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Geld kriegt keine Kinder

Mutti, Vati, Kind - das kleine private Glück ist auch ein großer gesellschaftlicher Auftrag. Keine andere Institution kassiert so viel wie die Familie. Wofür eigentlich? Und vor allem: zu Recht?




27. Februar 2006 - ein Kind wird geboren. Eines von 672 724 Kindern, die bis zum Ablauf dieses Jahres das Licht der Welt erblicken - seit Kriegsende der geburtenschwächste Jahrgang in der Geschichte der Bundesrepublik. Allein die Entbindungen belasten den Haushalt mit zirka 1,7 Milliarden Euro, da diese medizinische Leistung seit 2004 zu den staatlichen Auftragsangelegenheiten des Bundes zählt. Seine Kinder holt sich Vater Staat seither in gewisser Hinsicht also selbst.

Ende 2006 sind 42 Prozent der westdeutschen Frauen zwischen 30 und 34 Jahren kinderlos, im Osten 31 Prozent. In einem Jahr, da sich die Wirtschaft erfreulicher Gesundheit erfreut, die Wachstumsrate liegt bei soliden 2,7 Prozent. Durch den demografischen Wandel sinkt allerdings die Zahl der potenziellen Mütter zwischen 15 und 49 Jahren im Vergleich zum Vorjahr um 133 000. Es ist der größte Rückgang seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Selbst im Nachkriegsjahr 1946 wurden noch rund 250 000 Kinder mehr geboren als 2006.

Im Bundestag antwortet im Februar jenes Jahres die Regierung auf eine kleine Anfrage zu den "Leistungen für Familien". Demnach summieren sich diese auf "fast 100 Milliarden Euro jährlich". Doch diese Angabe ist geschönt.

Astrid Rosenschon vom Kieler Institut für Weltwirtschaft beziffert kurz darauf die finanzpolitischen Aufwendungen zugunsten von Familien auf 240 Milliarden Euro. Das wären 10,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Insgesamt identifiziert sie knapp 100 verschiedene Kategorien familienpolitischer Maßnahmen. In den Zahlen der Bundesregierung fehlen unter anderem gut 50 Milliarden Euro für die kostenfreie Mitversicherung von Familienangehörigen. Knapp 51 Milliarden Euro für den kostenlosen Schulbesuch. Oder zwölf Milliarden Euro für die Anrechnung von Kindererziehungszeiten in der gesetzlichen Rentenversicherung. Ebenso wie die von der Umsatzsteuer befreiten Leistungen, die in Kindertageseinrichtungen oder Jugendherbergen erbracht wurden. Im Subventionsbericht der Bundesregierung werden diese Ausfälle als "unbekannt oder geheim zu halten" eingestuft.

27. Februar 2007 - der erste Geburtstag. Ein Grund zum Feiern. Allerdings hätte man mit dem Kinderkriegen besser noch ein Jahr gewartet, um in den Genuss des neuen Elterngeldes zu kommen.

Martin Gasche, Bereichsleiter am Forschungsinstitut Ökonomie und Demographischer Wandel der Universität Mannheim, klagt derweil über schlechte Sicht. Wegen der Fülle der Leistungen für Familien sei kaum noch überschaubar, welche Ziele die Politik damit eigentlich verfolge. Es existieren Programme zur Empfängnisverhütung wie zur künstlichen Befruchtung. Es wird in mehr Kita-Plätze investiert und gleichzeitig eine Herdprämie diskutiert, um Mütter zum Daheimbleiben zu motivieren. "Vor allem weiß niemand, ob und wie diese Maßnahmen tatsächlich wirken", sagt Gasche.

In Anlehnung an den Fußball, wo stets gestritten wird, ob Geld nun Tore schießt oder nicht, könnte man bei der Familie fragen, ob Geld nun Kinder kriegt oder nicht.

