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Die Cyber-Anwältin Pamela Samuelson ist eine realistische Kämpferin für die Rechte des Kunden im digitalen Zeitalter. Hollywood hasst sie dafür. Die Netz-Anarchos lieben sie. Verstanden haben sie beide nicht.

Ein düsterer Kasten, Baujahr 1873, graue Pfeiler, dunkler Backstein, Holzvertäfelung. Hier hausen bestimmt die Altphilologen oder vielleicht die Verwaltung. Denkt man beim Anblick von South Hall, dem ältesten Gebäude auf dem Campus. Doch die altmodische Stecktafel am Eingang erlaubt keinen Zweifel: School of Information Management and Systems steht da. Der Linoleumboden quietscht, der Aufzug lässt sich Zeit, und in Pamela Samuelsons Büro steht ein ausrangierter 15-Zoll-Monitor. Ihr Notebook hat sie daheim gelassen. Kaum zu glauben, aber in diesem Lowtech-Ambiente arbeitet eine der zentralen Figuren im Kampf um die Zukunft des Internets.

In Hollywood mögen sie Pamela Samuelson nicht. Noch weniger, als sie Napster mögen. Napster haben sie ja auch kleingekriegt, aber Samuelson ist der Unterhaltungsindustrie viel lästiger. Samuelson ist Jura-Professorin, ihr Spezialgebiet: Cyberlaw, das Recht des World Wide Web. Sie bildet die Anwälte aus, die für die Napsters der Zukunft arbeiten werden. Anwälte mit Idealen, Hippie-Juristen, die glauben, das Gesetz solle allen Usern nützen - und nicht nur die Interessen Einzelner wahren.

Sie organisiert Kampagnen gegen den Zugriff von Regierungen, Behörden und Unternehmen auf das Internet. Was soll man auch anderes erwarten von einer, die in Berkeley lehrt, diesem linken Nest? Die Frau ist ein rotes Tuch. So weigert man sich etwa bei der Recording Industry Association of America, über sie auch nur zu reden. "Copyright Maximalists" oder "High Protectionists" nennt Samuelson ihre Gegner, die derzeit in Amerikas Gerichtssälen und auf den Fluren der Macht in Washington versuchen, das Urheberrecht den Realitäten des digitalen Zeitalters anzupassen. Oder ist es umgekehrt? Wollen Musik-, Film- und Verlagskonzerne nicht vielmehr die Verbraucher ihrer Vorstellung von geistigem Eigentum unterwerfen? Die Frage lässt ihr keine Ruhe, seit Jahren schon und auch jetzt nicht hinter ihrem massiven Schreibtisch. Nach wenigen Minuten springt die kleine Frau im Paisley-Shirt auf, redet sich in Rage, doziert den Rest des Interviews im Stehen, scheinbar ohne je dabei Luft zu holen. Sie gießt sich einen Tee aus dem Bioladen auf ("weil mein Hals beim Sprechen immer so trocken wird") und rührt die Tasse eine Stunde lang nicht an - das Thema ist ihr zu wichtig. Sie spricht mit Leidenschaft und Ironie, auch wenn es in der Kehle kratzt. Aus der unscheinbaren 52-Jährigen mit dem notdürftig frisierten Blondschopf wird eine charismatische Verteidigerin bürgerlicher Freiheit.

Nein, so eine mögen sie nicht in Hollywood. So einer hören die Leute zu, und am Ende schreiben sie gar noch Briefe an ihren Kongressabgeordneten. Die unübersehbare Eigenschaft digitaler Netzwerke und Medien ist erstens: leichte Verfügbarkeit für alle, wie im Internet vorexerziert. Zudem ein idealer Vertriebskanal für alles, was sich binär, in Bits und Bytes, packen lässt. Das ist eben Musik, Video, Software, Wissen, Information - unterm Strich heutzutage der bedeutendste Wirtschaftszweig.

