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DIE SCHAFFER UND DIE START-UP-ARTISTEN

In den sechziger Jahren hat der damalige Stern-Reporter Jörg Andrees Elten eine Serie über junge Unternehmer und ihr Verhältnis zum Geld geschrieben. Was unterscheidet sie von den Start-up-Millionären von heute?




Wir waren im Bräustüberl des Münchner Flughafens verabredet. Günter Arzberger, 37, Gründer und Inhaber des größten Möbelversandhauses in Europa, war auf die Minute pünktlich. Nicht von ungefähr: Zuverlässigkeit, so erfuhr ich später von ihm, betrachtete er als den Schlüssel zu seinem Erfolg.

Arzberger war einer von zehn deutschen Jungmillionären, deren Erfolgsgeschichte ich für den "Stern" Mitte der sechziger Jahre in einer Artikelserie erzählte. Damals war es gar nicht so einfach, diese jungen Unternehmer überhaupt zu finden. Erstens gab es nicht viele Leute unter 40, die aus eigener Kraft von null zum Millionär aufgestiegen waren. Zweitens las und hörte man nichts von ihnen. PR-Agenten existierten ebenso wenig wie TV-Talkshows, in denen heutzutage die Erfolgreichen gefeiert werden.

DieJungmillionäre waren nicht scharf darauf, sich zu outen. Sie hatten gute Gründe dafür: "Der Neid grassiert in Deutschland wie eine Seuche", wusste Arzberger. Die erste halbe Stunde mit ihm ging damit drauf, dass er mich misstrauisch und schüchtern ausfragte. Was hatte ich mit ihm vor?

Gründerträume gestern: das eigene Flugzeug im Hangar.

Irgendwie gelang es mir, ihn zu beruhigen. Jedenfalls fragte er mich plötzlich, ob ich sein Flugzeug sehen wollte. Es stand in dem Hangar für Privatmaschinen, zweimotorig, fünf Sitze und für damalige Verhältnisse recht schnell - 350 km/h Reisegeschwindigkeit. Er flog die Maschine auf seinen vielen Business-Flügen selbst, nur bei stürmischem Wetter nahm er einen Piloten mit. Nicht schlecht für einen, der 14 Jahre vorher mit einem voll getankten "DKW'-Zweitakter und drei Mark fünfzig in der Tasche angefangen hatte.

Als wir uns trafen, machte er einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Mark - eine für damalige Verhältnisse astronomische Summe. Seine Angst vor Neidern ging nicht so weit, als dass er darauf verzichten mochte, mit einem Mercedes 600 vorzufahren. Er liebte dieses Auto, das zu jener Zeit vielen Staatsoberhäuptern als Statussymbol diente. Auf dem Weg zu seiner Villa in Herrsching am Ammersee zog er den zweieinhalb Tonnen schweren Straßenkreuzer wie einen Porsche durch die Kurven. "Ich will mit dem 600er nicht angeben", behauptete er, "ich fahre ihn, weil er ein perfektes technisches Wunder ist." Eine Stunde später erreichten wir das Nervenzentrum des weit gespannten Arzberger Unternehmens in Herrsching. Ein flacher Stahl- und Glasbau, Panoramafenster, Blick auf den See und auf eine tief verschneite, sanft gewellte Hügellandschaft. Möbel von Mies van der Rohe, blauer Teppich. Helle Wände. Stille.

Ohne Internet war der Horizont der Gründer naturgemäß enger.

Wir ließen uns in schwarze Ledermöbel sinken. Keine Sprechanlage. Die Sekretärin erschien auf Zuruf und brachte Kaffee, Tee und Whisky. Arzberger erzählte mir seine Geschichte. In einem soliden Arbeiterhaushalt aufgewachsen. Volksschule, Berufsschule, kein Abitur. Bei Kriegsende ist er 17 Jahre alt und weiß nicht, was er mit sich anfangen soll. Büffelt zwei Monate, um sich auf die Aufnahmeprüfung zur Ingenieurschule vorzubereiten. Gibt auf ("a2 + b2. Klammer zu ..., also das interessierte mich überhaupt nicht"). Stattdessen steigt er mit 23 Jahren in eine Möbelversandfirma ein, schaut sich drei Wochen um, denkt "das kannst du auch allein machen", steigt aus und macht sich selbstständig.

