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brand eins 02/2008 Schwerpunkt Marketing

Robert Biendarra, per E-Mail Seit gut zwei Jahren bin ich begeisterter Leser von brand eins. Aus 2007 habe ich die meiner Meinung nach besten Artikel gebunden und zu Weihnachten verschenkt. Die Resonanz war positiv. Umso erstaunter bin ich nun über das aktuelle Heft. Kann es sein, dass Ihre Redaktion nicht so ganz genau weiß, was Marketing ist? brand eins 02/2008 Schwerpunkt Marketing Henning Nieslony, Witten Vielen Dank für dieses eindrucksvolle Heft. Die aufgegriffenen Themen, Ansichten und Persönlichkeiten haben zu einer imposanten Dichte von Denkanstößen pro Absatz geführt. brand eins 02/2008 Schwerpunkt Marketing Otto Kettmann, Leinfelden-Echterdingen Ihr Themenschwerpunkt Marketing ist ein Lichtblick in den dunklen Räumen zahlengesteuerter Unternehmensführung. Allerdings ist die Gleichsetzung von Product Placement mit Schleichwerbung ein schwarzer Fleck. Schleichwerbung geht mit seiner Intransparenz und dem unlauteren Eingriff in die Redaktionshoheit weit über das hinaus, was Product Placement leisten kann und will.

brand eins 02/2008 Die denglische Krankheit

Joachim Löhrl-Thiel, per E-Mail Es ist nicht besonders tief durchdacht, Anglizismen in der deutschen Börsensprache zu beklagen, ist doch die Finanzbranche wie wenige andere anglo-amerikanisch dominiert, und ihre Sprache folgerichtig Englisch. Der Autor mag zum Spaß gern einmal versuchen, seinen Artikel sinngleich einzudeutschen. Ich empfehle zur Veröffentlichung allerdings eine Wochenzeitschrift, denn die zu erwartende Langatmigkeit einer solchen Übersetzung deutet stark auf ein mehrteiliges Werk hin. Zweifellos gibt es einige Leser, die der Überzeugung sind, es wäre besser, zu schreiben: "5 Kontrakte im unbedingten Termingeschäft mit dem Zielmonat Juni 2008 auf den Index der 30 führenden deutschen Aktien leerverkauft zu haben." Die Mehrheit hingegen liest lieber: "5 FDAX Juni short." Und das zu Recht. Denn nicht nur, dass Letztere von ihren Handelspartnern mit erstaunlicher Sicherheit verstanden werden, aufgrund der reinen Zeitersparnis haben sie auch die Möglichkeit, eventuelle Gewinne noch vor der Rente zu genießen.

brand eins 02/2008 Packen wir's an

Oliver Iost, Hamburg Ihr Bericht zu www.machdudas.de war ziemlich naiv. Sie sollten vor solchen Artikeln doch etwas kritischer hinterfragen, ob die vorgestellten Projekte wirklich auf Dauer funktionieren können. Gerade die Anonymität des Netzes ermöglicht, genau das kaputtzumachen, was ein echtes soziales Netzwerk ausmacht: Vertrauen.

brand eins 01/2008 Schwerpunkt Extreme/Typografie

Johannes LeBong, Karlsruhe Dass etwas eine Weile verschwunden war, bemerkt man manchmal erst, wenn es überraschend wieder auftaucht. So wie der gute alte Unterstrich zur Hervorhebung einer Textzeile. In der Januar-Ausgabe finde ich sein Comeback allerdings irritierend. Das kommt vom Lesen im Internet. Ich kann mir nicht mehr abgewöhnen, mit dem Unterstrich einen Hyperlink zu assoziieren.

brand eins 01/2008 Extremosan

Tom Förster, per E-Mail Ich danke für die gelungene Satire "Extremosan ". Als Betroffener kann ich Ihnen die Wirksamkeit dieses Textpräparates bestätigen. Trotz einzelner hoffnungsvoller Erfolge muss ich jedoch bemerken, dass ich nach wie vor einige Unsicherheiten mit mir herumtrage. Da wäre zum einen das hartnäckige Bedürfnis nach Egalität. Schon in der Schule lernten wir Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit als die Ideale eines jeden guten Menschen kennen. Jahrelang klammerte ich mich an Begriffe wie Gerechtigkeit wie ein Ertrinkender an einen Schwimmring, wenn es darum ging, dass etwas verteidigt werden musste. Was ist es nur, dass mir Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit und vor allem Gerechtigkeit jetzt so seltsam erscheinen? Was ist gerecht in Anbetracht der vielen Bedingungen, die einen jeden Einzelfall umgeben? Und eng verbunden ist die Frage: "Was ist Gleichheit?" Hat meine Katze das gleiche Anrecht auf Schulbildung wie ich?