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brand eins 08/2009 Auf der Alm, da wird gedudelt
Dietmar Lux, Tirol


Sie schreiben über mein Lieblingsgetränk, dass Deutsche von manchen Österreichern despektierlich "Piefkes" genannt werden. Im gleichen Artikel verwenden Sie selbst jedoch zweimal den Ausdruck "Ösi" für Österreicher. Darüber erstaunt, möchte ich Sie darauf hinweisen, dass diese Bezeichnung in Österreich als Zeichen der Geringschätzung angesehen wird, auch wenn dies gar nicht Ihre Intention war.

brand eins 08/2009 Gefährliche Visionen
Evelyne Schnittger, Hamburg

Herzlichen Dank für die Vielfalt anregender, aufregender und begeisternder Beiträge in "Auf ins Blaue" - und eine Anmerkung zu Herrn Weymayrs gefährlichen Visionen: Ich bin keine Medizinerin und vermute deshalb nur, dass nicht Visionen und Träume als solche gefährlich sind, sondern ihre Verabsolutierung zur herrschenden Meinung. Entscheidend erscheint mir, ob innere Bilder der eigenen gedanklichen Herausforderung dienen oder andere vom eigenen Nachdenken ablenken.

brand eins 07/2009 Aus der Fassung
Rico Hoffmann, Grüngräbchen

In Ihrem Artikel über das Verbot konventioneller Glühlampen war die Rede davon, dass die Menschen unter dem Licht der Energiesparlampen leiden, hervorgerufen durch deren nicht kontinuierliches Spektrum. Sollte man sagen, das Licht der Energiesparlampen sei unnatürlich? Kunstlicht ist das Licht der Glühlampe ebenso wie das der Energiesparlampe. Das Spektrum einer herkömmlichen Glühlampe ist übrigens ebenso unausgeglichen wie das einer Energiesparlampe. Das Licht, welches von einer Glühlampe ausgestrahlt wird, enthält kaum blaue Farbanteile, dafür aber viele rote.
Eine gute Energiesparlampe eignet sich für eine ausgewogene Beleuchtung viel besser. Nicht umsonst kommt das Normlicht für die Beurteilung von Druckerzeugnissen aus Leuchtstofflampen. Nur so lässt sich absichern, dass ein Kleidungsstück im Versandhauskatalog so aussieht wie in natura. Es gibt natürlich auch Leuchtstofflampen mit einem unausgewogeneren Spektrum, was vor allem eine Preisfrage ist. Besseres Licht lässt sich mit dieser Technik aber auf jeden Fall liefern.

brand eins 07/2009 Aus der Fassung
Sascha Melzer, Hattingen

Erst mal danke, dass man sich Zeit nimmt, ein Thema anzuschneiden, das so gar nicht mehr diskutiert wird. Tatsache ist, dass der Verbraucher nicht in der Lage ist, den Kosten-Nutzen-Effekt zu ermitteln, deshalb wird er zwangsläufig zum Niedrig- oder Mittelpreis-Segment der Energiesparlampen greifen. Dass es keine einheitliche Energieeffizienz-Klassifizierung gibt, macht die Entscheidung schwer.

brand eins 07/2009 Aus der Fassung
Gerd Pfarré, München

Vor Kurzem war ich in Los Angeles, und dort war bei strahlendem Sonnenschein die gesamte Außenbeleuchtung des Flughafens in Betrieb. Warum? Weil ein wichtiges Thema zur Einsparung von Energie offenbar nicht berücksichtigt wurde: eine gute Lichtplanung. Welche Energiemengen ließen sich bei einem Projekt dieser Größenordnung durch Tageslichtlenkung, Tageslichtnutzung und intelligente Lichtsteuerung einsparen! Die gewaltige Lichtverschmutzung in den Metropolen dieser Erde, zu viel ungenutztes Streulicht - das ist Energieverschwendung in einem gigantischen Umfang. Und jetzt sollen wir ausgerechnet auf eines unserer schönsten Leuchtmittel verzichten? In Bürogebäuden, die große Energieverbraucher sind, ist der Einsatz von Glühlampen schon längst kein Thema mehr. In privaten Haushalten in Mitteleuropa beträgt der Anteil der Beleuchtung an elektrischer Energie lediglich acht Prozent. Wie viele von diesen acht Prozent sind wohl auf Glühlampen zu beziehen?