Zweitens: Jede digitale Kopie ist so gut wie das digitale Original. Drittens: Es ist technisch möglich, ausgeklügelte Kopierschutzvorrichtungen zu entwickeln, um zu verhindern, dass aus Tatsache zwei ein Delikt wird, nämlich das kommerzielle Verbreiten der digitalen Informationen, ohne dabei denen etwas abzugeben, die das Werk geschaffen oder finanziert haben - also den Urhebern und Verwertern. Viertens: Kein Kopierschutz ist auf Dauer gut genug, um die Verwertungsinteressen der Inhaber der Rechte an Musik, Film, Software oder anderen Formen von Wissen und Information zu sichern. Kommt jetzt darauf an, wer für die Rechte des Urhebers und Verwertungsinhabers plädiert.

Ein Musikkonzern ist per se der Buhmann. Der ist immer schlecht, weil groß, der Klassenfeind im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit. Der kleine Autor, Softwareprogrammierer, der ist gut, weil er eben klein ist, irgendwie wehrlos. Der lebt von seinem geistigen Eigentum.

Die Unterscheidung ist ungerecht und dumm, aber landläufig. Darum geht es Pam Samuelson auch nicht. Es geht darum, dass sie verhindern will, dass die Industrie alles kriegt, nicht nur ihren Teil. Im Prinzip ist Samuelson keine Radikale. Sie besteht darauf, dass nach Lösungen gesucht wird, die den Status quo des Kunden, des Privaten, auch im Zeitalter der uneingeschränkten Reproduzierbarkeit von Information sichern. Samuelson verlangt nicht, dass die Industrie dabei leer ausgeht. Samuelson redet auch nicht all jenen das Wort, die meinen, Information sei lustig und gratis. Und das wären gar nicht so wenige, weil die Verbraucher im Internet dazu erzogen wurden, Inhalte nicht zu bezahlen - egal, ob gut oder schlecht, ob brauchbar oder nicht. Das sind die Leute, die von Freiheit reden, aber Diebstahl meinen. Das macht die Industrie nervös, übernervös.

Aber: "Wenn es nach dem Willen der Industrie ginge, wäre bald jede unautorisierte Kopie eines urheberrechtlich geschützten Werkes ein Gesetzesverstoß", sagt Samuelson. Die selbst gebrannte CD mit den Lieblings-Hits der Beatles, der Zeitungsartikel aus dem Internet, die Videoaufzeichnung von "Mission Impossible" -alles illegal. Es sei denn, du zahlst. Und zwar jedes Mal, wenn du die Musik hörst, den Text liest, den Film anschaust. Pay-per-view, pay-per-click und immer per Kreditkarte. Daran arbeitet die Industrie im Moment mit Hochdruck. Und wehe du knackst den Code, trickst die Verschlüsselungs-Software aus, weil du dir doch deine ganz private Kopie machen willst. Dann geht es dir wie Jon Johansen, dem 16-jährigen Hacker aus Norwegen. Der veröffentlichte vergangenes Jahr ein Programm namens DeCSS, das den Kopierschutz von DVDs aushebelt. Bis die Polizei vor der Tür stand und Johansen sich einen Anwalt nehmen musste.

Musste? Er hätte es auch lassen können, Hacker sind Partisanen in eigener Sache, selbstverliebt und eitel und immer mit Verve dabei, für jemanden etwas Gutes tun zu wollen. Ob die Betroffenen das auch so sehen, ist eine andere Sache.

In der Debatte um die digitalen Verschlüsselungen der Industrie, wie bei DVDs, geht es aber um mehr. Um die Frage, ob Video-, Musik- und Software-Hersteller einfach technische Standards zum Schutz ihres geistigen Eigentums entwickeln können und damit auf die normative Kraft des Faktischen setzen: Gesetze, die die private Nutzung von einmal gekauften und bezahlten Medieninhalten regeln, werden damit demoliert. Du darfst nur hören, was du jeweils bezahlst, nur sehen, wenn du den Dollar dafür in den Schlitz steckst, nur wissen, wenn du uns Kohle gibst. Es ist die Übertreibung des On-demand-Gedanken, der die Menschen, die hinter Pamela Samuelsons Arbeit stehen, so provoziert. Doch wer am exzessiven On-demand kratzt, auch nur theoretisch, dem wird nichts geschenkt.

