. Nach einer Stunde ist sie vorbei, und die Leute sind milde begeistert.

Heinz und None Wolff, ein älteres Ehepaar aus Kamen, sind für einen "Fünf-Tage-Spaß" im nahe gelegenen Eurostrand-Resort hier, der Tag im Vogelpark gehört zum Paket. "Mit den Enkelkindern würde ich noch mal herfahren", sagt er. "Schön", sagt sie und nickt, "sehr schön alles." Eine junge Familie mit zwei Kindern hat bei der Show ganz vorn gesessen. Jörn und Sonja Winsel waren selbst als Kinder mal hier; sie haben die Ferienpass-Aktion ihrer Heimatstadt Uchte genutzt, um ihren Töchtern den Park zu zeigen. Er lobt die gepflegten Gartenanlagen, "sieht top aus, da gibt's nix". Die achtjährige Alina fand den Pfau auf dem Spielplatz toll.

"Wir sind mit unserer Zielgruppe zufrieden", sagt die PR-Frau Behr: "Die Generation 50 plus mag dieselben Sachen wie Kinder, und die dazwischen kommen eh nicht." Sie sitzt mit dem Moderator Alonso bei Eisschokolade und Cola im Restaurant "Zum Kranich". Alonso, der früher im Zoo Hannover als Tierpfleger gearbeitet hat, macht die Show seit fast zehn Jahren. Von den neuen Eigentümern wünscht er sich bessere Ausrüstung. Zur Vorführung bringt er nur eine Kiste und die Schlangenattrappe aus Leder mit. Er kann sich aber durchaus vorstellen, alles viel größer aufzuziehen. "Ein hoher Turm, von dem die Kondore herunterschweben - das wär's."

Das Geld dafür wird erst mal nicht da sein, denn der größte Posten des Floralux-Investments geht ins Marketing. Also unter anderem in die Arbeit von Arne Schultchen. Dessen Agentur hat auch schon Astra-Bierflaschen entworfen, ist allgemein auf Marken-Positionierung spezialisiert, und ein bisschen so spricht Schultchen auch: "Edutainment, Stage One", sei der aktuelle Stand des Konzeptes. Walsrode habe eine "internationale Community", darum der neue, etwas marktschreierische Name. "Vogelpark Walsrode", das klang klein, piefig, provinziell; "Weltvogelpark" hingegen nach einer internationalen Attraktion, die man gesehen haben müsse.

Eine "demokratische Marke" sei das, sagt Schultchen, die für jedermann zugänglich sein müsse, darum habe man beim Logo-Entwurf "alles, was trendy und schick war, heruntergearbeitet. Marken sind das, was Menschen verstehen." Er selbst ist, als der Auftrag aus Walsrode kam, erst mal mit der Familie hingefahren: "Das Produkt ist, durch den Park zu gehen und etwas zu erleben." Klar, dazu müsse noch einiges passieren. "Ich habe noch zu viele alte Leute mit Freizeitjacken und Ferngläsern gesehen, es fehlten die Kinder, die da durchlaufen und den Ranger anschnacken."

Am Ende bleibt, bei aller neuer Oberfläche, das Kernprodukt: eine Gartenanlage mit Vögeln. Zu behaupten, das sei zeitgemäß, ist eine gewagte These. Der Freizeitpark-Verbandschef Müller-Oltay formuliert es diplomatisch: "Als Vogelpark ist man thematisch definiert. Da hat man sein Publikum oder eben nicht." Die Ornithologen und Hobbyfotografen, die seit Jahren regelmäßig kommen, werden nicht reichen. Die Busladungen voll Senioren können auch woanders hinfahren. Vielleicht wird das künftige Publikum eine neue Familiengeneration sein. Eltern, deren Kinder Tiere eher von der iPhone-App als von der Wiese kennen, könnte das nostalgische Sentiment des Parkbesuchs ansprechen. Es wäre das Nachspüren heiler Kindheitserinnerungen - wie öffentliche Lesungen der Drei-Fragezeichen-Hörspiele oder die Wiederauflage von Ritter Sport "Olympia".

Wenn es gelingen sollte, da sind sich alle einig, dann nur mit Scheres. "Charismatisch" sei der neue Geschäftsführer, findet Schultchen. Und er packt an: Steht ein Ranger tatenlos herum, schiebt Scheres ihn eigenhändig in Richtung Besucher. Das Interview unterbricht er kurz, um mit dem Range Rover in den Ort zu fahren und mit der Gemeinde über neue Baugenehmigungen zu verhandeln. Als der Besucher einen Pelikan neugierig anschaut, packt Scheres sich das Tier und drängt dazu, den ledrigen Kehlsack mal selbst anzufassen: "So was vergisst man nicht."

Trotz der erheblichen Investitionen will der neue Geschäftsführer schon nächstes Jahr die Gewinnschwelle erreichen. Er hat den Eintrittspreis für Erwachsene von 14 auf 16 Euro erhöht, legt aber eine familienfreundliche Obergrenze an: "Zwei Erwachsene und zwei Kinder sollen für einen Tag mit Eintritt, Essen, Getränken und Artikeln aus dem Shop nicht mehr als 100 Euro bezahlen." Die neuen Plüschvögel, die er fürs Merchandising geordert hat, sind darum erschwinglich: Einen mittelgroßen Flamingo gibt es für 4,95 Euro, einen großen für 8,25 Euro.

Warum der Besucher für seine Tochter ausgerechnet einen Stoffpelikan mitnimmt, fragt Scheres zum Abschied und weiß die Antwort schon selbst. "Weil Sie den echten Pelikan vorhin angefasst haben." Scheres ist Pädagoge, und er behält gern recht. "Vögel werden Freunde", lautet sein Motto. Aus seinem Mund klingt das gar nicht so pathetisch. -