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Andreas Forte, 31, ist Punk, Streetworker und will Bürgermeister von Elmshorn werden. Bei der Direktwahl am 30. September wird der Parteilose gegen die SPD-Bürgermeisterin Brigitte Fronzek antreten.

"Wir werden mehr auf das Leben achten und auf die Menschen. Es wird in Deutschland eine Kultur- und Sozialbewegung geben, nicht mehr immer nur den Schwerpunkt Wirtschaft. Es kommt darauf an, dass die Menschen zufriedener werden, dass sie wissen, wo sie Leute treffen und wie sie ihrem Trott und ihrer Bude entfliehen können. Es gibt Menschen, die haben sehr ernste Sorgen, und genau die, die ohnehin nicht auf der Sonnenseite stehen, werden bei politischen Entscheidungen oft vergessen. Viele glauben gar nicht mehr, dass sie etwas bewegen könnten. Oder dass ihnen jemand helfen könnte. Ich weiß, wovon ich rede, denn ich habe in meinem Leben in einige Abgründe geschaut. Jeder braucht das Gefühl, dass da jemand ist, der Anteil nimmt, mit dem man gemeinsam überlegen kann. Aufmerksamkeit und Zeit sind etwas sehr Kostbares.

Manchmal können Kleinigkeiten viel bewegen, zum Beispiel Wohlfühlplätze in der Stadt mit Bänken, keine ungemütlichen Sitze ohne Lehne. Und statt der bisherigen Partnerschaften zwischen Städten, denen es ohnehin wirtschaftlich gut geht, könnte sich jede Stadt eine Partnerstadt suchen, die wirklich Hilfe benötigt. Zum Beispiel in Afrika. Mit Beträgen, die bei uns kaum ins Gewicht fallen, könnte man dort ein Krankenhaus bauen oder armen Familien ihren Lebensunterhalt sichern.

Ich will die Leute aufrütteln und wünsche mir, dass meine Kandidatur in Elmshorn eine Initialzündung für etwas viel Weitergehendes wird: Es müssen endlich alle mit entscheiden. Alle. Dafür will ich meine ganze Energie einsetzen. Nur die Menschen selbst wissen, was ihnen fehlt. Und was das ist, werden wir nur erfahren, wenn wir ihnen zuhören." Kontakt: www.buergermeister-forte.de