Wenn das Interesse stirbt

Die moderne Rechtsmedizin hat enorme Fortschritte gemacht: 95 Prozent aller Tötungsdelikte werden in Deutschland aufgeklärt. Trotzdem ist der perfekte Mord nicht nur möglich, sondern sogar Alltag.




Zunächst fand man nur ihre Jacke im Wald. Blutig. Eingewickelt in eine Plastiktüte. Später entdeckten die Suchtrupps auch die verscharrte Leiche. Shirley Duguay, eine Mutter von fünf Kindern, war monatelang vermisst worden. Von Anfang an verdächtigte die Polizei auf der kanadischen Prince-Edward-Insel den geschiedenen Ehemann Douglas Beamish, der inzwischen wieder bei seinen Eltern wohnte. Aber es gab keine Beweise. Beamish schien den perfekten Mord begangen zu haben. Bis ein Untersuchungsbeamter auf die Idee kam, im Internet nach einem Experten für Katzen-Genetik zu suchen, denn auf der Jacke des Opfers hatten sich außer dem Blut der Frau auch 27 Haare einer weißen Katze befunden - und Beamishs Eltern hatten eine Katze.

Der Ermittler stieß auf Marilyn Menotti-Raymond, eine renommierte Genforscherin für Katzenerbgut am Laboratory of Genomic Diversity (LGD) in Maryland. Sie ließ sich überzeugen, einen genetischen Fingerabdruck für Katzen zu. entwickeln. Im April 1997 stellte die Forscherin ihre Ergebnisse im Fachmagazin "Nature" vor - inklusive Erfolgsmeldung: Die Katzenhaare auf der Jacke des Mordopfers konnten einwandfrei der Katze von Beamishs Eltern zugeordnet werden. Beamish wurde wegen Mordes an seiner Ex-Frau Shirley Duguay verurteilt.

Wer einen Mord plant, nimmt es heute mit einem Heer von Wissenschaftlern auf: Medizinern, die halb verwesten Leichen Informationen über Todesart und Täter entlocken, Chemikern, die einzelne Moleküle eines Gifts nachweisen, Psychologen, die Täterprofile erstellen, Genetikern, die aus jahrzehntealten Zellresten DNS zur Identifizierung eines Täters isolieren können, Informatikern, deren Computerprogramme binnen Sekunden Millionen von Daten durchsuchen und in Beziehung zum Täter bringen. In Deutschland hat die technologische Entwicklung der vergangenen Jahre die Aufklärungsrate von Mordfällen inzwischen auf mehr als 95 Prozent getrieben.

Einen immer höheren Stellenwert nimmt dabei die Analyse des menschlichen Erbguts ein. 1991 wurde in München eine junge Irin nahe der Isar vergewaltigt und niedergestochen. Ein Täter konnte jahrelang nicht ermittelt werden. Die Fahnder sicherten aber Spermareste und erstellten ein DNS-Profil des Täters. Diese Spur wurde in die DNA-Analyse-Datei (DAD) des Bundeskriminalamtes (BKA) in Wiesbaden eingespeist, in der seit dem 11. Mai 1998 rund 332 000 DNS-Profile erfasst sind. Im November 2003 wurde schließlich eine Übereinstimmung mit dem Profil eines Bremerhaveners registriert. Er war 1991 nur kurz in München und stand in keiner Verbindung zum Opfer, das er zufällig getroffen hatte.

"Ohne die DNS-Analyse wäre der Fall nie aufgeklärt worden", sagt Wolfgang Eisenmenger, Direktor des Rechtsmedizinischen Instituts der Universität München. Mehr als 12 000 Delikte konnten bisher mit Hilfe der DAD, die monatlich um 6000 Datensätze wächst, aufgeklärt werden. "Kein anderes Verfahren bringt eine so hohe Trefferquote - fast 23 Prozent - wie die DNS-Analyse" , sagt Ralph Höger, DAD-Referatsleiter beim BKA. Aus Zähnen, Blut, Sperma, Speichel, Knochen, Haaren, Urin und Fäkalien können die Experten DNS gewinnen. Sogar Täter, die am Tatort essen oder trinken, können einzelne Zellen und somit DNS-Spuren am Brotrest oder Weinglas hinterlassen.

