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Da kann man noch was lernen!

Eine Auswahl von Projekten und Initiativen, die zeigen, Deutschland lernt: Mitarbeit können sie alle vertragen.




Nicht unter die Räder kommen Chance Plus heißt das Ausbildungsprogramm der Deutschen Bahn, das Schülern ohne Schulabschluss und Real- und Hauptschülern, die als bedingt ausbildungsfähig gelten, einen Praktikumsplatz in ihrem Unternehmen anbietet. Im vergangenen Jahr waren es 180 Praktikanten. Um die Chancen der Jugendlichen zusätzlich zu erhöhen, bietet das Programm neben der praktischen Arbeit begleitende Kurse, die Wissenslücken füllen und Methoden- und Sozialkompetenz. vermitteln. Das Unternehmen rechnet damit, im Anschluss an das Praktikum mehr als 50 Prozent der Teilnehmer in eine Ausbildung oder eine Stelle in anderen Unternehmen vermitteln zu können. Aufgrund der positiven Erfahrungen soll die Stellenzahl in diesem Herbst verdoppelt werden. Zu den Partnern des Programms gehören derzeit die Versicherungsgruppe DEVK und die Zeitarbeitsfirma Randstad.

Gründung: Oktober 2004, Träger: Deutsche Bahn Kontakt: bernd.h.schulze@hahn.de, Telefon: 030/29 73 66 01 Neue Ausbildung für Theorieschwache Hauptschulabgänger mit eher praktischen als theoretischen Begabungen können jetzt in einem baden-württembergischen Pilotprojekt zum Maschinen- und Anlagenführer ausgebildet werden. Innerhalb von zwei Jahren lernen sie, wie sie Produktionsanlagen steuern und für wechselnde Produkte umrüsten können. [m Anschluss an die Basisausbildung der Metallindustrie können sie verschiedene Facharbeiterabschlüsse zum Fertigungs-, Industrie-, Werkzeug- oder Zerspanungsmechaniker anhängen. Neben den Jugendlichen profitieren auch die Ausbildungsbetriebe von dem Projekt, denn die Auszubildenden erweisen sich als schneller und qualifizierter als angelernte Kräfte. Derzeit werden acht Jugendliche ausgebildet. Für dieses und das kommende Jahr sind jeweils 15 weitere Stellen geplant.

Gründung: August 2004, Träger: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg Indusirie- und Handelskammer Südlicher Oberrhein, Internationaler Bund Kontakt: robert.merle@freiburg.ihk.de, Telefon: 0761/3 85 81 65 Lehrer ab ins Unternehmen!

Schüler sollen von Lehrern etwas fürs Leben lernen. Dazu sollten Berufsorientierung und fachliche wie soziale Kompetenz gehören. Oft haben Lehrer allerdings keinen Bezug zur Wirtschaftswelt. Auf Initiative der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft beurlaubt das Bayerische Kultusministerium seit September 2001 jährlich bis zu zehn Gymnasiallehrer, die sechs bis zwölf Monate in ausgesuchten Unternehmen verbringen. Danach sollen sie das Verständnis der Schüler für wirtschaftliche Prozesse fördern.

Gründung: 2001, Träger: Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus, Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Kontakt: stelzer.michaela@hhw.de, Telefon: 089/44 10 81 50 Autisten machen Schulabschluss In Hessen haben Autisten zum ersten Mal in Deutschland erfolgreich einen Hauptschulabschluss gemacht. In einer betreuten Gruppe ist es sechs jungen Männern gelungen, sich schreibend zum Ziel zu lernen. Autisten scheuen Blick- und Körperkontakt und sprechen selten. Die Initiative der Eltern "Projekt für schreibende Autisten" (Prosa) basiert auf dem Einsatz von Computern. In einem nächsten Schritt sind Praktikumstage oder Werkstattarbeit geplant.

Gründung: 2002, Träger: Lebenshilfe Gießen Kontakt: prmammschcn@web.de, Telefon: 0 64 04/8 04 39 (Ursel Seifert) Lesen für den sozialen Aufstieg Einen Mittelweg zwischen erfolgsorientierter Nachhilfe und dem Ziel, Lesefreunde zu fördern, gehen die Mentor-Leselernhelfer. In Kleingruppen üben sie mit Kindern sozial schwacher Herkunft Lesen und Schreiben, reden über Texte und besuchen Büchereien. Die Förderung der Lese- und Sprachkompetenz soll den Kindern und Jugendlichen zwischen 6 und 16 Jahren den Schulerfolg garantieren und den späteren sozialen Aufstieg erleichtern.

Gründung: März 2003, Träger: Mentor Hannover e.V. Kontakt: www.mentor-leselernhelfer.de, Telefon: 05 11/61 62 24 32