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Das richtige Maß

Haben Sie von allem genug? Ist Ihnen alles zu viel? Aber fragen wir mal anders: zu viel wovon? Über den schwierigen Abschied von der Menge und der schweren Übung, mit Qualität statt Masse umzugehen. You can't always get what you want. But if you try sometimes you get what you need. Rolling Stones




1. Sieger

Xerxes I. war König der Perser, reich, groß, mächtig und ständig unzufrieden. Was er auch besaß, es könnte mehr sein, dachte er. Griechenland zum Beispiel. Das wollte er noch haben. Doch die Griechen wollten nicht fusionieren. Was bleibt einem als Vorstandsvorsitzendem des Großpersischen Reiches also übrig außer einer feindlichen Übernahme?

Auf der Seite von Xerxes standen Masse und Macht: Mehr als fünf Millionen Soldaten, so berichtet der zeitgenössische Historiker Herodot, zogen in Richtung Griechenland, eine Armee, die nicht allein den Horizont füllte, sondern auch über die modernste Kriegstechnik ihrer Zeit verfügte. Allein die Armada der Perser beförderte eine halbe Million Krieger.

Diese Flotte landete im August des Jahres 480 v. Chr. vor einem Gebirgszug, der das griechische Hinterland vom Meer abriegelte und nur durch eine enge, wenige Meter breite Schlucht, die Thermopylen, durchquert werden konnte.

Die griechische Verteidigungsarmee war - nicht nur aus heutiger Sicht - ein vergleichsweise lächerlicher Haufen von vielleicht 4000 bis 5000 Mann, der größte Teil davon eilig zusammengetrommelte Amateursoldaten. Allein die 300 Elitesoldaten Spartas, geführt von ihrem König Leonidas, bildeten den harten Kern des Widerstandes. Die 300 kämpften bis zum letzten Mann. Und töteten mehr als 40 000 Perser. Der Widerstandswille der wenigen wurde zum griechischen Mythos, der die Wende im Krieg gegen die Perser einleitete.

Wie konnte das passieren?

Das fragt man sich oft in der Geschichte, von David und Goliath bis zu Daimler und Chrysler. Wie kann man mit so viel Masse so wenig ausrichten? Militärhistoriker und Psychologen kennen die Antwort: Die Perser hatten zu viel. Das ist am Ende meist zu wenig.

Die gewaltige persische Armee war nicht von einem Befehlshaber allein dirigierbar. Ein umfangreicher Stab an Beratern, Technikern, Strategen und ein Haufen Günstlinge belagerten den Chef Tag und Nacht. Der größte Herrscher seiner Zeit war im operativen Geschäft gefangen. Jeder will was, jeder weiß was, jeder hat was zu bieten, jeder braucht noch eine Kleinigkeit. Die Perser waren so viele, dass sie sich nur noch mit sich selbst beschäftigen konnten. Dass da noch etwas war, ein paar Jungs mit Schwertern bei den Thermopylen, interessierte die Heeresleitung nicht wirklich. Sie hatte zu tun: mit dem Management der Masse, gefangen in dem, was wir heute Information-Overload nennen, erdrückt von Überkapazitäten und schierer Menge. Zu viel führt zu Verlusten, zuallererst zum Verlust des Denkvermögens.

Doch stimmt es, umgekehrt, dass die wenigen wirklich gesiegt haben? Am Ende des Tages waren sie tot. Helden zwar, aber kaum ein guter Beweis dafür, was heute viele glauben: dass weniger mehr ist.

Bei den Thermopylen gab es keine Sieger. Die einen hatten zu wenig, die anderen zu viel. So bleibt, allen Mythen zum Trotz, die klassische Schlacht des Jahres 480 v. Chr. ein schönes Beispiel für das wirkliche Leben.

2. Der Mangel

Wir sind alle ein bisschen Spartaner, ein wenig Perser. Überfordert zählen viele nur noch den Stand der Overkills: zu viele Informationen, zu viele Trends, zu viele Produkte, zu viele Termine, zu viel Auswahl, zu viele Neuigkeiten.

Wir haben echt genug, die Schnauze voll - aber das ist zu wenig. So ist es, wie es war: Spartaner scheitern am Mangel, Perser an der Masse. Spartaner verhungern, Perser trifft der Schlag. Weder die Helden noch die Herren haben wirklich etwas gelernt. Und so hört man Spartaner und Perser die alten Parolen rufen, die damals nichts getaugt haben und es heute nicht tun: Weniger ist mehr - eine der wohl dümmsten Phrasen der Menschheitsgeschichte, ist der Ruf der Spartaner. Ohne Masse keine Macht, antworten die Perser darauf, auf ähnlichem intellektuellem Niveau. Zwei Fronten an den Thermopylen der Transformation nichts dazugelernt in zweieinhalbtausend Jahren?