Für die Fahndung sind DNS-Profile jedoch nur bedingt hilfreich. Mehr als hoffen, dass eine DNS-Spur mit dem Profil eines registrierten Täters übereinstimmt, können die Kriminalisten bisher nicht. Dabei könnte das Erbgut auch über die äußere Erscheinung des Täters Auskunft geben: Die Augen-, Haar- und Hautfarbe, die Gesichtsform, sogar bestimmte Krankheiten werden von den Genen bestimmt. Zumindest theoretisch ließe sich also aus den individuellen Gensequenzen ein Phantombild erstellen. Allerdings müsste es dazu erlaubt sein, nicht nur die Bereiche des Erbguts zu analysieren, die keine weitergehenden genetischen Informationen enthalten, wie es bisher für das DNS-Profil gesetzlich vorgeschrieben ist. Zudem sind die relevanten Gene bisher kaum erforscht. Lediglich für die Haarfarbe existiert ein Gentest, der mit 80-prozentiger Sicherheit eine rote Färbung nachweisen kann. Außerdem bereitet die US-Firma DNA Print Genomics einen Gentest namens Retinome zur Bestimmung der Augenfarbe vor.

Dennoch ist das genetische Phantombild nicht gänzlich Zukunftsmusik: Die ethnische Zugehörigkeit eines Täters lässt sich schon heute mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch aus den DNS-Abschnitten herauslesen, die keine Gene enthalten. DNA Print Genomics konnte einen Serienmörder in Louisiana anhand seiner DNS-Spur als Amerikaner mit etwa 85 Prozent afrikanischer Herkunft typisieren. Die Polizei hatte vorher aufgrund eines psychologischen Gutachtens nach einem Weißen gesucht. Inzwischen sitzt der geständige Täter im Gefängnis - ein Afro-Amerikaner. In Deutschland ist die Verwendung der Gene zur Ermittlung äußerer Merkmale eines Täters allerdings illegal: Um das Recht auf informelle Selbstbestimmung zu schützen, verbietet ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Analyse kodierender Erbgutabschnitte, also der Gene.

Auch auf anderen Gebieten gibt es erhebliche Fortschritte. Eine immer wichtiger werdende Spezialmethode ist die Forensische Entomologie, einer ihrer Stars der Kriminalbiologe Mark Benecke. Er überführte 1997 gemeinsam mit einem Ameisenspezialisten den Pastor Klaus Geyer als Mörder seiner Frau. Benecke bestimmte über das Alter von Schmeißfliegenmaden, die auf der Leiche gefunden wurden, wie lange die Pastorengattin im Wald gelegen hatte. Und der Kollege wies nach, dass die Ameisen an des Pastors Gummistiefeln nur vom Fundort der Leiche stammen konnten.

Schon lange ist bekannt, dass viele Insekten sich von Leichen angezogen fühlen. Inzwischen machen sich Biologen daran, dieses Wissen für die Aufklärung von Verbrechen zu nutzen. So werden zum Beispiel, verschiedene Insektenarten von unterschiedlichen Zersetzungsstadien des Körpers angezogen. Blau schimmernde Schmeißfliegen, metallisch goldgrüne Goldfliegen oder graue Fleischfliegen sind die Ersten, die ihre Eier auf einer Leiche ablegen. Die aus den Eiern schlüpfenden Maden ernähren sich vom Leichengewebe und verpuppen sich schließlich. Aus den Puppen schlüpfen nach bestimmten Zeiträumen neue Fliegen, sodass gewissermaßen eine Madenuhr zu ticken beginnt, wenn eine Leiche in der Natur liegt, und die können Experten wie Benecke lesen.