Ohne Kapital aber war es unmöglich, Möbel zu kaufen und sie in einem Lager stehen zu lassen. Deshalb suchte er Hersteller, die bereit waren, ihre Möbel direkt an die Endverbraucher zu liefern. Ein Spezialmöbel-Versandhaus, mit fachgerechter Beratung, das war etwas völlig Neues.

Geschulte Arzberger-Verkaufsberater im dunkelblauen Blazer kamen mit Zollstock und Katalog in die Wohnung der Kunden. "Wenn ein Verkäufer einem Kunden in gehobener Position Möbel im Wert von 4000 Mark verkaufen will", belehrte mich Arzberger damals, "dann muss er selbst eine Persönlichkeit sein." 4000 Mark - das waren damals etwa so viel wie heute 40000 Mark - verdiente mancher Arzberger-Verkäufer inklusive Erfolgsprämien im Monat.

Von Banken war in meinen Gesprächen mit Arzberger nicht die Rede. Und natürlich gab es damals weder für ihn noch für andere junge Unternehmer Business Angels oder Risikokapitalgeber.

Ohne Internet war der Horizont der heute Siebzigjährigen naturgemäß enger. In den sechziger Jahren dachte man nicht global, sondern bestenfalls europäisch. Das ist einer der wesentlichen Unterschiede zwischen damals und heute. Der Fernschreiber war das modernste Kommunikationsmittel. Telefonate ins Ausland wurden noch per Hand vermittelt. Nur wenige Jungunternehmer hatten damals Auslandserfahrung. Das "Wallstreet Journal" und die "Financial Times" kannten sie höchstens vom Hörensagen.

Gründerträume heute: Marktführer, Weltmarktführer, Markenzeichen.

Die Entbehrungen der ersten Nachkriegsjahre waren ihnen in die Knochen gefahren; die Angst vor Armut war für viele ein wichtiger Antrieb. Sie liebten das Geld nicht nur als Betriebskapital. Sie kauften damit Luxus, bauten sich Häuser, führen große Autos und behängten ihre Frauen mit Schmuck. Dafür gab es täglich Anerkennung, und waren es auch nur neidische Blicke.

Die jungen Millionäre mussten sich ganz ohne Starthilfe durchbeißen. Und es fehlte ihnen die ungeheure Energie einer technologischen Revolution, die junge Start-up-Artisten heutzutage über alle Grenzen hinweg nach oben trägt.

Eher beiläufig erzählt Stefan Röver, 35, Mitgründer und Vorstandssprecher der Brokat Infosystems AG" in Stuttgart-Vaihingen von seiner Teilnahme an einer Forumsdiskussion, die Israels Ex-Premier Shimon Peres auf dem Weltwirtschaftsgipfel in Davos geleitet hat. Es muss ein tolles Gefühl für Röver gewesen sein, dort oben in den Schweizer Alpen mit der Weltelite über die Schicksalsfragen unseres Planeten zu diskutieren. Aber Röver geht darauf nicht weiter ein. Nüchtern redet er vom Nächstliegenden: "Wir sind auf dem Wege, Brokat zu einem der 20 stärksten Global Players zu machen. Die erste Phase, der Aufstieg zum Marktführer, ist schon abgeschlossen. Jetzt kommt die zweite Phase, die Globalisierung. Brokat soll ein "household word' werden - wie Microsoft oder Oracle." "Wir sind kein Übernahmekandidat. Wir übernehmen selbst." Röver sagt das mit der Selbstsicherheit des Arrivierten, ohne eine Spur von Arroganz. Er spricht leise und schnell. Ja, der Erfolg erscheine ihm "manchmal etwas unwirklich", sagt er. In dieser Größenordnung sei das nicht zu erwarten gewesen. Wenn er von sich spricht, wird er nachdenklich. "Ich weiß nicht, wie meine Kinder einmal damit umgehen werden, dass Geld so reichlich vorhanden ist." Die Kinder sind vier und ein Jahr alt. Er fürchtet, dass der Wohlstand sie ungut beeinflussen könnte. Jedenfalls bleibt er mit seiner Frau und den Kindern bis auf weiteres in dem relativ bescheidenen Haus, das die Familie schon seit Jahren bewohnt. "Ich will die Kinder nicht aus ihrer gewohnten Umgebung herausnehmen." Indessen überlegt seine Frau, ob sie wieder in die Anwaltskanzlei zurückkehren soll, deren Partnerin sie ist.