Das ist kein philosophisches und kein historisches Problem, sondern heute vor allem ein ökonomisches. Die wichtigste Frage für Unternehmen lautet schlicht, wie die feindlichen Brüder Qualität und Quantität miteinander zu verbinden sind.

Sind Wachstum und Qualität vereinbar?

Wo wird's zu viel?

Wo liegt das richtige Maß?

Die Frage ist der große Hintergrundton unserer Zeit. Wir stellen sie beim Essen, beim Trinken, beim Wirtschaften, beim Leben. Wie viel Wachstum verkraftet die Welt, wenn nun aus Schwellenländern wohlhabende Gesellschaften werden? Wie viel Menge ist noch überschaubar, und wie wählen wir aus, was uns bekommt? Verbrauchen wir zu viele Ressourcen, oder haben wir zu wenige Ideen? Braucht man 50 Vitaminsäfte und 100 verschiedene Kleinwagenmodelle, sind ein paar Hundert Millionen Web-Seiten nützlich oder überflüssig, und wer sagt uns, wo heute der beste Film auf welchem der unzähligen Kanäle läuft?

Und ist es nicht etwa so, dass immer weniger Leute immer mehr arbeiten? Reichen 345 Euro Arbeitslosengeld II aus, um ein Leben in Würde zu führen, ist das Dreifache davon zu viel? Die Welt ist voller Fragen, die meisten drehen sich um Mengen. Das ist so, weil wir bis heute nicht sehr viel mehr gelernt haben als unsere Vorfahren an den Thermopylen. Jeder will, dass alles für ihn passend gemacht wird. Doch alles zusammen ist ihm schnell zu viel.

Die große Frage nach dem richtigen Maß gibt es, weil es in der bisherigen Menschheitsgeschichte kaum Gelegenheit gab, sich mit dem Thema Masse und Maß ernsthaft zu beschäftigen. Die Menschheit hatte fast immer eine andere Sorge: den Mangel. Er war ihr treuester Begleiter.

Unser gesamtes Denken ist auf den Mangel abgestellt: Das Mangeldenken ist eine zentrale Tugend unserer Kultur geworden. Wirtschaftsstudenten des Jahres 2007 leben in einer Überflussgesellschaft, aber sie lernen nicht etwa mit Vielfalt umzugehen, sondern dass der Mangel die Triebkraft hinter aller menschlichen Aktivität ist. Wo der Mangel in den Köpfen regiert, wo er nach wie vor uneingeschränkt herrscht, gibt es kein richtiges Maß. Jeder glaubt, zu kurz zu kommen - und deshalb will jeder, was andere haben. Das führt zu einem Gerechtigkeitssinn, der nichts anderes ist als die Gier nach mehr.

3. Die drei Q's

Der Abschied aus der jahrtausendelangen Mangelgesellschaft hat längst begonnen. Mit der Industrialisierung wurden Massen mobilisiert, die zusehends immer größere Mengen an Produkten für alle bereitstellen konnten. Das war der Anfang vom Ende des Mangels als zwangsläufiger Schatten der Menschheit. Doch der Mangel im Kopf ist geblieben, weil sich anderes noch nicht wirklich vorstellen lässt. Die Fragen lauten: Wie geht man mit Überfluss um? Wie begegnet man den Möglichkeiten, die die Vielfalt des Marktes bereitstellt? Was kommt eigentlich, wenn alle alles haben?

Es kann nur besser werden. Vorausgesetzt, man denkt sich zunächst zwischen dem Zuviel und dem Zuwenig, zwischen dem alten Streit aus Qualität und Quantität ein drittes "Q" - das für Quantum. Es ist wichtig zu wissen, was diese Worte in ihrem lateinischen Ursprung bedeuteten:

Das erste Q steht für Quantität, das wichtigste Gegengift gegen den Mangel. Quantität bedeutet Menge. Das zweite Q ist jenes für Qualität. Das heißt nichts anderes als Eigenschaft. Qualität beschreibt also, woraus die Menge beschaffen ist und in welchem Zustand sie sich befindet.

Erst mit dem dritten Q, dem für das Wort Quantum, wird ein Schuh daraus. Es verweist auf die Dimension wie viel, wie groß?

Q, Q, Q - das gehört zusammen. Wo der Mensch das Trio trennt, gibt es Ärger, Kopfschmerzen und Verzweiflung. Dann marodiert eines der drei Qs durch die Welt, so wie es heute geschieht, bei der Quantität, der schieren Menge ohne besondere Eigenschaft und ohne Beschränkung.