Dem geht es möglicherweise wie dem Princeton-Professor und Kryptografie-Experten Edward Felten. Der nahm mit seinen Studenten an einem Wettbewerb der Secure Digital Music Initiative (SDMI) teil. Die Aufgabe: Löscht das von der SDMI entwickelte "elektronische Wasserzeichen" in einer Musikdatei, ohne dass die Sound-Qualität darunter leidet. Feltens Team gelang das Kunststück. Auf das Preisgeld von 10 000 Dollar verzichtete die Gruppe, wollte ihre Methode lieber als wissenschaftliche Arbeit publizieren. Bis die Justiziare Felten davon abrieten. Denn das Knacken kryptografischer Codes verstößt gegen den Digital Millennium Copyright Act (DMCA), ein Gesetz aus dem Jahr 1998, dessen Verabschiedung intensive Lobby-Arbeit seitens der Unterhaltungsindustrie vorausgegangen war. "Mit dem DMCA hat Hollywood ganze Arbeit geleistet", sagt Pamela Samuelson. Bei den Anhörungen zu dem Gesetzesentwurf hätten Hollywoods Gesandte die Gefahr durch Musik- und Videopiraten "maßlos übertrieben". Das Ergebnis sei ein Gesetz, das unter anderem jene akademische Kryptografie-Forschung verbiete, von der die Industrie eigentlich profitieren könnte.

Denn bisher sei noch jeder Kopierschutz von ehrgeizigen Hackern überlistet worden. Von Leuten, die das Internet bewahren wollen als einen Ort, an dem Information für alle jederzeit und kostenlos abrufbar bleibt. Von Leuten, die das blaue "Free Speech"-Band ernst nehmen als Symbol für unkontrollierten, grenzenlosen Datenaustausch und die Pamela Samuel-son verehren als "Goddess of Copyright". Es gibt ein Recht auf Wissen, das erhalten werden muss.

Das ist ihr Credo.

Kaum ein Guru der Netzgemeinde, der sich nicht auf die von Samuelson gepredigten Grundwerte der Bürger der Wissensgesellschaft beruft. John Perry Barlow, dessen "Declaration of the Independence of Cyberspace" auf tausenden von Web-Seiten hinterlegt ist, bezeichnet Samuelson als seine Inspiration. Der Stanford-Professor Lawrence Lessig, selbst eine Autorität auf dem Gebiet der Internet-Rechtsprechung, sagt: "Im Zusammenhang von Cyberspace und geistigem Eigentum hat niemand mehr für die Bürgerrechte getan als Pam Samuelson. Sie stand im Zentrum jeder großen Debatte - vom Schutz der Privatsphäre über das Urheberrecht für Software bis zur derzeitigen Schlacht ums Copyright. Eine ganze Generation von Gelehrten eifert ihr nach, akademisch und spirituell." Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass sich die enthusiastischen Verehrer von Pam Samuelson in ihr täuschen - genauso wie die Industrie den Versuch der Anwältin als Attacke missversteht, die Rechte der Verbraucher zu bewahren. Samuelson ist keine Heldin, kein Teufel, sie ist Juristin. Das ist eine Profession zwischen Himmel und Hölle, ein realistisches Gewerbe, das ständig mit Leuten zu tun hat, die von der Rolle sind, mit Opfern und Tätern.

Ihren Abschluss an der Yale Law School machte Samuelson 1976. Nach vier Jahren in einer New Yorker Kanzlei ging sie als Dozentin an die University of Pittsburgh. Dort lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, den Software-Ingenieur Robert Glushko. Er schleppte Samuelson mit zu den Fachtagungen seiner Zunft, zu Veranstaltungen, auf denen die digitale Zukunft ausgebrütet wurde. Früher als jeder andere erkannte die Juristin, welche Herausforderungen die neuen Technologien für Gesetzgeber und Gerichte schaffen würden. Und schon bald gehörte sie selbst zu den gefragtesten Rednern auf den Computerkongressen. Samuelson beriet Parlamentarier und wurde um Expertisen in juristischen Auseinandersetzungen gebeten. Ihre Gabe, Ingenieuren das Gesetz und Juristen technische Zusammenhänge zu erläutern, machte sie zu einer Ausnahmeerscheinung. 1996 bot ihr die University of California einen doppelten Lehrauftrag in Berkeley an, an der juristischen Fakultät und der School of Information Management and Systems.

