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brand eins 06/2007 Freude am Sparen

Maximilian Schwenk, Freudenstadt


Die Tatsache, dass die Debatte um CO2-Einsparung nicht faktisch, sondern emotional geführt wird, ist absolut korrekt so wie die Angabe, dass die Stromerzeugung den größten Teil (zum Ausstoß) beiträgt. Man weiß aber auch, dass die Energie, die hineingesteckt wird, um ein Fahrzeug herzustellen, nie wieder zurückgewonnen werden kann. Außerdem ist das Auto, oder besser gesagt der Verbrennungsmotor, eines der ineffizientesten Dinge. Fakt ist, dass das Auto ein Statussymbol ist und nicht rational damit umgegangen werden kann.

brand eins 06/2007 Einfach war gestern

Krishna Lahoti, Esslingen

Alles schön und gut. Kein Widerspruch. Die Firma Tomtom hat bei ihrem Wachstum nur ein Problem: Die Technik hält nicht Schritt. Die Geräte haben das Problem, dass sie nicht eingeschaltet werden können oder sich nicht abschalten lassen. Dazu gibt es Foren im Internet, auf der firmeneigenen Web-Seite steht dies an erster Stelle. Ob sie nun innovativ dabei sind oder - wie andere Elektrofirmen (Grundig) vor ihnen - Märkte falsch einschätzen (Handy), sei dahingestellt. Im Moment kommen sie nicht weg, weil das mit dem Einschalten nicht geht. Oder war es gar nicht aus?

brand eins 06/2007 Das Kartell

Gerhard Wilms, Berlin

Mündlich erteilte Auskünfte einer Verwaltungsbehörde, respektive eines Trägers der öffentlichen Verwaltung generell, begründen keine Haftungs- oder Schadensersatzansprüche. Behördenhandeln hat sich zwingend an die gesetzlichen Regeln des Verwaltungsverfahrens bzw. des Verwaltungszweigverfahrens zu halten. Alles darüber hinausgehende oder davor zurückbleibende Verwaltungshandeln ist rechtlich inexistent. In einem Verwaltungsverfahren hat der betroffene Bürger genau bezeichnete Rechte, von denen er Gebrauch machen sollte. Sieht er sich hierbei unrechtmäßig behandelt, dann ruft er die Hilfe des Verwaltungsgerichtes an. Von diesem Ansatz her ist mir der Verlauf der Sache im Grunde unverständlich, zumal Herr Lutze offensichtlich wegen der Nichterfüllung des Kauf-/Werkvertrages im Zivilprozessverfahren anwaltlich vertreten war.

brand eins 06/2007 Das Kartell

Wolfgang Schulhoff, Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf

Was Bauherr Joachim Lutze erlebt hat, ist mehr als bedauerlich. Sofern die Sachdarstellung des Autors zutrifft - denn Eigenleistung eines Hauseigentümers ist natürlich keine Schwarzarbeit. Dieser (und sicher mancher andere) hart zu kritisierende Einzelfall rechtfertigt jedoch nicht, das Kind gleich mit dem Bade auszuschütten. Weil Fehler passieren, muss gleich die ganze Institution weg? Es würde doch niemand die Abschaffung der Bundeswehr fordern, weil Wehrpflichtige berechtigte Beschwerden vortragen.

Ausbildung zur Selbstständigkeit und um selbst auszubilden: Würde die fürs deutsche Handwerk typische Qualifizierungskette reißen, wäre ein größerer Schaden für die Volkswirtschaft kaum denkbar. Das impliziert: Nicht jeder kann ohne Vorqualifikation als selbstständiger Handwerker arbeiten. Der Gesetzgeber hat bei der Novelle der Handwerksordnung überall dort, wo intensiv ausgebildet wird und wo es besonders auf den Schutz des Verbrauchers ankommt, am Qualifizierungsprinzip festgehalten. Wohlgemerkt: der Gesetzgeber, kein Schutzkartell der Handwerksfunktionäre. Die Möglichkeit für erfahrene Gesellen, sich selbstständig zu machen, sind sogar deutlich erweitert worden. Handwerkskammern stellen darüber hinaus Ausnahmebewilligungen nach sorgfältiger Einzelfallprüfung aus - großzügig. Im Kammerbezirk Düsseldorf kam im Jahr 2005 nahezu jeder zehnte Gründer so zum Zuge.

brand eins 05/2007 Die Gestörten

Lutz Zimmermann, per E-Mail

Wer es heute schafft, ein "nerviger" Student zu werden, ist in der Bundesrepublik noch ein Glückspilz. Die meisten der Gestörten werden ohne ihre eigene Zustimmung, aufgrund einer "Diagnose" von Staatsbeamten, bereits in jugendlichem Alter behandelt. Wer die Behandlung verweigert, dem wird der Zugang zur Bildung verweigert. Sonderschule ist lebenslänglich.

brand eins 05/2007 Verschlossene Gesellschaft

Walter W. Sawallisch, per E-Mail

In Deutschland möchte man nicht mehr verstehen, dass die einzige Konstante im Leben die Veränderung ist. Es ist ein Museum geworden. Gott sei Dank lebe ich seit über 20 Jahren in Japan, wo man Zukunft, Visionen und neue Ideen pur genießen kann.