Auch hier lohnt sich der etymologische Gegen-Check: Menge entstammt dem althochdeutschen "manic"; bis vor einigen Jahrzehnten war es im schönen Adjektiv "mannigfach" noch allgemeiner Sprachgebrauch. Das Wort manic machte sich aber schon viel früher auf die Reise in andere Sprachen, ins Englische etwa, wo es bis heute munter und wohlauf ist. Allerdings beschreibt manic im Englischen heute das, was die meisten empfinden, wenn sie mit der schieren Menge zu tun haben: durchgeknallt, verrückt, überdreht.

Das passiert immer, wenn das Quantum fehlt. Eine verrückte Menge ohne Eigenschaften entsteht, eine alles andere als intelligente Masse, die kollektiv durchknallt. Das führt zu einer neuen Form von Mangel, die wir bisher kaum kannten: dem Mangel an Sinn, an Zweck, an Nutzen. Es geht schlicht um die Frage, wozu denn all der Überfluss gut ist, der uns umgibt. Noch aber leben die meisten als Perser und Spartaner gemischt, als Jekylls und Hydes, die sich um diese wichtigste Frage unserer Zeit herumdrücken, indem sie ihr altes Mangelbild im Kopf behalten. Dann ist es wieder Zeit für die nächste Shopping-Orgie, der der nächste Depressionsschub folgt: Wozu das alles?

Ja, wozu? Und geht's auch anders?

4. Der Überfluss

Die einen warten, bis der Arzt kommt, die anderen stellen Fragen, wo das rechte Maß liegt. Die erste Frage dazu lautet: Gibt es zum Überfluss, zum Zuviel im Kapitalismus, eigentlich eine Alternative? Und ist immer mehr Wachstum nötig, um den Laden am Laufen zu halten? Haben wir es beim Zuviel also mit etwas zu tun, aus dem es kein Entrinnen gibt?

Einer der Ersten, die sich darüber den Kopf zerbrochen haben, war in den späten fünfziger Jahren der kanadische Wirtschaftswissenschaftler John Kenneth Galbraith.

Der glühende Keynesianer veröffentlichte mitten in der Wirtschaftseuphorie der Nachkriegszeit sein bekanntestes Werk: "The Affluent Society", die Überflussgesellschaft. Das Buch schlug in politischen Kreisen ein wie eine Bombe: Der junge Politaufsteiger John F. Kennedy machte Galbraith zu seinem Wirtschaftsberater, eine Rolle, die der Professor auch noch bei Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson wahrnahm. "Die Überflussgesellschaft" machte auf breiter Ebene die Funktionsweise des neuen Kapitalismus klar: Schon damals gab es laute Stimmen der Kritik an der überbordenden, barocken Vielfalt an Produkten, die die amerikanischen Supermärkte überschwemmten, und an dem damit verbundenen Konsumismus, der die übrigen Leitwerte der Gesellschaft zusehends ablöste. Galbraith erklärte den am Wirtschaftswunder zweifelnden Bewohnern ihre Welt: Nach dem großen Krieg, der die darin verwickelten Industrienationen zu äußersten Anstrengungen führte, waren gewaltige Produktionskapazitäten vorhanden, die nun mit Konsumgütern aller Art abgebaut werden mussten. Die Kriegsmaschine musste sich in eine Konsummaschine verwandeln, um Arbeitsplätze und Einkommen zu sichern.

Ohne diese Konsummaschine, so Galbraith, wären enorme soziale Verwerfungen und Konflikte die Folge. Der Rückbau der Kriegswirtschaft hätte den Krieg nur verlagert - ins Land selbst. Dieser Logik folgten schrittweise alle westlichen Staaten, und sie veränderte das Bild der Welt stärker als jeder Umbruch zuvor. Die Geburtsstunde des Supermarktes und der allgemeinen Überforderung ist mit dem Aufstieg der Werbung und der elektronischen Massenmedien verbunden. Sie sorgen dafür, so Galbraith, dass ständig neue Bedürfnisse entstehen. Ganz gleich, auf welcher gesellschaftlichen Stufe man auch steht, es gibt immer noch mehr, das man haben kann - und deshalb auch haben will.

Hier endet Galbraiths Analyse - und es beginnt seine Interpretation: Die Überflussgesellschaft muss, meinte er, zwangsläufig zur privaten Verschwendung und zur öffentlichen Armut führen. Denn in diesem System verliert der Staat immer mehr an Mittel und Ressourcen an den privaten Sektor. Langfristig würden damit Konzerne die Macht übernehmen. Demokratisch gewählte Organe hingegen spielten keine Rolle. Galbraiths Ratschlag lag in einem starken, steuernden Staat. Das Problem mit dem Staat ist nur: Er ist wie der Typ, den wir kennen, der nie genug kriegt und immer quengelt, dass er zu kurz kommt.

Ein Mensch wie du und ich.

5. Die Basis

Kein Zweifel: Galbraiths Analyse der neuen Verhältnisse, die die Wirtschaft nach dem Krieg und bis heute prägen, war hell und klar. Seine Interpretation ist es nicht. Staatsideologen nutzen sie bis heute, um Macht und Kontrolle zu fordern. Doch die Rede vom ausgehöhlten Staat ist verlogen.

