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brand eins 07/2009 Aus der Fassung
Andreas Voigt, Paderborn


In Ihrem sehr erhellenden Bericht haben Sie einen weiteren Nachteil von Energiesparlampen nicht erwähnt, nämlich dass sie ihre endgültige Helligkeit erst nach mehreren Minuten erreichen. Manche Modelle glimmen kurz nach dem Einschalten nicht heller als eine Kerze, sodass ein Neuanwender an ihrer Funktion zweifeln mag. Ein Nachteil, der sie nicht nur von Glühbirnen, sondern auch von herkömmlichen Leuchtstoffröhren unterscheidet und der neben ihrer Schaltempfindlichkeit ebenfalls ihren Gebrauch in Fluren, Treppenhäusern etc. einschränkt. Wer will schon im Dämmerlicht zur Haustür hineinstolpern? Warten hilft da auch nicht, denn bis dahin hat die Automatik längst wieder abgeschaltet.

brand eins 07/2009 Schwerpunkt Stabilität
Henner Nölting, Nürnberg

Prima Ausgabe. Stabilität können auch ein iPod, ein Bier und eine brand eins erzeugen ...

brand eins 07/2009 Das Gleichgewicht und der Schrecken
Norbert Klamann, Erftstadt

Der Beitrag machte sehr schön deutlich, wie vermessen der Anspruch ist, ein Wachstums- und Stabilitätsgesetz überhaupt formulieren zu wollen. Es ist kennzeichnend, dass diese Idee niemanden im Politikbetrieb zu stören scheint. Das zeigt, wie weit Planwirtschaft und Sozialismus in den Köpfen sind.

brand eins 07/2009 Mensch Maier
Kay Rathschlag, per E-Mail

Auf Seite 138 schreiben Sie: "Es droht schließlich die Zwangsversteigerung des Hofes. Die kann Maier hinauszögern. ... Das schreckt Interessenten ab, weil der Kauf nicht Miete oder Pacht unterbricht und das Grundstück daher nicht vom neuen Besitzer genutzt werden könnte." Der letzte Satz ist meines Erachtens nicht richtig, weil meines Wissens bei einer Zwangsversteigerung ein Sonderkündigungsrecht für die Miet- und Pachtverträge besteht. Das ist zumindest mein Kenntnisstand, den mir ein auf Insolvenzrecht spezialisierter Anwalt kürzlich mitgeteilt hat.

(Anm. der Redaktion: Der Anwalt hat recht - zwar war es dem Landwirt im beschriebenen Fall gelungen, die Zwangsversteigerung hinauszuzögern, weil er die anstehenden Pachtbeträge lange im Voraus entrichtet hatte. Am Ende konnte er aber in der Tat nicht verhindern, dass doch einige Grundstücke verkauft wurden. Die Formulierung am Ende der Passage ist falsch.) brand eins 06/2009 Großes Auto, großes Geld
Dirk Loserth, Neu-Isenburg

Der von Ihnen am Ende des Artikels genannte Werbespot in einer Bauwagenkolonie spielt sich zwischen dem Hippie-Vater und seiner Tochter ab. Ob er auch einen Sohn hat, ist, soweit mich meine Erinnerung nicht trügt, aus dem Spot nicht ersichtlich.

brand eins 06/2009 Großes Auto, großes Geld
Sebastian Rottmair, New York

Der Anfang des Artikels bringt es auf den Punkt: Ein Auto ist für mehr und mehr Menschen einfach nur eine Last. Als ich noch ein Auto hatte, hatte ich ständig Probleme. Es wurde mehrfach aufgebrochen, immer wieder musste ich in die Werkstatt, zum TÜV, die Antenne wurde monatlich abgeknickt, und oft war da die bange Erwartung des nächsten Problems im Hinterkopf. Das hat sich radikal geändert, als ich Car-Sharing-Kunde wurde und von da an immer genau das Auto hatte, das ich wollte und brauchte. Welch eine Freiheit! Ich hatte einen Transporter zum Transportieren und ein Cabrio für den Sonnentag. Und vor allem war ich frei von Werkstätten, Versicherungen, Ölwechseln und Parkplatznöten.

brand eins 06/2009 Das Ich und die Organisation
Thomas Borowski, München

Dank für die schöne und treffende Mitarbeiter-Typologie. Allerdings fehlt mir, analog zu den nicht identifizierten Minderleistern, die Unterscheidung der hoch identifizierten Minderleister - also in die, die nicht wollen (die im Artikel genannten Verbitterten), und die, die nicht können. Diese sind meines Erachtens in der Überzahl. Ich kann mich an viele ehemalige Kollegen erinnern, die sich durchaus mit ihrer Firma identifiziert haben, aber aus Inkompetenz eindeutig zu den Underperformern gehörten. Gerade in großen Organisation werden solche Mitarbeiter oft ein Berufsleben lang mitgeschleift.