Eher nicht. Die Geburtenrate dümpelt in Deutschland trotz der Milliarden seit drei Jahrzehnten auf niedrigstem Niveau. In keinem Land der Welt wurden über einen so langen Zeitraum pro Kopf so wenige Kinder geboren. Was die bisherigen Hilfen nicht überzeugend erscheinen lässt, andererseits die Überzeugung stärkt, immer neue Programme auflegen zu müssen.

Die Familie ist die meistsubventionierte Institution hierzulande. Banken, Atom-, Kohle- und Solarindustrie müssen sich dahinter einreihen. Mutti, Vati, Kind sind ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag, Keimzelle für künftige Steuer-, Renten-und Krankenversicherungszahler. Daran arbeiten wir alle mit. Mit Steuergeldern und Überstunden. Wir sind eine große Familie. Entsprechend sind die Ansprüche gewachsen. Die vielen Maßnahmen gaukeln eine Rundumversorgung vor. Wir wollen Kinder und Zeit, uns um sie zu kümmern. Aber auch weiterhin Muße. Und natürlich soll die Karriere vorankommen, bei gutem Verdienst und flexiblen Arbeitszeiten. Und alle sollen sich darum kümmern: die Großeltern, der Staat, die Gesellschaft, die Firma.

Aber muss die private Entscheidung von fremden Menschen, eine Familie zu gründen, wirklich jeder mitfinanzieren? Weil es eben der Gesellschaft dient, also letztlich jedem, weil jeder etwas von fremden Kindern hat? Darf man so etwas überhaupt fragen? Martin Gasche meint ja, nennt Kinder zunächst Privatsache. Das Ergebnis einer persönlichen Entscheidung, die aus privaten Motiven getroffen wird und nicht, weil die Rentenkasse gerettet werden muss. Deshalb könne es auch nicht Aufgabe des Staates sein, alle mit Kindern verbundenen Kosten und Unannehmlichkeiten auszugleichen.

27. Februar 2008 - der zweite Geburtstag. Das zweite Jahr zu Hause. Jetzt hätte man eigentlich Lust, wieder beruflich einzusteigen. Den Job in der Firma hat man schließlich garantiert, einen Betreuungsplatz für den Sprössling leider nicht.

In Deutschland besuchen im Schnitt nur 17,4 Prozent der unter Dreijährigen eine Kindertagesstätte. Jeder Platz kostet den Steuerzahler 8026 Euro für die durchschnittliche Dauer von 1,36 Jahren. Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung löst diese Investition aber einen "Nutzeffekt" aus, der die Kosten für den Krippenbesuch um das Dreifache übersteigt. Die Kinder erreichen höhere Bildungsabschlüsse, bekommen später bessere Jobs, zahlen mehr Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, zugleich sinken die sozialen Transferleistungen. Für die in der Studie untersuchten sechs Jahrgänge von 1990 bis 1995 entginge dem Staat wegen mangelnder Krippennutzung demnach ein künftiger Nettonutzen von 12,6 Milliarden Euro. Genug Geld, um beispielsweise für fast zwei Jahre den "Familienzuschlag" im öffentlichen Dienst zu finanzieren.

Benachteiligte Kinder würden von der frühen Bildung besonders profitieren. Sie erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Gymnasiumsbesuches um rund 65 Prozent. Bei nicht benachteiligten Kindern steigt die Quote um 38 Prozent.

Dennoch gibt Deutschland für Kindergärten und Kindertagesstätten nur ein halbes Prozent des Bruttoinlandsproduktes aus, die Hälfte des Mindestsatzes, den die OECD empfiehlt.