Es ist schlicht falsch, dass der Staat in den vergangenen sechs Jahrzehnten seinen finanziellen Spielraum an die private Wirtschaft habe abgeben müssen. Im Gegenteil: Die Staatsquote, das Verhältnis der Ausgaben von Bund, Ländern und Kommunen zum Bruttoinlandsprodukt, hat sich seit Galbraiths Zeiten in allen entwickelten Ländern vervielfacht. Wer behauptet, die deutsche Staatsquote - mit derzeit knapp 47 Prozent - sei zu wenig, hat mindestens einen zu viel.

Doch mit einem hatte Galbraith zweifelsohne recht: Wohlstand und sozialer Friede bauen auf dem Fundament von Wachstum und Überfluss. Bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, einem Zeitpunkt, der als Geburt der Industriegesellschaft gilt, wuchs die weltweite Wirtschaft nach Berechnungen von Historikern der Weltbank um jährlich weniger als ein Zehntelpromille (0,01 Prozent). Im folgenden Jahrhundert nahm das Bruttoinlandsprodukt um etwas weniger als zwei Promille pro Jahr zu und nochmals hundert Jahre weiter, bis 1950, um durchschnittlich 0,88 Prozent. Erst die folgenden 50 Jahre machen das Kraut fett - mit mehr als zwei Prozent durchschnittlichem Wachstum in den westlichen Industrieländern. Das ist die Grundlage des Wohlstands, des Zuviels.

Das quantitative Wachstum mag wankelmütig sein, auch Talfahrten kennen, aber Wachstum ist, ohne jeden Zweifel, eine Konstante der Menschheit. Das scheint nun sehr für einen späten Sieg der Perser zu sprechen - doch es ist noch lange nicht das Ende der Geschichte.

6. Die große Wende

Bis jetzt war die Rede von Menge, vom Ende des materiellen Mangels. Das ist die Vorbedingung für mehr, und dieses Mehr lernen wir gerade erst. Es ist eine für die Menschheit so schwere, so unbekannte, so neue Herausforderung, dass es lange braucht, bis sich die ersten Antworten einstellen, bis das neue, richtige Maß gefunden ist. Es geht um die Konsequenzen aus dem Wachstum, dem man weder mit schlichter Begrenzung noch mit reiner Begeisterung begegnen kann. Das Ende der Armut mag in Sicht sein - und das gilt weltweit. Aber was dann? Was wird, wenn auch die heutigen Schwellen- und Entwicklungsländer dem Zuviel begegnen? Sie werden es nicht weniger fremd finden als wir.

Der 1974 verstorbene Generalsekretär Sithu U Thant hat in einer bemerkenswerten Rede vor der UN-Vollversammlung das Dilemma der Überflussgesellschaft auf dem Weg zum neuen Maß klar beschrieben: "Das Wesentlichste und Verblüffendste an den hoch entwickelten heutigen Volkswirtschaften ist, dass ihnen in kürzester Zeit alle Hilfsmittel in jeder gewünschten Menge zur Verfügung stehen. Entscheidungen haben sich nicht mehr nach vorhandenen Mitteln zu richten, sondern die Mittel werden durch Entscheidungen geschaffen. Das ist eine zutiefst revolutionäre Veränderung - vielleicht die entscheidendste Umwälzung, die die Menschheit je erlebt hat."

Das ist der springende Punkt.

Denn das Unbehagen am Zuviel resultiert letztlich nicht aus der Fülle des Angebots, sondern aus der Mühe der Auswahl, der Entscheidung also. An dieser Steilwand übt die ganze Menschheit seit Jahrzehnten, und der Weg, Qualität und Quantität über das jeweils richtige Maß in den - jeweils persönlichen - Griff zu kriegen, ist noch weithin unbekannt. Es gibt alles, aber nichts passt richtig. Immerhin: Die Übung läuft, wenn auch ihre Ergebnisse zuweilen winzig klein sind.

Mit dem Internet, so meinte man, begänne das Zeitalter der individuellen Produktion und Dienstleistung. Um das klarzumachen, pappte man auf jedes neue Produkt mit meist pseudoinnovativem Charakter ein "i" vorne dran, i wie individual. Das hatte vor allem psychologische Wirkung. Der Konsument, der massenhaften Standards und Mengen des alten Industriezeitalters müde, konnte sich wenigstens einreden, dass von nun an Produkte und Services extra für ihn und ganz genau nach seinen Bedürfnissen erdacht und erzeugt worden waren. Was das "i" angeht, ist mittlerweile Ernüchterung eingekehrt. Die meisten haben erkannt, dass sich dahinter nichts weiter als eine kosmetische Operation am alten Moloch Menge verbarg.

