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Beamer und Projektoren helfen bei Präsentationen, Eindrücke zu verbessern. Der iTube, ein begehbares Visualisierungssystem, verschafft Eintritt in neue Welten. Das nützt dem Verkauf.

Wie es wäre, sich wie bei Raumschiff Enterprise von einem Ort zum nächsten zu beamen? Oliver Irschitz, 28, und Andreas Mikula, 32, kennen das Gefühl. Ihr Beruf, beide sind Architekten, hat ihnen geholfen, ein Stück des Enterprise-Traumes wahr zu machen. Das Unternehmen der beiden, die in Wien und Innsbruck arbeiten, heißt Peyote. Botaniker wissen: Das ist ein mittelamerikanischer Kaktus mit halluzinogener Wirkung. Wer ihn kaut, meint, er werde von A nach B gebeamt. Nicht dass die beiden das kauen würden. Irschitz und Mikula haben einen transportablen, ausziehbaren " Cybertunnel" erfunden, der als Kaufhaus, Spielraum oder Messestand für Produkt- und Unternehmenspräsentationen einsetzbar ist. Sein Name: iTube. Wer in die Röhre guckt, hat ein Gefühl wie nach dem Kauen von Peyote. Nur eben dass es sich beim iTube-Effekt um eine virtuelle, jugendfreie Droge auf rein technologischer Basis handelt.

So fühlt man sich, wenn man den iTube betritt, ein wenig wie im Raumschiff Enterprise. Außer der Stehpulte links und rechts, einem elektronischen Lichtvorhang und einer Leinwand, die das Innere nach hinten begrenzt, befindet sich nichts im Raum. Die Architektur wirkt spartanisch, ist klar und "sauber". Über die in den Stehpulten eingebauten Computerterminals werden Grafik-Animationen ausgestrahlt, die durch das Berühren der Bildschirmfläche wechseln; der am Boden eingezogene Lichtvorhang blinkt rot. Die Leinwandfläche beträgt vier Quadratmeter und füllt die gesamte Wand aus. Das iTube-System erzeugt einen Raum im Raum, der je nach Standpunkt anders zu erleben ist: Jede Bewegung des Betrachters wird über den Lichtvorhang übertragen und beeinflusst das Geschehen auf der Leinwand. Man steht auf realem Boden, tappt aber in einer virtuellen Welt.

Welche Form, welche Strukturen und welche Ausmaße diese virtuelle Welt annimmt, ob der Betrachter Mannequins über den Laufsteg spazieren sieht, die Bademode vorführen, oder ob er sich in einen Sportwagen setzt und durch den Schwarzwald oder durch Berlin fährt, ist eine Frage der Software. Wie bei der Produktion eines Films bildet das Drehbuch die wichtigste Grundlage für das, was sich im iTube abspielt. Entscheidend aber ist, dass der Betrachter nicht bemerkt, was der iTube wirklich steuert. So wollten es die Erfinder, wahrscheinlich freut es sie, wenn die Software Nebensache bleibt und zuerst das Design des iTubes gelobt wird - eine elegante wandelbare Stahl- und Aluminiumkonstruktion, die gut aussieht.

Zusammen gezogen - für den Transport im Lkw - ist der iTube 2,5 Meter lang, 4 Meter breit und 2,8 Meter hoch. Auseinander gezogen - bei der Präsentation - sieht er aus wie ein riesiges Teleskop und hat eine Gesamtlänge von 8,5 Metern. Mit seinen runden Ecken erinnert er an die kleinen Fernsehgeräte der frühen achtziger Jahre. Das "integrierte Visualisierungssystem" ist bei Veranstaltungen Mittelpunkt der Show. Trotz seiner Dimensionen ist der iTube leicht unterzubringen.

Da alle Computer fix installiert und die Stehpulte ausklappbar sind, werden für den Aufbau nur 30 Minuten, eine Steckdose und einen Internet-Anschluss benötigt. Die Mobilität des Systems ist eines seiner großen Potenziale - neue Welten entstehen, wo immer man sie braucht.

(Kontakt) Peyote, Michael-Gaismair-Straße 5/22, A-6020 Innsbruck, Mariahilfer Straße 51/1/2, A-1060 Wien, Telefon: 0043/512/585014, www.peyote.cc