Robert Glushko, der mittlerweile im Silicon Valley arbeitete, machte beim Börsengang seiner Firma 1999 ein Vermögen. Mit einem Teil des Geldes - einer Million Dollar - stiftete das Paar der University of California in Berkeley ein neues Forschungsprogramm, die " Samuelson Law, Technology and Public Policy Clinic". Talentierte Studenten erhalten hier die Gelegenheit, im Spannungsfeld von Urheberrecht und neuen Technologien zu arbeiten. "Reine Selbstverteidigung" nennt Samuelson die Stiftung. Zeitweise habe sie sieben Tage die Woche damit verbracht, die Copyright-Maximalisten zu bekämpfen. Es nerve sie halt, wenn ein Konzern wie Time Warner 15-jährigen Mädchen verbieten will, Harry-Potter-Fanseiten im Netz zu betreiben, weil das angeblich gegen das Urheberrecht verstößt. Damit sie in solchen Fällen auch zukünftig kostenlos Rechtshilfe anbieten kann, brauche sie Stipendiaten, die ihr zuarbeiten.

Überhaupt will ihr die "verzerrte Denkweise" der Unterhaltungsindustrie nicht einleuchten, Hollywoods Sehnsucht nach dem perfekten Pay-per-use-System: "Es ist doch eine ziemlich üble Geschäftsgrundlage, seine Kunden zu hassen, weil man sie alle für potenzielle Diebe und Piraten hält, die einem das geistige Eigentum stehlen wollen." Es sei leider viel einfacher, das Internet als Bedrohung zu empfinden denn als Chance, sagt Samuelson.

Bestes Beispiel: das Napster-Verfahren. Die Klage der Musikindustrie sei vielleicht nachvollziehbar. Aber man könne die Sache auch anders sehen: "Da hat jemand einen Weg gefunden, wie man Inhalte bequem und kostengünstig für Millionen Menschen zugänglich machen kann." (siehe auch: "Premium Content", Seite 148). Die Industrie klammere sich dagegen an ihr etabliertes Geschäftsmodell sowie an eine Allmachtsfantasie, nach der sie jeden Fetzen Inhalt wegsperren und nur gegen Lizenzgebühr herausrücken kann. Zum Scheitern verurteilt sei dieser Ansatz. Denn der ganze Überwachungsapparat, der dafür notwendig ist, werde den Kunden überhaupt nicht gefallen. Niemand - vor allem in Europa - lasse sich gern auf der Festplatte herumschnüffeln oder vorschreiben, auf welchem Gerät er seine DVDs abzuspielen hat.

Urheberrechte schaffen staatlich sanktionierte Monopole. Den Verbrauchern entsteht ein Nachteil, weil die Inhaber der Rechte ihre Produkte teurer verkaufen können als unter Konkurrenzbedingungen.

Nach landläufiger Theorie wird dieser Nachteil jedoch aufgewogen von dem finanziellen Anreiz für Autoren und Komponisten, sich neue Werke auszudenken und so den Markt mit Nachschub zu versorgen. Dieses Gleichgewicht ist nach Ansicht vieler nun in Gefahr. Die Möglichkeit, einen Text, einen Film, ein Lied tausendfach zu reproduzieren und via Internet in alle Welt zu verschicken, hat die Medienkonzerne alarmiert. Das Prinzip des "fair use", der legalen Vervielfältigung für den Hausgebrauch, öffne im digitalen Zeitalter dem Missbrauch Tür und Tor, sagen sie.

