Gibt man Kindern Waffen, werden sie sie benutzen. Vielleicht, wenn sich zwei Cliquen auf einer Wiese treffen, um Fußball zu spielen. Beziehungsweise Indianer. Den Platz brauchen jedenfalls beide. Also werden sich die Kleinen in Rage reden und alsbald aufeinander losgehen, getrieben von blinder Wut und der vermeintlichen Rechtmäßigkeit ihres Anspruchs, aber auch mit dem Gefühl, sich dank Pistolen, Messern und Granaten prima durchsetzen zu können. Und wie immer werden es nur die Jungen sein. Die Mädchen mit ihren komplizierten Ball- und Erzählspielen haben bei diesen Kämpfen nichts verloren, sie verstehen nicht, worum es geht, auch sind sie nicht beseelt genug vom hehren Ziel. Oder von sich selbst.