Ähnliche Erfahrungen zeichnen sich im Web 2.0 ab. Millionen Menschen üben dort, um ihr ganz persönliches Maß zu finden. Die Chancen, dass dabei schon der Schlüssel für ein neues Verständnis gefunden ist, stehen nicht besonders gut. Doch dass so viele es versuchen, zeigt, welche Defizite der auf reiner Masse bauende Kapitalismus hat. Der kann sich, in alter industrialistischer Schule, nur mit Ablenkungsmanövern über Wasser halten, mit noch marktschreierischen Kampagnen, noch schnelleren Produktzyklen, noch mehr scheinbaren Convenience-Produkten. Das rettet die Perser nicht.

7. Qualität

Der Ausgangspunkt einer neuen Wirtschaft ist die Theorie des qualitativen Wachstums. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) definiert qualitatives Wachstum als Konsequenz der Überflussgesellschaft. Zunächst sorgt die Masse und Menge dafür, dass Menschen leichter überleben, älter werden, besser leben. Der nächste Schritt auf dieser Grundlage besteht darin, dass durch das Anwachsen von Wissen unter diesen besseren Bedingungen die Menschen das tun, was sie schon immer getan haben: Dinge und Methoden zu verbessern. Was wir also heute erleben, die Flut an Billigkram und Nachahmerprodukten, tausend gleiche Nachrichten auf zehntausend Kanälen, die Me-Toos und die ewigen Marktschreiereien, sie sind nur ein Zwischenstopp auf der Reise. Ganz pragmatisch hat die OECD einen acht Punkte umfassenden Katalog entwickelt, der die Hauptziele des qualitativen Wachstums definiert:

1. Gesundheit
2. Lernen und Ausbildung
3. Qualität des Arbeitslebens
4. Freizeit und Zeiteinteilung
5. wirtschaftliche Situation und Kaufkraft
6. physische Umwelt
7. persönliche Sicherheit
8. soziale Beteiligungschancen

All das hatte man noch vor wenigen Generationen für schieren Luxus gehalten, und viele Menschen sehen in den acht Punkten auch heute nichts weiter als eine lässliche Agenda. Dabei ist die Definition ziemlich klar: All diese Dinge kosten viel Geld und brauchen viele Ideen. Sie sind nur machbar, wenn wir sie auf dem Fundament einer Überflussgesellschaft aufbauen. Das Nötige zuerst, dann das Machbare. Diese neuen Hauptziele der Menschheit decken durchaus die neuen, grundlegenden Bedürfnisse ab.

Die Frage ist heute, wie wir mit diesen Qualitäten umgehen. Klar - kaum ein Unternehmer oder Politiker, der nicht von ihnen redet. Mit Innovationen, heißt es dann gern, nähern wir uns dem Ziel. Doch Innovationen sind leicht zu verwechseln, mit Routinen zum Beispiel. Es gibt jede Menge "Neues", aber dahinter steckt in Wahrheit wenig. Das liegt auch daran, dass wir die alten Regeln des Mehr und der Masse ohne viel Nachdenken auf die neue Welt der Qualität und des Quantums übertragen.

Die neuen Regeln werden nicht vom Ordnungsamt geliefert. Die Menschheit übt noch - und so kommt es zu zahlreichen Verwechslungen und Missverständnissen. Was ist neu? Wörter mit "I" kann man besonders leicht verwechseln, scheint es: Individualität, Innovation, Irrtum und Ignoranz liegen nah beieinander. Der Irrtum ist verzeihlich - wo so viel Neues passiert. Die Ignoranz ist es nicht.

Es ist auffällig, dass die wirklichen Innovationen der vergangenen Jahrzehnte weder aus großen Projekten noch aus großen Unternehmen kamen. Das gilt nicht nur für die Wirtschaft, fällt hier aber besonders auf. Der Personal Computer wurde von IBM entwickelt, aber intern derart stiefmütterlich behandelt, dass das Unternehmen dadurch nur Schaden nahm. Zehn Jahre später, zu Beginn der neunziger Jahre, wiederholte praktisch die gesamte Equipe der führenden IT-Konzerne die bewährte Übung angesichts des Internets. Noch mal fast eine Dekade später ignorierten Musikkonzerne die Innovation digitaler Dateien - Stichwort MP3 -, und heute ignorieren Fernsehsender die 50. Wiederholung dieses Themas, wenn es um Videos im Netz geht. Autohersteller lebten während all dieser Zeit mit und von der Ignoranz, dass Öl ein knappes Gut werden wird. In all diesen Fällen ist die Angst vorm Verlust der Menge, der reinen Quantität, die eigentliche Triebfeder der Ignoranz gewesen.