Röver denkt gern über größere Zusammenhänge nach und ist damit unter den Jungunternehmern von heute eher eine Ausnahme. Er definiert das Wissenszeitalter als einen dynamischen Prozess weltweiter Verschmelzung des menschlichen Geistes. Auch als Global Player sieht er sich nicht als Gestalter dieses Prozesses, der mit der Gewalt eines Naturereignisses abläuft, sondern eher als ausführendes Organ einer Kraft, die ihren Ursprung jenseits aller menschlichen Aktivitäten hat. Mit dem Übergang zur Dienstleistungsgesellschaft, so sieht es Röver, verlagere sich der Schwerpunkt unserer Existenz allmählich vom Materiellen zum Geistigen. Und darin liege vielleicht seine eigentliche Bedeutung.

Das Materielle und das Geistige, das war in den sechziger Jahren vielfach noch ein und dasselbe. Das zeigt das Beispiel des Kurt Keller, der nach dem Krieg am Steuer eines rostigen Militärlastwagens Lohnfuhren machte und 20 Jahre später der größte Juwelenproduzent Europas war. Gegen zehn Uhr morgens rief Keller mich im Hotel an und entschuldigte sich mit hastiger, dialektgefärbter Stimme: Er müsse noch einen langen Schriftsatz diktieren und würde sich verspäten, ob es mir recht sei, zum Mittagessen zu ihm in sein Haus zu kommen? Ich sagte gern zu, zumal Keller mir in langen Telefongesprächen besonders scheu und misstrauisch vorgekommen war. Er wirke lieber in der Anonymität, hatte er mir gesagt, da könne er mehr erreichen als im Rampenlicht der Öffentlichkeit.

Gestern: vom Lehrling zum Diamantenkönig. In 20 Jahren.

Er empfing mich im seriösen Habitus eines Bankers. Mitternachtsblauer Kaschmir-Dreiteiler, beste Maßarbeit, diskrete Krawatte, randlose Brille. Mittelgroß, drahtig, schmal und bei aller Eleganz der Ausstattung eher unscheinbar. Kaum hatten wir uns in seinem Haus niedergelassen, erschien seine Sekretärin und überreichte ihrem Chef ein eng beschriebenes Din-A4-Blatt. Zehn Minuten später brachte sie das nächste Blatt, und das wiederholte sich noch sechsmal. Es war der Schriftsatz, den er noch kurz vor meiner Ankunft diktiert hatte. Er enthielt Wort für Wort, was er mir sagen wollte. Ich weiß noch, wie mühsam es war, ihn davon abzubringen.

Ein paar Stunden später, als das Gespräch eine fast freundschaftliche Form angenommen hatte, gestand er mir: "Wenn ich mit einem meiner leitenden Angestellten auf Reisen in einem Hotel absteige, kommt es immer wieder vor, dass der Empfangschef meinen Angestellten für den Chef hält und mir das schlechtere Zimmer gibt." Das erklärt vielleicht, warum Keller einen echten Prinzen als stillen Teilhaber in seine Firma aufnahm und die Tochter des damaligen Bundesbankchefs als Sekretärin beschäftigte.