In warmem Klima skelettieren die Insekten die Leiche innerhalb von zwei Wochen. In kühleren Breitengraden, also etwa in Deutschland, nähern sich zum Beispiel die Käsefliegen erst nach etwa drei Monaten einer Leiche, weil sie erst dann käsig genug riecht. Ihre Insekten-Uhren eichen die forensischen Biologen unter anderem auf der "Body Farm", der Anthropological Research Facility (ARF) der University of Tennessee. Dort werden Leichen in allen erdenklichen Situationen dem Fraß der Insekten ausgesetzt - unter penibler Beobachtung der Experten, die protokollieren, welche Tiere wann und unter welchen Witterugsbedingungen Interesse an den Kadavern zeigen.

Selbst einzelne Aspekte der Tat lassen sich manchmal mittels der kleinen Tiere rekonstruieren, etwa ob eine Leiche transportiert wurde. Einen Mörder überführten Bisse einer seltenen Milbenart, die er sich nur in der Region zuziehen konnte, in der die Leiche seines Opfers gefunden wurde. "In einem Fall haben wir in Wasser lebende Schnecken auf einer Leiche gefunden", erinnert sich Benecke. Zum Erstaunen der Ermittler musste das Opfer, das an Land gefunden wurde, zumindest zeitweise unter Wasser gelegen haben. Mitunter können die Maden sogar den entscheidenden Hinweis geben, wie ein Opfer ums Leben gekommen ist. "Da sie Gewebestücke der Leiche aufnehmen, kann über die chemische Analyse der Maden unter Umständen das Gift nachgewiesen werden, an dem die Person gestorben ist", sagt Benecke.

Einen wichtigen Fortschritt sieht er in der " Vernetzung, der Gesamtschau aller Spuren". Vielfach seien Forensiker und Rechtsmediziner zu verliebt in die eigenen speziellen Methoden. Die Polizei hingegen sei geschult, in Zusammenhängen zu denken. Folgerichtig werden deshalb nicht nur naturwissenschaftliche Methoden zur Mördersuche benutzt. Psychologen unterstützen die Ermittlungen, wenn in einer Fallanalyse das Verhalten eines Täters rekonstruiert und einschätzbar gemacht werden soll. Teil dieser Analyse kann ein Täterprofil sein. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die ersten Profile erstellt. 1930 entwarf ein Düsseldorfer Kriminaldirektor ein Täterprofil des noch nicht gefassten Serienmörders Peter Kürten - er lag richtig mit seiner Einschätzung eines hochintelligenten Einzeltäters, der Angestellter in gehobener Position, motorisiert und gut vorbereitet sei.

Ein ungewöhnliches Täterprofil gab der militärische Geheimdienst der USA 1943 bei dem Psychiater Walter Langer in Auftrag: ein Psychogramm Adolf Hitlers. Langer wertete Reden Hitlers und die Aussagen von Personen aus, die persönlichen Kontakt mit dem Diktator hatten. Im Angesicht einer Niederlage würde Hitler wahrscheinlich Selbstmord begehen, sagte Langer voraus. Trotz der Erfolge gründete das FBI erst in den siebziger Jahren eine Behavioral Science Unit, um systematisch Fallanalysen und Täterprofile zu erstellen. Anfang der achtziger Jahre begann das Kriminalistische Institut des Bundeskriminalamtes eine wissenschaftliche Grundlage für die Fallanalyse zu erarbeiten. 1998 startete das BKA die "Operative Fallanalyse (OFA)", Anfang 2000 die Falldatei ViCLAS (Violent Crime Linkage Analysis System), eine Datenbank zur Suche nach Übereinstimmungen zwischen einzelnen Verbrechen, um Serienstraftaten zu erkennen.