"Der Zug zur Massenproduktion ist schon lange abgefahren", sagt der Soziologe Robert Hettlage dazu. "Die Frage ist nur, wer das in den großen Strukturen bemerkt hat." Der an der Universität Regensburg lehrende Hettlage weiß, "dass Innovationen nicht in Konzernen, sondern in Garagen gemacht werden - nicht, weil das schick ist, sondern weil es nur abseits der großen Strukturen geht".

Die Menge ist der Rettungsanker der alten Wirtschaft, und ihre letzte Schlacht wird mit zahllosen verwechselbaren Produkten ohne spezifische Eigenschaften geführt, die in mörderisch schnellen Produktzyklen auf den Markt kommen. Gleiches gilt für die unglaubliche Flut an gleichförmigen Dienstleistungen und Ideen. Auch Wissensprodukte folgen mittlerweile, meint Hettlage, der Spur verwechselbarer Tütensuppen. Das liege daran, dass denen, die Wissen produzieren sollen, das so beigebracht wird, als sollten sie Tütensuppen machen.

8. Die Aktionisten

"Mehr Abiturienten und mehr Studierende stehen doch nicht für mehr Wissen! ", erregt sich Hettlage. "Sie lernen heute meist nur Routinezeug, das schon veraltet ist, wenn sie ins Berufsleben einsteigen - und mehr wird's nicht." Auch Bildung, der vermeintliche Schlüssel zu mehr Qualität, funktioniert nur dann, wenn nicht statistische Planspiele mengenverliebter Bildungspolitiker als Maß angesetzt werden, "sondern wenn schlicht Basisbildung betrieben wird: Was ist wirklich wichtig, was kann ich dazulernen, wie unterscheide ich die Nützlichkeiten - das zählt. Aber alle machen sich durch sogenannte Schlüsselqualifikationen völlig besoffen". Die "Politik der großen Zahlen", sagt Hettlage, ist grandios gescheitert: Die Vorstellung, mehr Qualität durch den gnadenlosen Einsatz von "mehr Leuten zu sichern, die letztlich schon eine Powerpoint-Präsentation als Schlüsselqualifikation betrachten, wird nicht wirklich was bringen".

Mit der Entwicklung der Gesellschaft ist Hettlage nicht besonders glücklich: "Die Hauptdynamik besteht heute noch darin, vor der Entscheidung zur Qualität zu flüchten. Da macht man lieber irgendwas Aktionistisches. Bücher, die ein Aufguss von alten Büchern sind, noch eines dazu, zu jedem Modethema 20, 30 Titel." Nachdenken und hart arbeiten, um einer Antwort auf das richtige Maß wenigstens nahezukommen, ist hingegen verpönt: "Die meisten sind viel zu beschäftigt, um das zu tun, was sie tun müssten: nachdenken. Kreatives Warten und Konzentrieren sind nicht mehr gefragt."

Genau das aber, sagt Hettlage, ist das wirksamste Mittel gegen das Zuviel und Immergleiche: "Man muss sich auf eine Sache vollständig konzentrieren und sie zu Ende bringen. Max Weber hat jahrelang an seinen Büchern gearbeitet, intensiv, bis er vor Müdigkeit vom Stuhl fiel. Das Ergebnis war aber auch eine Analyse des Systems, die seit hundert Jahren recht nützlich ist." Für Kopfarbeit gilt, was für Handarbeit angesagt ist: Maß halten. Konzentrieren, um die Entscheidung voranzutreiben.

Doch unruhig zappelt die Welt. Es scheint, als wolle sich niemand wirklich entscheiden. Immer kommt nur mehr heraus, aber nichts Besseres. Das richtige Maß wird umgangen. Rasender Aktionismus ersetzt Qualität und verlängert die alte Mangelwirtschaft. Der Eindruck, der sich bei Führungskräften - und nicht nur dort - bietet, ist schockierend: Sie gleichen immer mehr einem unsicheren, leicht verhaltensgestörten Kind, dem es zu Hause, im Altbekannten, zu langweilig ist, das sich aber auch nicht nach draußen wagt. Stattdessen schlägt es in der Bude Krach und zappelt herum.

Mit solchen Fratzen kennt sich Wolfgang Bergmann aus. Der Erziehungswissenschaftler aus Hannover ist der Experte für Hyperaktive, genauer gesagt: Menschen, die unter dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) leiden. Es sind Kinder, die sich weder konzentrieren, noch still sitzen und zuhören können. Sie quasseln, haben aber nichts zu sagen. Was soll aus diesen Kindern nur werden? "Manager", sagt Bergmann.