Kurt Kellers Leben nahm die entscheidende Wendung, als er kurz nach dem Krieg durch Zufall in eine kleine Diamantschleiferei kam. "Ich war fasziniert, als ich sah, wie diese zunächst unscheinbaren Rohdiamanten unter der Hand des s Schleifers plötzlich Farbe gewannen, ja sogar Glanz und Mythos." Kellers Begegnung mit den Diamanten fand statt, als Deutschland noch in Trümmern lag. Millionen Menschen waren obdachlos und irrten umher auf der Suche nach Brot.

Keller, damals 18 Jahre alt, lernte in einem kleinen Betrieb das Handwerk des Diamantschleifers. Und sah seine Chance: Der Wiederaufbau würde zu Wohlstand führen. Nach der Fresswelle würde die Bekleidungswelle kommen, dann würden sich gehobene Bedürfnisse einstellen. Er studierte das Schmuckgeschäft von der Pike auf und begann zur rechten Zeit mit der Schmuckproduktion.

Juwelen für die Masse. Eine brillante Idee.

An teurer Juwelierkunst war er nicht interessiert. Er produzierte Qualitätsschmuck zu erschwinglichen Preisen. Anfangs nur kleine Steine zwischen 0,06 bis 0,14 Karat, später auch größere, solide am Fließband verarbeitet und mit Qualitätszertifikat versehen. Schon früh träumte er davon, dass seine Brillantringe auch " die Hände 2 von Arbeiterfrauen zieren" würden.

1952 hatte er noch mit Frau und zwei Kindern in einer kleinen Mansardenwohnung gewohnt. Sieben Jahre später kamen zwei Herren vom "De Beers"-Konzern zu ihm, der 85 Prozent des Weltdiamantenhandels kontrollierte. Nach einer peniblen Prüfung teilten sie ihm mit, dass er in den exklusiven Club der weltweit 200 Diamantenhändler aufgenommen worden war, die ihre Diamanten nicht an den Diamantenbörsen, sondern direkt bei "De Beers" kaufen können. Damit war Keller ein gemachter Mann.

Heute: mit Stipendien durch die Welt, dann mit der eigenen Firma.

"Mir kam es nie aufs Geld an", sagte er. " Ich wollte immer nur richtungweisend sein, bestimmen können, was getan wird." Nach vier Tagen Urlaub, spätestens, wurde er nervös. "Ich denke ständig daran, wie ich mein Geschäft vergrößern kann." Es war schon fast Mitternacht, als Keller mich fragte, ob er mich nach Hause bringen sollte. Von Frankfurt nach Hamburg? "Warum nicht?" Und kurz darauf saßen wir in seiner knallroten "Beach Baron" - Kaufpreis 350000 Mark, damals ein Vermögen. Im Steilflug ließen wir das Lichtermeer von Frankfurt hinter uns und durchstießen die Wolkendecke. Plötzlich fing der nüchterne Keller an zu schwärmen: "Neulich startete ich nach Mitternacht. Mein Flugzeug war das einzige in der Luft. Der Mann von der Bodenstation meldete sich und sagte: ,Der Himmel gehört Ihnen!' - Ist das nicht herrlich?" Mir fiel damals bei den Jungmillionären auf, dass sie gem die Metapher der Unendlichkeit des Himmels benutzten, um ihr Bedürfnis nach Erfolg ohne Grenzen zu schildern. Den Jungmillionären von heute gehört die Welt - Himmel inklusive.

Alexander Straub, 27, zum Beispiel, der Gründer von Mondus.com. Er studierte Maschinenbau in Darmstadt. Mit 21 Cornell University USA, dann Studium an der Stanford University im kalifornischen Silicon Valley. Weiter nach Oxford - ans St. John's Kings College, mit einem Cecil Rhodes Stipendium. An der Oxford University schreibt Straub seine Doktorarbeit über "Intelligente Materialien". Gewinnt 1999 den ersten Preis im prestigeträchtigen " 3i-Technology-Catapult-Wettbewerb" der internationalen Venture-Capital-Gesellschaft 3i. Praktikum bei Degussa, Goldman & Sachs und McKinsey.