Ilse Wehrmann sagt: "Wir sollten 20 Euro des Kindergeldes einsparen und stattdessen in die frühkindliche Bildung stecken." Sie leitete einst die Geschäfte des Landesverbandes Evangelischer Tageseinrichtungen für Kinder in Bremen. Die frühkindliche Förderung konnte sie dort nicht so weit vorantreiben, wie sie es gern gehabt hätte, zudem stieg der Kostendruck auf die Kitas -Wehrmann wollte so nicht mehr arbeiten. Im Jahr 2007 stieg sie aus, schaute sich Betreuungskonzepte in aller Welt an, schrieb mit 57 ihre Doktorarbeit und gründete ein Unternehmen. Heute arbeitet die Diplom-Sozialpädagogin als Sachverständige für Frühpädagogik. Sie berät Konzerne wie Daimler, RWE oder die Deutsche Telekom beim Aufbau betriebsnaher Kinderkrippen.

Absurd nennt Wehrmann, dass es mittlerweile zwar 70 Studiengänge für frühkindliche Pädagogik in Deutschland gibt, deren jährlich rund 3000 Absolventen aber nur mit Mühe qualifizierte Jobs bekommen. Dabei fehlen bis 2013, wenn die gesetzliche Quote von 35 Prozent Krippenplätzen in Kindergärten erfüllt sein muss, rund 60 000 Erzieher. Die Hochschulabsolventen müssen sich bislang noch als Erzieher nachqualifizieren, um vorerst in Kindergärten zu arbeiten.

Was der Staat eigentlich leisten müsste, macht die Wirtschaft mit den Betriebskindergärten vor. Wehrmann setzt dort auf einen Betreuungsschlüssel von drei Erziehern auf zehn Kinder unter drei Jahren, Fremdsprachenunterricht mit Muttersprachlern und modern ausgestalteten Räumen. Den Unternehmen geht es bei diesen Investitionen um Standortvorteile, um die Attraktivität als Arbeitgeber im Kampf um die besten Nachwuchskräfte. Damit ihre Projekte auch soziale Ansprüche erfüllen, handelte Wehrmann beispielsweise mit RWE aus, dass 20 Prozent der Plätze für Kinder aus der Umgebung des Betriebs reserviert sind. Eine Mischung der Milieus sei für alle Kinder besser.

27. Februar 2009 - der dritte Geburtstag. Es geht voran. Die Familienministerin Ursula von der Leyen verkündet erstmals seit 1998 steigende Geburtenzahlen. Das Elterngeld gilt damit als Erfolg. Wenige Wochen später rudert sie allerdings zurück: Die Statistik überführt 2008 als ein "Ausreißerjahr". Hinter dem Anstieg steckt nur eine Laune, kein Trend. Fortan schwenken die Erfolgsmeldungen der Politik auf den Tatbestand, dass eine wachsende Zahl Väter das Elterngeld bezieht und sich um den Nachwuchs kümmert.

Geburtstag gefeiert wird trotzdem - obwohl, hätte man damals doch bloß mit dem Kinderkriegen bis heute gewartet. Denn dann wäre das Elterngeld noch höher ausgefallen. Man hätte in der Zwischenzeit einige Karrierestufen erklimmen können, verbunden mit mehr Einkommen und damit wiederum einer höheren Bemessungsgrundlage für die Berechnung des Elterngeldes. Aber am Ende hätte man vor lauter Rechnen womöglich noch das Kinderkriegen vergessen.

Diese Gefahr sieht jedenfalls Christina Boll, Forscherin am Hamburgischen Weltwirtschaftsinstitut. Die dreifache Mutter ist dort für das Themenfeld "Familie, Erwerbstätigkeit und Personalmanagement" verantwortlich - mitunter auch von zu Hause aus, wenn sie in den Schulferien ihre Kinder auch schon vormittags betreuen muss. Die Wissenschaftlerin prophezeit, dass das Elterngeld Akademikerinnen dazu bringen wird, ihr erstes Kind später zu gebären. Momentan liegt der Schnitt bei rund 30 Jahren. Steigt der Wert, nimmt die Geburtenrate noch weiter ab, da die Biologie und die schwierige Suche nach dem richtigen Partner älteren Frauen immer häufiger einen Strich durch die Nachwuchspläne machen.

