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brand eins 12/2007 Das Schöne und das Gute

Wiegand Weitz, per E-Mail Wunderbare Einleitung. Eine Anmerkung zum Fall Cyrano: Roxane ist eine Preziöse, die das Schöne schätzt und das Wort liebt. Als Cyrano seine Kooperation mit Christian eingeht, resümiert er: Zusammen sind wir ein ganzer Liebesheld. Die Schlussfolgerung ist eine andere, nicht weniger wichtige: Die Verpackung muss halten, was sie verspricht. Christians Aussehen war der Türöffner. Cyrano die tolle Idee dahinter. Beide zusammen hätten es erreichen können, wenn - und hier hören die schönen Parallelen zum Marketing auf - sie auch beide Roxane hätten haben können. Da jeder von ihnen aber die längerfristige Strategie verfolgt, Roxane für sich allein zu haben, müssen sie scheitern. Im Marketing kommt der Erfolg der Strategie allen Beteiligten zugute oder sollte es zumindest.

brand eins 12/2007 Venedig schlägt Los Angeles

Rainer Hehl, Zürich Es hat mich sehr gefreut, dass in Ihrer Ausgabe mit dem Schwerpunkt Design ein Interview mit einem Stadtplaner veröffentlicht wurde. Ich denke, Stadt-Design sollte einen höheren Stellenwert in der Diskussion um Inovation und Nachhaltigkeit bekommen. Noch besser wäre allerdings gewesen, wenn das Credo der Stadtbeurteilung nicht die überkommene traditionelle Stadt propagiert hätte. Hier steht die städtebaugeschichtliche Betrachtung, die an den wichtigsten Fragen der aktuellen Stadtentwicklung vorbeisieht, im Vordergrund. Die Stadt der Zukunft liegt anderswo.

brand eins 12/2007 Schwerpunkt Design

Juli Gudehus, Berlin Von 18 Artikeln zum Thema gibt es nur einen bis eineinviertel Artikel, der etwas mit visueller Kommunikation zu tun hat. Grafikdesign wurde das noch vor 20 Jahren genannt. Ich staune, dass Ihnen der gleiche Blick eigen ist wie dem größten Teil der Allgemeinheit: Visuelle Kommunikation alias Kommunikationsdesign alias Informationsdesign alias Grafikdesign existiert nicht in Ihrem Bewusstsein, auch und sogar, wenn man einen herausragend guten Art-Director hat. Ein befreundeter Architekt bemerkte vor Kurzem, Grafikdesign sei ja keine Gestaltung. Kurios. Bedauerlich.

brand eins 12/2007 Schwerpunkt Design/Editorial

Anne Carls, Hamburg So sehr ich mich als Industriedesignerin über Ihr Schwerpunktthema freute, so sehr wurde ich schon in Ihrem Editorial enttäuscht. Sicher sind nicht Sie schuld an den landläufigen Assoziationen, die dieses Thema hervorruft, nur weil Sie sie zu Beginn formulieren. Es scheint wohl eher ein Defizit meiner Zunft zu sein, dass wir es bis heute nicht geschafft haben, Sinn und Inhalte unseres Metiers zu kommunizieren, wenn selbst eine designaffine Publikation Berührungängste hat. Und wie kommen Sie zu der Annahme, dass Medizin- und Rehabilitationstechnik ein Markt sei, "der Designer nicht eben magisch anzieht"? Gehören doch gerade solche Projekte zu den wohl begehrtesten unter den Kollegen.

brand eins 12/2007 Ratatazong!

Frank Alexy, per E-Mail Als Handwerker kann ich Ihnen sagen, wann sich Feuchtigkeit im Auge einstellt. Nämlich dann, wenn man erkennt, dass sich für eine lieb gewonnene, weil schön funktionierende Maschine nach 30 Jahren immer noch ein Ersatzteil beschaffen lässt und man sie weiter gebrauchen darf. Ich habe zwei Maschinen der Marke Fein und einen Firmenwagen der Marke Mercedes, die stramm auf die 30 zugehen. Für diese Werkzeuge bekomme ich immer noch alle Teile. Für meine hundsteure Kernbohreinheit der Marke Hilti bekam ich in diesem Sommer keine Ersatzteile mehr. Sie ist acht Jahre alt geworden. Korrektur: In der Ausgabe 09/2007 berichteten wir in "Aufschwung durch Ableben" über die Branche der Bestatter und erwähnten, dass die auf regenerative Energien umgestellten Öfen des Krematoriums von Stade durch WWF und Greenpeace zertifiziert seien. Das war eine Fehlinformation. Tatsächlich sprechen sich beide Organisationen aus Gründen des Umweltschutzes für die Bestattung nach Verbrennung aus; spezielle Öfen wurden nicht zertifiziert. Wir bedauern den Fehler.