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Warum wird der Kuchen groß?

Familie sein ist nicht immer leicht. Glücklicherweise gibt es viele Initiativen, die helfen. Hier eine Auswahl.




Trau dich!
Nur 23 Prozent der Arbeiterkinder studieren. Neben Geldmangel und zu wenigen Informationen über den Hochschulbetrieb ist es oft die Courage, an der es mangelt. Katja Urbatsch - die als Erste aus ihrer Familie studiert hat - weiß das aus eigener Erfahrung und hat deshalb die Website Arbeiterkind gegründet. Dort finden sich nicht nur Informationen rund ums Studium und Tipps zum wissenschaftlichen Arbeiten, sondern auch bundesweit Mentoren, die ansprechbar sind.
www.arbeiterkind.de Ersatz für den großen Bruder
Kluge Kinder aus der Unterschicht scheitern oft in Schule und Arbeitswelt, weil ihre Familien sie nicht unterstützen können. Diese Aufgabe übernehmen in elf deutschen Städten Studenten. Sie begleiten Jugendliche in ihren letzten Schuljahren und beim Einstieg ins Berufsleben. Die Initiative, die das möglich macht, heißt Rock your Life! und wurde von Studenten der Zeppelin Universität gegründet. Mit Erfolg: 72 Prozent der geförderten Hauptschüler bekamen einen Ausbildungsplatz oder konnten auf die Realschule wechseln.
www.rockyourlife.de Der Elternführerschein
Für fast alle Jobs braucht es einen Befähigungsnachweis - nur fürs Elternsein nicht. Dabei fällt diese neue Rolle vielen Müttern und Vätern schwer. Sie wissen nicht, wie sie ihre Kinder vernünftig ernähren, versorgen und beschäftigen können, zum Beispiel durch Singen oder Basteln - und oft fehlt auch das notwendige Geld. Nachhilfe für Eltern kleiner Kinder gibt das Projekt "Viva Familia" der Berliner Ruck-Stiftung. Besonders gefördert werden Sprachkompetenz und Motorik, was die Entwicklungs-Chancen der Kinder verbessert.
www.ruckstiftung.de Kinder-Campus
Immerhin sieben Prozent der Studenten in Deutschland sind Eltern, mehr als die Hälfte ihrer Kinder ist unter vier Jahre alt. Die Ausbildung und die Elternrolle unter einen Hut zu bekommen ist nicht einfach, obwohl etliche Hochschulen etwas für angehende Akademikerfamilien tun. Wie man erfolgreich seinen Abschluss schafft, verrät die Website Studentenkind mit umfassenden Informationen zu Kinderbetreung, finanzieller und juristischer Unterstützung.
www.studentenkind.de Bevor es wehtut
Mobbing auf dem Schulhof ist keine Seltenheit - und oft wissen Schüler, Lehrer und Eltern nicht, was sie dagegen tun können. Eine Möglichkeit ist, die bundesweite Initiative "Gewaltfrei Lernen" einzuladen, die durch Tanz, Sport und Reaktionsübungen eine positive Streitkultur fördert. Bewährt hat sich das Programm vor allem bei jüngeren Schülern zur Gewaltprävention. Die Gründerin Sibylle Wanders sagt: "Am liebsten wirken wir lange, bevor es wehtut."
www.gewaltfreilernen.de Wie Enkel und Opa
Obwohl unsere Gesellschaft altert, haben viele Kinder und Jugendliche keinen Kontakt zu ihren Großeltern. Die Initiative "Dialog der Generationen" in Hamburg will jungen und alten Leuten diese Erfahrung durch gemeinsame künstlerische Arbeit ermöglichen. Auf dem Programm stehen Theater, bildende Künste und Literatur - auf dass der Graben zwischen den Generationen überwunden wird.
www.werteerleben.de Das besondere Hotel
Behinderte haben schlechte Karten auf dem Arbeitsmarkt. Also wurden einige Eltern von Kindern mit Handicap selbst aktiv. Ihre Überlegungen waren die Grundlage für das Stadthaushotel in Altona. Die Arbeitsabläufe dort sind auf Behinderte ausgerichtet, sodass sie dort als vollwertige Mitarbeiter eingesetzt werden können. Und auch wenn von der barrierefreien Gestaltung Behinderte besonders profitieren, ist das Hotel für alle Gäste gedacht: Die meisten, die dort übernachten, haben kein Handicap.
www.stadthaushotel.com Die Nachwuchs-Physiker
Wie entsteht ein Regenbogen? Wieso wird der Kuchen beim Backen größer? Kinder haben viele Fragen, oft wissen auch ihre Eltern keine Antworten darauf. Das Science-Lab bietet Vier- bis Zehnjährigen bundesweit Experimentier-Kurse, in denen sie selbst Antworten finden können - und die Eltern natürlich auch.
www.science-lab.de Zeig mir ein L!
Viele Schüler verpassen den Anschluss, weil sie nicht richtig lesen können. Leichter fällt es vielen, wenn der Unterricht mit einer Gebärdensprache verbunden wird. Auf dieser Idee beruht die gemeinnützige Hasenschule. Neben Lesekursen für Kleinkinder gibt es dort auch Hilfe in Rechtschreibung, Mathematik und Englisch.
www.hasenschule.de Damit es nach dem Aus weitergeht
Fast 200 000 Ehen scheitern jährlich in Deutschland - mit zum Teil dramatischen Folgen für die Geschiedenen. Viele geraten durch Unterhaltungsverpflichtungen in finanzielle Not oder verlieren den Kontakt zu ihren Kindern. Um ihre Rechte kümmert sich seit mehr als 30 Jahren der "Interessenverband Unterhalt und Familienrecht" mit Beratungsstellen überall im Land.
www.isuv.de Der Ferien-Zirkus
Für viele Eltern ein großes Problem: Wohin mit den Kindern in den Schul- und Kita-Ferien? Ein interessantes Angebot für ganz Bayern macht der vom Land und von der EU geförderte Verein Lilalu: Kinder können sich in Ferien-Workshops als Schauspieler, Artisten oder Tänzer ausprobieren - und so nebenbei ihre Teamfähigkeit und ihre Sprachkompetenz fördern.
www.lilalu.org Hier geht's mal um den Papi
Hilfen für werdende Mütter gibt es vielerorts - an Angeboten für künftige Väter und solche, die es gerade geworden sind, mangelt es jedoch. Dabei geht mittlerweile jeder Fünfte von ihnen in Elternzeit. Eine gute Adresse für sie ist das Väterzentrum in Berlin, das berät, weiterbildet und Ferienfreizeiten für Papis und ihre Kinder anbietet.
www.vaeterzentrum-berlin.de