Im vorigen Jahr gründete er mit einem Studienfreund, dem Iraner Rouzbeh Pirouz, Mondus.com. Inzwischen ist Mondus.com von 8 auf 110 Mitarbeiter aus 20 Ländern gewachsen und dient mittleren und kleinen Unternehmen als Handelsplattform für den Ein- und Verkauf von Gebrauchsgütern. "Wir sind die first mover in diesem Bereich", sagt Straub.

Dreieinhalb Monate nach dem Launch hatten schon 45 000 Firmen über Mondus.com ihr Business-to-business abgewickelt. Seither laufen die Banker Sträub die Bude ein. Die Globalisierung des Unternehmens ist in vollem Gang. Im Moment gibt es Niederlassungen in Hamburg, Oxford, Paris, New York City und Vancouver.

Alexander Straub meldet sich aus New York. Dort kurbelt er Mondus.com auf dem amerikanischen Markt an. "Ich habe in New York gerade zwei Monate auf der Couch bei Freunden geschlafen", lacht er. Sein Leben ist die Arbeit. "Mir hat alles einen Riesenspaß gemacht - das Abitur, das Studium, die Doktorarbeit und jetzt die Aufbauarbeit. Oft denke ich, dass es überhaupt nicht mehr besser werden kann." Diese Leichtigkeit des Seins kannten die Jungunternehmer der Sechziger nicht. Sie mussten jahrelang ackern, bis sie auf einen Kredit hoffen durften. Außerdem war der große Kuchen schon Anfang des 20. Jahrhunderts verteilt worden. Neue Flicks, Quandts, Daimlers und Krupps wurden nicht gebraucht.

Während die Start-ups von heute das industrielle Establishment aufmischen, stießen die Jungunternehmer der Sechziger überall an ihre Grenzen. Sie waren keine Teamplayer, sondern Alleinherrscher. Ihre Firmen an die Börse zu bringen, sie mit anderen zu teilen, das fiel ihnen gar nicht ein. Sie hätten die Einmischung von Aktionären und Aufsichtsräten als Affront empfunden. Nur ihr Wort galt. Sie allein trugen Verantwortung.

Rudolf Baresel-Bofinger war in mancher Hinsicht eine Ausnahme. Er war eher Künstler als Geschäftsmann, und er wollte auch nicht allein herrschen. Gemeinsam mit dem holländischen Designer Hans Gugelot kam er auf eine Idee, die später den schwedischen Ikea-Konzern zum Welterfolg führen sollte: Anbaumöbel zum Selbstmontieren.

Baresel-Bofinger, Sohn eines Schreinermeisters, hatte sich jahrelang in Indien herumgetrieben und in der Provinz Kerala die Kunst des indischen Tempeltanzes gelernt. Als der Vater starb, gab es einen kleinen Betrieb, aber kein Konzept. Das schön gestaltete handwerkliche Möbelstück als Mittelpunkt der Wohnkultur war nach seiner Vorstellung out. Baresel-Bofinger erkannte, dass das "eigentlich Wertvolle in der modernen Wohnung der Platz ist". Also mussten die Möbel kleiner und leichter werden und - damit man mit ihnen leichter umziehen kann - sollten die Möbel auch leicht zerlegbar sein.

Gestern und heute: Philosophen sind die Ausnahme.

So konsequent und richtig die Idee war - die wahren Früchte erntete Ikea. Warum? Vielleicht ergibt sich die Antwort aus dem, was mir Baresel-Bofinger damals auf die Frage gesagt hat, ob er unerfüllte Wünsche habe. " Ich antworte Ihnen auf indisch", sagte er. "In Indien gibt es vier Lebensstadien. Das erste ist das des Schülers. Das zweite ist das des Haushalters. Er hat Familie und stellt das, was er gelernt hat, in den Dienst der Gemeinschaft. Das dritte ist das des Mannes, der sich mit seiner Frau in den Wald zurückzieht, sobald die ersten Enkel schreien. Das vierte ist das des Mannes, der nach dem Tode seiner Frau als Bettelmönch durch das Land zieht. Ich möchte gern in das zweite Stadium eintreten." Baresel-Bofinger war eine Ausnahme. Das wäre er auch heute.