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brand eins 04/2008 Schwerpunkt: Wirtschaft und Wahrheit

Sabine Raiser, Düsseldorf Ich selbst beschäftige mich seit 25 Jahren immer wieder mit dem Doppelgespann Lüge & Wahrheit. Vor 23 Jahren zeichnete ich folgendes Zitat eines Freundes aus Ägypten auf: "Ihr habt hier ein (Sprach-)Problem. Denn das Wort Lüge ist so hart und verletzend. Ihr habt nur den einen Begriff. Lüge bzw. Wahrheit. Das eine ist für euch gut und das andere schlecht. So einfach ist das nicht. Wir sprechen von drei Formen der Lüge, und Wahrheit hat dadurch eine andere Bedeutung. 1. Die weiße Lüge: Sie hat das Ziel, den anderen zu schonen und zu stärken. Sie kann Leben retten oder erleichtern, während der "Lügner" oft allein die ganze Last tragen muss, um es dem geliebten Menschen leichter zu machen. Die weiße Lüge ist selbstlos und ehrenhaft. 2. Die graue Lüge. Sie hat das Ziel, den Eigennutz zu maximieren. Aber nicht um jeden Preis. Der andere soll dabei im besten Falle keinen Schaden davontragen und wenn, dann nur ein wenig. 3. Die schwarze Lüge: Sie hat ausschließlich den eigenen Vorteil im Sinn. Beinahe um jeden Preis. Das Schicksal des anderen ist dabei kein Hindernis. Sie ist böse, ehrlos und egoistisch. Für all diese unterschiedlichen Motive, Handlungen und Konsequenzen nur einen Begriff zu haben ist irreführend und hilft nicht weiter."

brand eins 04/2008 Schwerpunkt Wirtschaft und Wahrheit

Thomas Franck, per E-Mail Es ist toll, in mindestens zwei Gesellschaftssystemen zu leben, in zwei Jahrtausenden und in zwei Jahrhunderten. Wer "Die 48 Gesetze der Macht" von Robert Greene kennt, liest euren Beitrag sicher schmunzelnd und ist prächtig unterhalten. Nur leider habt ihr ja so recht.

brand eins 04/2008 Angst essen Orientierung auf

Harald Buchmann, St. Gallen/Schweiz Der Artikel präsentiert ein reales, selten kommentiertes Problem, aber leider vermischt er dieses mit einer dumpfen Verunglimpfung. Dass "Öko-Test" und Stiftung Warentest nichts gemein haben, ist eigentlich ein Skandal, und ich finde es sehr gut, dass Sie dies verdeutlichen. Dass Sie diesen Artikel aber mit sehr dumpfen Unterstellungen gegen Greenpeace vermischen, finde ich falsch. Handelt es sich beim einen doch um einen Fast-Lügner mit offensichtlich kommerziellen Interessen (schon "Nur bad news sind für uns good news" zeigt, dass es den Vertretern keineswegs um Konsumentenschutz geht, sondern um Profit), und beim anderen um eine höchst fundierte und effektive Organisation, der nicht nur Konsumenten, sondern auch die Natur viel zu verdanken haben. 

brand eins 04/2008 Sonnenfinsternis

Matthias Bäcker, München Gut pointierte Halbwahrheiten, gemischt mit unreflektierten Vorurteilen, ergeben eben diese süßen, klebrigen Lügen, von denen gewollt oder ungewollt immer irgendwie etwas haften bleibt ungelogen. Muss das sein? Ungenannt bleibt, weil wohl der Argumentation nicht dienlich, dass heute immer noch mehr in die Erforschung der Endlagerstätten für Atommüll investiert wird als in die komplette Solarstromförderung. Und diese ganze Aufregung jetzt, obwohl angeblich weniger als 0,5 Prozent des Stromverbrauchs durch die Fotovoltaik erzeugt wird?