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leserbriefe@brandeins.de

brand eins 04/2007 Geht's auch ohne Rechnung?


Matthias Wilke, Kirchsahr / Eifel

Über diesen Beitrag habe ich mich richtig geärgert! Mir fällt es auch schwer, die Prinzipien unseres Sozialsystems gut zu finden. In gewisser Hinsicht müssen wir alle die Lebenslügen unserer Gesellschaft ausbaden, und ich kann mich wenigstens noch damit trösten, dass ich die Blüms und Münteferings dieser Welt nie gewählt habe. Aber es sich so einfach zu machen wie Ihr Autor und Schwarzarbeit wie eine Heldentat à la Robin Hood darzustellen, käme mir offen gesagt nicht in den Sinn. Sie haben ja recht, wenn Sie die extreme Lohnspreizung zwischen dem Nettolohn des Malers und dem Preis für eine Handwerkerstunde vergleichen. Aber Sie sollten als Wirtschaftsmagazin wissen, dass die dabei entstehende Wertschöpfung gerade bei kleinen Betrieben relativ breit gestreut wird in Form von Löhnen im eigenen Betrieb, bei Zulieferern, Banken, Versicherungen usw.

brand eins 04/2007 Mehr Zuversicht, weniger Panik

Michael Weber, Köln

Wolf Lotters zweiter Teil des Kreuzzugs gegen das IPCC lässt mich etwas sprachlos zurück. Bin ich doch von brand eins in der Regel eine ausgewogene Berichterstattung mit Darstellung verschiedener Sichtweisen gewohnt, so erscheinen mir das Interview und die Ergänzungen zum Thema wie eine etwas verzweifelte Rechtfertigung des Artikels "Zweifel im Klimakterium" im vorherigen Heft. Bereits mit der Eröffnung des Interviews wird der Untergang Hamburgs diskutiert und mit dem aktuellen IPCC-Bericht in Verbindung gebracht - ein Untergang, über den sich kein mir bekannter Klimawissenschaftler jemals geäußert hat und der schon gar nicht im IPCC-Report zu finden ist!

brand eins 04/2007 Mehr Zuversicht, weniger Panik

Berhard Link, per E-Mail

Ich begrüße durchaus Ihre kritische Haltung zu der aktuell zunehmend politisierten und demagogisierten Debatte zum Thema Klimawandel. Ich bitte Sie jedoch, hierbei nicht zu vernachlässigen, dass es sich hier meines Erachtens auch um eine längst überfällige Gegenreaktion zu einer jahrzehntelangen Verleugnungsstrategie handelt, die jegliche Beteiligung des Menschen an der Klimaerwärmung negiert hat. Insofern halte ich diese Debatte in gewisser Weise für normal und gesund und hoffe, dass am Ende wieder bzw. endlich ein nüchterner Dialog zu diesem Thema mit entsprechenden Maßnahmen stehen wird.

brand eins 04/2007 Kolumne: "Tod am Beamer"

Bernd Keffel, Hannover

Mit Begeisterung habe ich Ihren Bericht zu deutschen Vorständen und ihren Gehalts- und Zusatzforderungen gelesen. Alles nur deshalb, um wettbewerbsfähig zu sein, damit man die besten Leute hält oder bekommt. So weit, so gut. Jedoch impliziert das, dass alle Mitarbeiter der Hierarchien darunter, die immer mehr in Billiglohnländer verlagert werden, anscheinend keine monetären Vergütungen, verglichen mit den Besten der Welt, benötigen, um ein Unternehmen erfolgreich zu machen. Auch eine Ansicht! In dem Zusammenhang habe ich noch nie gehört, dass Vorstände ebenfalls in Billiglohnländer verlagert wurden, da man angeblich dort gleiche Leistung zu günstigeren Gehältern bekommt, um auf dem Weltmarkt zu bestehen. Wie viele Mitarbeiter bräuchte man nicht zu entlassen, wenn dann die Gehälter der Vorstände auf das Gehaltsniveau der Billiglohnländer reduziert wird?

brand eins 03/2007 Diven-Dämmerung

Yann Seyrer, Frankfurt

Ich habe selten eine so überzeugende, elegante und tiefschürfende Argumentation zum Thema Spitzenkräfte gelesen. Auch die praktischen Tips Ihrer Zeitschrift finde ich nützlich. So habe ich mich wie empfohlen zwecks Unternehmensgründung vom Zürcher Startzentrum beraten lassen. Ein guter Rat, kostenlos.

brand eins 03/2007 Marketing-Kolumne: Pharma-Marketing

Oliver Pragal, Hamburg

Ich forsche seit Jahren im Bereich der Korruption, insbesondere innerhalb der Privatwirtschaft, und kann Ihrer Kritik und hervorragenden Strukturanalyse nur zustimmen. In einem Punkt war der Artikel jedoch ungenau: Bisher wird die Bestechung von niedergelassenen Ärzten für straflos gehalten. Ich habe erstmals in der "Neuen Zeitschrift für Strafrecht", 2005/3, (S. 133-136) das Gegenteil vertreten - eine höchstrichterliche Klärung steht jedoch noch aus, das Thema ist heiß umstritten und sehr brisant für Ärzte und Industrie.