Aber Computer werden nicht nur für solche Datenbanken eingesetzt. Benecke nutzt Computeranimationen, um Tathergänge zu rekonstruieren, die sich zwingend aus den Indizien ergeben. "Solche Rekonstruktionen haben aber keine Beweisfähigkeit", betont Benecke. Sie erleichtern es nur, die unterschiedlichen Puzzleteile eines Mordfalls im Zusammenhang zu sehen. Am Institut für Gerichtliche Medizin der Universität Tübingen kann der Tatort im Computer detailreich und maßstabsgetreu nachgestellt werden. So lassen sich Einschusswinkel, die Richtung von Blutspritzern und andere ballistische Probleme darstellen. Besonders hilfreich für mitunter jahrelange Ermittlungen ist die virtuelle Konservierung des Tatortes. So kann noch nach Jahren überprüft werden, ob beispielsweise eine gefundene Waffe die beobachteten Spuren hinterlassen haben kann.

Schweizer Rechtsmediziner der Universität Bern haben ein System namens "Virtopsy" entwickelt, mit dem die Leiche per Magnet-Resonanz und Computertomografie durchleuchtet und erst danach seziert wird. Schon vor dem ersten Schnitt wissen die Mediziner nun, was sie bei der Obduktion erwartet. So lässt sich zum Beispiel, schneller dokumentieren, ob die so genannten Brückenvenen im Hirn intakt sind, deren Abriss häufig Zeichen eines Schleudertraumas sind, etwa beim Tod eines Säuglings. Beim Schütteln des Kindes bewegen sich das träge in der Hirnflüssigkeit schwimmende Gehirn und der Schädel gegeneinander, sodass die Venen reißen können.

Solche klassischen Analysen werden in Berlin in einer Villa im Süden Dahlems durchgeführt, dem Sitz des Instituts für Rechtsmedizin der Freien Universität Berlin. Im angeschlossenen Sezierhaus landet etwa die Hälfte aller mutmaßlichen Mordopfer in Berlin. Angeliefert im Kühlwagen, werden sie auf kalte Edelstahltische gelegt und obduziert. Wenn die penibel geputzten Tische leer sind, zeugen von den Leichen einige Gläser, in denen Kehlköpfe und andere Organe in Alkohol schwimmend auf ihre Untersuchung warten.

"Natürlich gibt es den perfekten Mord", sagt der Leiter des Hauses, Volkmar Schneider, der seit der Fusion der Medizinischen Fakultäten auch das entsprechende Institut der Humboldt-Universität führt. Laut Schneider werden jedes Jahr etwa 1100 Tötungsdelikte in Deutschland registriert und nicht zuletzt mithilfe moderner rechtsmedizinischer Methoden bis auf wenige Prozent aufgeklärt. Mit seinem Kollegen, dem Bonner Rechtsmediziner Burkhard Madea, hat der FU-Professor jedoch errechnet, dass allein in Deutschland jährlich mindestens 1200 Tötungsdelikte unentdeckt bleiben, weil auf dem Totenschein "natürlicher Tod" angekreuzt wurde. Schneiders Kollege in Münster, Bernd Brinkmann, rechnet gar mit 2400 unentdeckten Tötungen jährlich.

"Das sind Hochrechnungen auf Basis der zweiten Leichenschau im Krematorium, die immer dann durchgeführt wird, wenn eine Leiche eingeäschert werden soll", sagt Schneider. Da dort meist ein Rechtsmediziner die Leichen untersucht, entpuppt sich manch schwammiges " Herz-Kreislaufversagen" als Tod durch Ersticken. Niemand wisse genau, wie viele Morde übersehen werden. Sicher sei nur, dass der Grund die schlechte Qualität der Leichenschau sei, die vom Land-, Haus- oder Notarzt durchgeführt wird. "Viele Ärzte finden Leichen ekelhaft", sagt Mark Benecke. Oft habe er es erlebt, dass Ärzte den Toten nicht mal berühren wollten. Und ein Semester Rechtsmedizin reiche nicht, um Gewalteinwirkung sicher zu erkennen. "Wenn ein Kind mit einem Kissen erstickt wird, kann man davon ausgehen, dass kein Hausarzt oder Notarzt das bemerkt." Schneider weiß, dass sogar Einschüsse übersehen werden. "Ich erinnere mich an einen Fall mit einer Schussverletzung über dem Herzen, die vom leichenbeschauenden Arzt nicht erkannt wurde, weil er die Leiche nicht ausgezogen hatte." Er glaubt, dass 20 bis 50 Prozent der Angaben zur Todesursache falsch sind. Seit Anfang der achtziger Jahre bemängeln der Generalbundesanwalt und Generalstaatsanwälte der Bundesländer die Praxis der Leichenschau. Sie fordern im Einklang mit den Rechtsmedizinern, dass sie nur von speziell ausgebildeten Ärzten durchgeführt wird.