Dass das Elterngeld die Familiengründung hemmen kann, erklärt sich so: Akademikerinnen sind relativ alt, wenn sie nach ihrer Ausbildung in den Job einsteigen. In dieser ersten Phase verdienen sie noch relativ wenig - und deshalb lohnte es sich bislang, früh ein Kind zu bekommen. "Da das Elterngeld aber Lohnverluste zumindest zum Teil ausgleicht, kann es für sich genommen dazu beitragen, dass Schwangerschaften weiter aufgeschoben werden", sagt Boll.

Diese Entwicklung hin zu immer späteren Schwangerschaften verstärkt zudem den Trend zur Ein-Kind-Familie. Sie sorgt für immer höhere Ansprüche der Eltern an Staat, Wirtschaft und Gesellschaft, da der Lebensstandard bereits hoch ist und man entsprechend viel zu verlieren hat.

Ein weiterer Nachteil des Elterngeldes ist der Anreiz, für längere Zeit aus dem Job auszusteigen. Mütter erreichen selten das Gehaltsniveau ihrer kinderlosen Kolleginnen - selbst wenn sie wieder in die gleiche Position kommen. "Zumeist", so Christina Boll, "steigen Frauen bei der Rückkehr in den Beruf auch tiefer in der Hierarchie wieder ein, haben bei längeren Pausen einen immensen Nachholbedarf an Wissen und Fertigkeiten und finden oft auch gar keinen adäquaten Job mehr." Statt Elterngeld hält sie eine vernünftige Kleinkindbetreuung für sinnvoll. "Dies würde Frauen ermöglichen, Auszeiten und Einkommensverluste gering zu halten und anschließend den Anschluss an die Karriere leichter wiederherzustellen." Sie verweist auf die höhere Kinderquote bei Akademikerinnen im Osten Deutschlands. Dort haben nur elf Prozent der studierten Frauen zwischen 40 und 75 keine Kinder, im Westen waren es 2008 dagegen 28 Prozent. Beruf und Familie lassen sich im Osten wegen der aus DDR-Zeiten übernommenen Betreuungsinfrastruktur besser vereinbaren.

27. Februar 2010 - vierter Geburtstag. Beeilung. Wenn der Abschied vom Büro nicht pünktlich gelingt, muss Oma den Geburtstagskuchen mit den Kindern wieder allein anschneiden. Familie und Beruf, dieses leidige Thema. Nicht dass es hier an gutem Willen fehlte. Die Bundesregierung propagiert den "Erfolgsfaktor Familie", ganz viele Unternehmen sind solidarisch und begeistert. Es gibt eine Internetplattform, Broschüren - es gibt aber auch immer viel Arbeit im Büro, und die muss erledigt werden. Es gibt auch immer mehr Grippeviren, und spätestens wenn die zuschlagen, ist alle Theorie zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf recht zügig obsolet.

Erfahrungsbericht einer zweifachen Mutter, verheiratet und in der Personalabteilung einer mittelständischen Firma tätig: "Schwangerschaften nehmen bei uns zu, rapide. Wir haben in unserer Abteilung eine Frauenquote von 95 Prozent. Es sind immer zwei oder mehr Kolleginnen schwanger oder in der Elternzeit. Als ich 18 Monate nach der Geburt meines zweiten Kindes in den Job zurückkehrte, wurde mir eine andere Arbeit zugeteilt. Das bedeutete aufwendiges Einarbeiten in den neuen Job und daneben natürlich auch die neue Belastung durch das zweite Kind in der Familie.

Teilzeitmodelle gibt es nicht wirklich in unserem Unternehmen, und Vollzeit bedeutet eigentlich Feierabend um 18 Uhr. Viele Kolleginnen lassen ihre Kinder daher Woche für Woche fünf Tage für zehn Stunden in der Kita. Wozu hat man dann noch Kinder? Bei mir holen die Großeltern unsere Kinder von der Kita ab. Die schließt um 16.30 Uhr, das würde ich nicht schaffen. Auch wenn ein Kind krank ist, bleibt meine Mutter meist zu Hause. Die ist Rentnerin und hat Zeit. Ich habe ein schlechtes Gewissen: Das Kind ist krank, und du gehst trotzdem morgens um halb acht zur Arbeit. Ich hätte aber auch ein schlechtes Gewissen, zu Hause zu bleiben. Nicht gegenüber der Firma, sondern wegen der Kolleginnen. Ich weiß ja selbst, dass man wie ein Spatz rotieren muss, sobald eine Kollegin nicht da ist.

