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Frisch erfunden Trilobite, der kluge Sauger

Jetzt lärmt er fröhlich unterm Bett: der Staubsauger-Roboter, Ur-Vision eines intelligenten Haushaltgeräts.




----- Lars Dahl und seine Frau machen jeden Samstag ihrer Großeinkauf. Wenn sie ihr Haus im schwedischen Västervik verlassen, laufen alle Haushaltsmaschinen auf Hochtouren. Das wöchentliche Reinemachen steht an: die Wäsche in der Trommel das Geschirr in der Spülmaschine - wie bei anderen Familien auch. Dass bei Dahls aber ein Roboter den Boden blitzblank saugt ist neu. Trilobite heißt die Wundermaschine, an der Lars Dahl Chef-Entwickler beim schwedischen Electrolux-Konzern, mit seinem Team zehn Jahre lang gearbeitet hat.

Trilobite ist keine Vision wie die, von denen Forscher wie Hans Moravec ("Mind Children", 1988) oder Ray Kurzweil ("The Age of Spiritual Machines", 2000) fantasierten. Er ist auch kein Roboter um seiner selbst willen wie Sonys Kunst-Hund Aibo. Trilobite ist eine echte Haushaltshilfe, die man für rund 1650 Euro kaufen kann.

Der Saug-Automat funktioniert mit einem Ultraschall-Sonar-Navigationssystem, wie es Fledermäuse haben. Setzt man ihn auf den Boden, sucht er sich zuerst die nächstgelegene Wand und fährt dann das Zimmer entlang der Mauern ab. Danach berechnet der eingebaute Mikroprozessor die zu saugende Fläche. Jetzt startet das Saugen mit gewohntem Getöse. Die Lautstärke sei wichtig, sagt Lars Dahl, denn laut Marktforschung machen nur lärmende Staubsauger auf ihre Besitzer einen funktionalen Eindruck. Zunächst agiert Trilobite nach dem Zufallsprinzip. Wenn einer der vielen Sensoren einen Gegenstand ortet, wird er registriert und die Fläche neu berechnet. So erzielt Trilobite eine Saug genauigkeit von 95 Prozent - der Mensch schafft nur 80 Prozent

Hindernisse werden von Trilobite durch ein ausgeklügelte Sensor-System erkannt und elegant umrundet. Es gibt aber auch Stoßdämpfer an Bord. "Eine der schwierigsten Aurgaben war es den Trilobite Teppichkanten und Kabel überwinden zu lassen" erinnert sich Dahl. Doch auch das gelang: Mit einem Durchmesser von 35 und einer Höhe von gerade einmal 13 Zentimetern kommt Trilobite heute spielend unter Betten und Sofas. Und wenn der Roboter-Sauger merkt, dass seine Kräfte schwinden fährt er automatisch zum Tanken an die Aufladestation zurück eine Stunde saugen, zwei Stunden laden, das ist sein Rhythmus Was er nicht kann? Vor Treppen stoppen. Damit das klappt, müssen Magnetstreifen auf den Boden geklebt werden. 

Für den Namen und das Design des Staubsaugers standen übrigens Urzeittierchen Pate. Trilobiten waren Gliederfüßler, die vor 560 Millionen Jahren die Meeresböden nach Plänkton abgrasten In versteinerter Form tauchen sie heute in Marmorplatten auf, in ihrer elektronischen Reinkarnation jetzt vielleicht auch in mancher Haushalten.

Nur sprechen kann der Roboter-Sauger noch nicht: Er kommuniziert via Display mit seinen Besitzern. Spracherkennungs-Software wird ihn vielleicht in Zukunft noch lebendiger wirken lassen. Schon heute, sagt Lars Dahl, akzeptieren vor allem Kinder den Trilobite schnell als eine Art Familienmitglied. -----

Kontakt: Electrolux, Bereich Raumpflege, 90307 Nürnberg, Serviceline 01801/203060 (12 Cent/Min)

Internet: http://trilobite.de.electrolux.com/