Dieses Berufsbild bietet, so der Experte, ein ideales Betätigungsfeld für ADS-Kranke: "Der Zappelphilipp von heute ist der Manager von morgen." Und natürlich, sagt Bergmann, ist das alles andere als erfreulich, denn der Zappelphilipp lernt auf dem Weg nach oben dazu: "Rein äußerlich arbeiten sie im Höchsttempo ab, womit man sie beschäftigt. Sie zerlegen die Welt in rein funktionale Daten, sie scheinen korrekt zu sein - tatsächlich aber bleiben sie in ihrem System und gehen keinen Schritt weiter." Aktionismus ist der Stoff, aus dem ADSler sind. Sie sind unberechenbar und unzuverlässig.

"Loyalität gilt als Fehler. Wer sich konzentriert, bei der Sache bleibt, bei einem Unternehmen oder auch bei seiner wohlüberlegten Haltung, der gilt als dumm", sagt Bergmann. Diese gefährlichen Vorbilder streuen in die Gesellschaft hinein - und produzieren Nachahmer, die "unfähig sind, sich auf etwas ganz einzulassen. ADS-kranke Kinder sind für ihre Familie nicht erreichbar, ADS-kranke Erwachsene nicht für ihre Mitarbeiter. Alles, was für diese narzisstischen Charaktere zählt, ist mehr vom Gleichen. Und alles für sich selbst". Bergmanns Fazit ist keine Ferndiagnose. Vor seiner Karriere als Erziehungswissenschaftler und ADS-Experte war er jahrelang Managementberater. Mit Schwererziehbaren kennt sich der Mann also aus.

9. Zuverlässigkeit

Was tun?

Die Mengen-Lehrer sind schwer resozialisierbar. Das liegt daran, dass sie, wenngleich sehr extrem, das tun, was schon immer getan wurde: Menge machen, schiere Quantität. Damit haben sie ein Weilchen Erfolg. Und die Bürger lassen sie gewähren, weil auch sie erst langsam lernen, dass es so nicht mehr weitergeht. "Die Gesellschaft befindet sich im Zustand eines 17-Jährigen, der sich entscheiden soll, wie sein Leben läuft, aber das noch gar nicht kann. Er braucht eine starke Persönlichkeit, die ihm das - ohne Rohrstock - vormacht, einen großen Bruder, dem er vertrauen kann", sagt Bergmann. Wer könnte dieser große Bruder für das Thema Entscheidung sein?

Sehen wir uns bei dieser Frage mal all die Verwandten an, die im Zeitalter des letzten großen Gefechts der Masse und Menge links liegengelassen worden sind. Was ist zum Beispiel das Gegenteil von wankelmütig, launisch, zappelig, unsicher und vage? Zuverlässig.

Das klingt altmodisch, aber für Olaf Kübler ist es langfristig die "wichtigste Kraft der Wirtschaft". Kübler ist Physiker, war lange Jahre Präsident der Eidgenössischen Technischen Hochschule ETH in Zürich. Ein Mann der Vernunft, der klaren Rechnungen. Er hat im Lauf seiner Karriere unzählige Neuerungen gesehen. "Die meisten davon waren Pseudo-Innovationen", sagt er, "kaum was darunter, von dem Sie sagen können: Das bestimmt die Richtung für die nächsten 20 Jahre. Und was sind schon 20 Jahre? Nichts! "

Der Naturwissenschaftler wirbt bei Wirtschaftlern dafür, dass sie aus dem Rennen um Pseudo-Innovationen aussteigen: "Zuverlässigkeit statt Pseudo-Innovation" lautet sein Schlachtruf. Das Wort Zuverlässigkeit hat eine ganze Menge Geschwister: Langfristigkeit, Sicherheit, Vertrauen, Sorgfalt, Präzision, höchste Qualität. Kein Zufall, dass ein Schweizer Professor auf die Idee kommt, das fast schon zum Glaubenssatz gewordene Wort Innovation durch das nützliche und erdige Wort Zuverlässigkeit zu ersetzen. "Die Schweiz konnte nie von der Massenproduktion allein leben. Wir mussten auf Qualität und Zuverlässigkeit setzen", sagt er. Wann immer die Eidgenossen den Verlockungen der schieren Menge erlagen - zuletzt beim Einstieg in die Digitaluhren-Industrie -, machten sie grauenhafte Erfahrungen. "Wir haben unsere Lektion gelernt: Es geht darum, langfristige, zuverlässige Geschäfte zu machen. Qualität heißt, sich aufs Wesentliche zu besinnen."

Das Wesentliche ist übrigens ganz einfach: Es ist die Wirklichkeit.

Kübler überrascht damit auch seine Gesprächspartner, etwa Anlageexperten, die er schon mal fragt, warum sie ihre Produkte nur für junge Leute anbieten, da doch die Bevölkerung immer älter werde? Die Antwort war überraschend. Das sei das am heißesten diskutierte Thema in den Banken, gestand ein Gesprächspartner ein. Eine befriedigende Antwort auf die Frage aber habe man nicht gefunden. Für Kübler ist der demografische Wandel ein wichtiger Faktor auf dem Weg zu mehr Zuverlässigkeit und Qualität, also nicht, wie bei uns, ein einziges unlösbares Problem: "Mit zunehmendem Alter wollen Sie etwas Zuverlässiges. Da ist Ihre Lust, ständig etwas Neues auszuprobieren, einfach nicht mehr da. Vor allem, wenn Sie den Nutzen nicht sehen."