Die Schwangerschaftsausfälle sind echt ein Problem. Das heißt eigentlich immer Überstunden. Die Stellen werden zwar neu besetzt, aber für uns ist das dann immer eine Mehrbelastung. Wir müssen die neuen Kolleginnen einarbeiten, deren Arbeit mitmachen, weil sie noch nicht alles schaffen, und unsere Arbeit müssen wir natürlich auch noch machen. Oft passiert es auch, dass sich die neu eingestellten Vertretungen als absoluter Fehlgriff herausstellen. Dann muss man entweder permanent deren Arbeit mitmachen oder wieder jemand Neues einarbeiten.

Krank zu sein traut man sich fast gar nicht mehr, und wenn man in den Urlaub fährt, graust es einem schon vorher vor dem Moment, danach wieder an den übervollen Schreibtisch zurückzukehren. Karriere und Familie zu verbinden halte ich als Frau für ausgeschlossen. Man muss sich für eines entscheiden. Ich würde gern Teilzeit oder vielleicht einen Tag in der Woche von zu Hause aus arbeiten. Leider gibt es diesen Kontrollwahn, dass alle denken, man arbeite nicht, sobald man nicht im Büro sitzt. Ich würde mir auch gern meinen Arbeitsplatz mit jemandem teilen. Dann bleibt nichts liegen, wenn man mal nicht da ist, und man hätte nicht mehr dieses schlechte Gewissen, wenn man mal zu Hause bleiben muss."

Den Glauben, man könne Geburtenraten, Karriere und Familienglück mit Geld und allerhand staatlichen Hilfen einfach in die gewünschte Höhe treiben, bezeichnet Martin Gasche als "schlichten Irrglauben". Geld allein kriegt keine Kinder. Es scheint auch gegen Grippeviren machtlos, und die Arbeit im Büro muss man letztlich doch selbst machen. Gasche sähe Politik und Wirtschaft bereits mit dem Anliegen ausgelastet, "Hürden wegzuräumen und den Leuten vor allem nicht noch zusätzliche in den Weg zu stellen". Er nennt die Familie unbekanntes Terrain, das auch in der Wissenschaft bislang etwas zu kurz gekommen ist. Denn das Einzige, das die Maßnahmen für Familien und Kinder bislang mit Sicherheit in die Höhe treibt, sind die Staatsschulden. Was gemein ist, denn unsere Kinder werden unsere heutigen Bemühungen irgendwann abstottern müssen. Und unsere Renten sollen sie schließlich auch noch zahlen.

Ausblick: Das Bundesfamilienministerium beauftragte in diesem Jahr das Institut Prognos, erstmals die Auswirkungen familienpolitischer Maßnahmen, namentlich des Kinder- und Elterngeldes, unter anderem auf die Geburtenrate zu untersuchen. Was wäre, wenn sich dabei herausstellte, dass diese Leistungen keinerlei Auswirkungen haben auf das ursprüngliche Ziel, nämlich die Zahl der Kinder in diesem Land zu erhöhen? Schafft man sie dann ab? Den politischen Selbstmord einer Partei, die das versuchen würde, sähe man sich gern an. Nach Informationen des Bundesfinanzministeriums hat das Kindergeld als Steuervergünstigung im Jahr 2005 zu Einnahmeausfällen von mehr als 34 Milliarden Euro geführt.

Was es gebracht hat, wissen wir vielleicht beim nächsten Geburtstag - am 27. Februar 2011. -