Bisher existiert nicht mal eine bundesweite Pflicht, den Toten für die Untersuchung zu entkleiden. Weder besteht Interesse, die Anzahl kostspieliger Obduktionen in die Höhe zu treiben, noch schlechte Publicity zu provozieren. Denn je genauer man nach Morden sucht, umso mehr findet man. So ist die Tötungsdelikt -Rate in Deutschland geringer als in Schweden, nicht, weil es dort mehr Kriminalität gäbe, sondern weil "in Skandinavien mehr als 30 Prozent der Leichen obduziert werden, in Deutschland nur zwei", sagt Schneider. "Meine Sorge ist, dass die Dunkelziffer der unerkannten Morde weiter steigen wird." Der Totenschein als Beihilfe zum Mord? "In gewisser Weise ja. Anscheinend nimmt man die Rechtssicherheit immer weniger wichtig." Schneider fordert eine Verwaltungssektion, wie es sie in Österreich gibt. Bei rund 900 000 Todesfällen in Deutschland jährlich könne zwar nicht jeder Tote begutachtet werden, aber zumindest Kinder, die im ersten Lebensjahr sterben, und Todesfälle in Alten- und Pflegeheimen sollten einer Obduktion unterzogen werden. Hier vermuten die Rechtsmediziner eine besonders hohe Dunkelziffer an Tötungen. "Wer eine alte Person loswerden möchte, hat keine Probleme", sagt Benecke. Für den Hausarzt, der die Oma 30 Jahre lang behandelt hat, ist die Leichenschau eine besonders schwierige Situation. "Wenn der Opa im Sessel sitzt und heult, fängt der Hausarzt nicht an, seine ehemalige Patientin auszuziehen." Selbst größere äußere Verletzungen bleiben so unerkannt. "Das passiert sicher ganz oft." Das Interesse, der Todesursache alter Menschen nachzugehen, gehe gegen null.

Doch selbst wenn die Rechtsmediziner ein mutmaßliches Gewaltopfer zur Obduktion bekommen, können sie nicht jeden Mord nachweisen. Bei bestimmten, spurenarmen Todesumständen ist Schneider besonders misstrauisch, etwa beim Elektrotod in der Badewanne: "Wer kann schon wissen, ob die alte Dame den Föhn selbst ms Wasser geworfen hat oder der erbschleichende Enkel?" Stürze aus großer Höhe können ein Suizid oder ein Unfall gewesen sein, aber auch Mord. "An der zerschmetterten Leiche lässt sich das kaum nachweisen", sagt Schneider.

"Den perfekten Mord lässt man am besten von einem Auftragskiller erledigen", rät Benecke. "So hinterlässt man selbst keine Spuren." Allerdings seien die Suche nach einem Killer und das Treffen mit ihm Anhaltspunkte für Ermittlungen.

Seiner Perfektion sollte sich der Mörder nie sicher sein, sonst ergeht es ihm wie der Hauptfigur in einer Erzählung von Edgar Allan Poe. In "Die Schwarze Katze" glaubt der Mörder, dass er den Mord an seiner Frau perfekt vertuscht hat, indem er ihre Leiche eingemauert hat: "Ich war nicht im Geringsten beunruhigt, da ich sicher war, dass die Leiche in ihrem geheimen Versteck nicht entdeckt werden konnte." Tollkühn klopft er im Beisein der Polizei an die Mauer - woraufhin das Geschrei einer Katze einsetzt, die der Täter versehentlich mit eingemauert hat.