Daraus kann man Tugenden machen: Zuverlässigkeit und Sorgfalt in die Produkte und Dienstleistungen bringen. Dafür stehen übrigens nicht nur Schweizer Produkte. Dafür steht international, trotz hartnäckigem Gegenkurs der Aktionisten und ADS-Manager, auch Deutschland. "Nur Einfallsreichtum und Sorgfalt sichern den Wohlstand und bringen uns darüber hinaus weiter", sagt Kübler.

Damit sind wir wieder beim Quantum, dem unverzichtbaren Mittler zwischen Menge und Qualität. Die Formel des richtigen Maßes ist nicht universell. Jeder muss an und für sich lernen, wo das Maß liegt. Entscheidend ist das Quantum. Wie viel? Wie groß?

10. Das Maß

Wie groß können Schwellen- und Entwicklungsländer werden? Müssen sie zwangsläufig das westliche Vorbild kopieren? Oder gibt es diesmal eine Chance auf ein richtiges Maß?

Es gibt Hoffnung, dass sich die Geschichte nicht wiederholt, sondern dass es besser weitergeht. In Bangladesh zum Beispiel.

Der Golf von Bengalen ist ein berüchtigtes Armenhaus der Welt und Betätigungsfeld von Mohammed Yunus. Der Wirtschaftswissenschaftler und Bankier wurde im Vorjahr mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet - wohl deshalb, weil sein ökonomischer Weitblick für die Jury des Wirtschaftsnobelpreises zu hoch war. Alle lernen noch, und die Freunde der Masse tun sich damit besonders schwer. Der in den USA ausgebildete Yunus ist ein Kapitalist, der die Welt verändern kann - mit seiner Microfinance-Idee, bei der arme Bürger Kleinstkredite von einigen Hundert Euro bekommen, um sich eine Existenz aufzubauen. Diese Idee ist enorm erfolgreich, und sie unterscheidet sich dramatisch von der langjährigen Tradition westlicher Länder, mit Spenden und Wohltaten die Armenhäuser der Welt verändern zu wollen. "Das ist keine Lösung. Wir müssen unsere Ökonomie aufbauen, und das kann nur durch Menschen geschehen, die ihre Selbstständigkeit auf Zuverlässigkeit aufbauen."

Die Ökomomie der Zuverlässigkeit, der persönlichen Verantwortung, lässt die Masse hinter sich. Yunus hat mit seiner Grameen-Bank (übersetzt: Dorf-Bank) bis heute Kredite von insgesamt mehr als 4,5 Milliarden Euro in mehr als 77 000 Dörfern vergeben, und mehr als ein Drittel der Kunden schafft den Sprung über die Armutsgrenze. Kein Almosenprojekt, keine noch so große Spendenkampagne reicher Länder hat Ähnliches bewirkt. Nicht nur den Juroren des Wirtschaftsnobelpreises scheint das in ihrer Mengen-Lehre ein Rätsel zu sein. Im Vorjahr sorgte Yunus für ein Raunen in den unzähligen Hilfsorganisationen des Westens, die sich in den Armenhäusern der Welt seit vielen Jahren lautstark - und mit bescheidensten Ergebnissen - engagieren. Yunus lehnte die Spendenflut ab, die nach der Überreichung des Nobelpreises an den Grameen-Fonds floss, der die Mikrokredite speist. Denn die Kredite werden nicht wahllos vergeben: Es gibt klare Regeln, auf die sich ein Kreditnehmer einlassen muss, eine verbindliche, sorgfältige, auf Zuverlässigkeit bauende Strategie, wie das Geld eingesetzt und zurückgezahlt werden kann.

Verlässlichkeit ist das A und O. "Zu viel ist immer ein Problem - auch zu viel Geld. Denn wenn es nicht mehr im Zusammenhang mit den Leuten und ihrer Arbeit steht, ist sein Wert fraglich", sagt Yunus. Das ist erstaunlich für einen Bankier, der noch hinzufügt, dass Wirtschaft - bei jedem Einzelnen - helfen kann, die großen und kleinen Probleme zu lösen.

Nicht "Schlachtschiffe und Supertanker", sondern "kleine Boote, die wissen, wohin sie steuern", sagt er, sind die Sieger der neuen Wirtschaft. Keine Perser also, keine große Armee und auch keine Helden, nur Menschen, die wissen, was sie tun, sind nötig.

Der Mann verlangt eine ganze Menge. Aber kein bisschen zu viel. -