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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 07/2008 Der Aufbruch

Ludwig Schuster, Weimar


Ihr Aufsatz legt den Schluss nahe, in der grenzenlos verquickten Welt sei jedem Menschen Glück und Erfolg verheißen, wenn er nur eine ebenso grenzenlose Anpassungsfähigkeit an den Tag legt. Mit einem Handstreich befreien Sie dabei das Mobilitäts- und Flexibilitäts-"Vermögen" von jeglichen Zwängen, gerade so, als stünden allen Menschen dieselben Möglichkeiten offen, jederzeit den Ort zu wechseln, wann und wo immer es eine Verbesserung der Einkommenssituation verspricht. Oder sich ganz nach Belieben die dafür nötige Liquidität zu beschaffen. Versuchen Sie einmal, ohne Sicherheiten, etwa als Selbstständiger nur aufgrund Ihres kreativen Vermögens und Ihrer Flexibilität, einen Kredit zu bekommen! Nur wer Eigentümer echter Werte ist, kann sie verflüssigen. Wer nicht, der nicht. Indem Sie diesen Zusammenhang ausblenden - schlimmer noch: Eigentums-Vermögen und Bargeld sogar aufaddiert in einen Topf werfen, - ignorieren Sie schlicht die ökonomischen Grundlagen unseres Kreditgeldsystems. Geld hat selbst keinen Wert, es ist nur Spiegel, Medium, universeller Gutschein für Werte. Angesichts der gegenwärtigen Immobilien(kredit)krise, der Energie- und Rohstoffpreisentwicklung bei gleichzeitig zunehmender Ungleichverteilung von (Eigen-tums-)Vermögen wirkt Ihr modern gemeinter Rat zur Flucht aus den Realwerten seltsam anachronistisch.

brand eins 07/2008 Schwerpunkt Eigentum

Stefan Wolpers, Berlin

Als ich vorhin im Waschsalon die Juli-Ausgabe aus ihrer Verpackung befreite, schoss mir spontan "Things you own, end up owning you" durch den Kopf, nur um auf Seite 118 Mr. Durdens Klassiker gedruckt zu finden. Chapeau!

brand eins 07/2008 Oldies but Goldies

Sabine Euler, Görlitz

Eine Stadt, die von einer Altersgruppe dominiert wird, ein "Pensionopolis" mit "gut für die Knochen"-Klima: Das klingt so prickelnd wie Zwieback mit Kamillentee. Schade - und seltsam -, dass den cleveren PR-Strategen zu Görlitz offenbar nichts weiter einfällt, als die Neißestadt als Ruhe-Eldorado zu preisen. Es macht mich traurig und wütend, wie hier der "pensionärsbedingte Aufschwung" gefeiert wird, während man jüngeren Abwanderern nur schlapp hinterherwinkt. Ich selbst bin mit Ende 20 nach Görlitz gezogen, kann als Freischaffende auch von hier aus arbeiten (in einer traumhaft schönen, aber günstigen Wohnung) und bin absolut glücklich, mittlerweile mit Familie. Einen Neustart in Görlitz, mit etwas Mut und ein paar guten Ideen, kann ich nur empfehlen. Ohne Altersbeschränkung!

brand eins 07/2008 Oldies but Goldies

Ralf Krsanowski, Görlitz

Ich bitte Sie, Ihr Bild vom "Osten" dahingehend zu berichtigen, dass es den Osten als eine schrumpfende und damit wenig zukunftsfähige Region nicht gibt. Ja, es gibt schrumpfende und wirtschaftlich schwache Kommunen, wo der Verlust an Einwohnern erschreckende Ausmaße angenommen hat - darüber hinaus sind aber auch prosperierende und wachsende Regionen existent.

Korrektur: Im Beitrag "Geschäft für alle" (brand eins 07/2008) über Mitarbeiterbeteiligung ist uns ein Fehler unterlaufen. Das Foto auf Seite 141 zeigt nicht, wie in der Bildunterschrift zu lesen, den Mitarbeitervertreter Joachim Acke, sondern den Geschäftsführer der Ahrensburger Boltze-Gruppe, Andreas Floth.