Ganz falsch ist das nicht. Die Gleichung Original gleich Kopie ist die Produktionsgrundlage einer professionellen Raubkopier-Industrie. Die hat mit den netten Zielen des Freedom of Speech und dem Recht auf Kopien für den privaten Gebrauch nichts zu schaffen. Die Schlussfolgerung der Industrie: Kopieren gehöre generell verboten.

Das Problem ist nur, und darauf weist Samuelson hin, dass die Theorie vom potenziell kriminellen Markt weit übertrieben ist. Ja, es gibt die RaubkopierIndustrie, doch die große Masse der Konsumenten, mit denen die Disneys und Sonys und Bertelsmänner ihr Geld verdienen, zahlt brav für die Miete der DVD, die Rundfunkgebühren (die Abgaben an die Urheber- und Verwerter enthalten) und klaut auch ihre Medienträger wie Kassetten und CD-Roms nicht, die ohnedies mit Abgaben belegt sind. Es ist die rigide Haltung der Industrie, die Pam Samuelson kämpfen lässt.

Nicht zum ersten Mal stemmen sie sich gegen eine technologische Revolution, die nicht mehr aufzuhalten ist. Pamela Samuelson erinnert an den berühmten " Betamax-Fall" von 1983/84, als die Filmstudios Videorecorder für private Zwecke verbieten wollten, und an Hollywoods Versuch, Kabelgesellschaften die Einspeisung von terrestrischen TV- und Radioprogrammen in ihre Netze zu untersagen. In beiden Fällen unterlagen die "High Protectionists", und in beiden Fällen war ihre Sorge unbegründet. Videorecorder und Kabelfernsehen schufen neue Märkte, erhöhten die Nachfrage und bescherten der Unterhaltungsindustrie kräftige Umsatzschübe.

Die Paranoia der Medienkonzerne in Sachen Internet wird Pamela Samuelson bald mehr Arbeit verschaffen als je zuvor. Die Prozesse gegen Napster, gegen Diamond Multimedia (den Hersteller des Rio MP3-Players, eines der wichtigsten Hardware-Stücke der vergangenen Jahre) sind erst der Anfang, da ist sie sich sicher. Wie die Informationsgesellschaft mit ihrem wertvollsten Gut - also mit Information -Handel treibt, entscheide sich in den kommenden Jahren vor den Gerichten der USA.

Warum ist es so schwer, vernünftige Lösungen zu finden? Eine Gema fürs Internet, die gleichermaßen Urheber und Verwertungsunternehmen bedient, ließe sich organisatorisch wohl machen. Doch die Industrie hat mit solchen Verwertungsgesellschaften ein Problem: Sie schützen die Rechte der Kreativen, der Musiker, Autoren, Software-Entwickler. Das nützt der Industrie nicht, sondern kostet sie nur Geld. Samuelson argumentiert erstaunlich konservativ: Lasst die Rechte so, wie sie sind. Warum eigentlich nicht?

Weil beide Seiten, die Rechts-Verweigerer und die Rechts-Extremisten, ganze Macht wollen.

Samuelson erinnert sich an einen Kongress in den Neunzigern: "Nach mir sprach ein Vertreter von Columbia Tristar. Er begann seine Rede mit folgenden Worten: ,In meinem Umfeld ist Pamela Samuelson bekannt als die Johanna von Orleans für jene, die anderen Leuten ihr geistiges Eigentum stehlen wollen. Und in dieser Angelegenheit stehe ich auf Seiten der Kirche.' Diese Leute wollen mich auf dem Scheiterhaufen sehen. Dabei kapieren sie nicht, dass ich eigentlich ihr bester Freund bin. Im Gegensatz zu vielen glaube ich nämlich an den Schutz der Urheberrechte. Eigentlich ist das eine gute Sache, solange man es nicht übertreibt. Und ich genieße Glaubwürdigkeit bei denen, die Urheberrecht im Internet rundweg ablehnen. Sie hören auf mich. Die Industrie täte also gut daran, mich nicht länger wie den Antichristen zu behandeln."