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Ein Satz, an den Fernsehmacher nicht glauben. Alles war schon mal da und muss nur bloß zusammengesetzt werden. Nur eine kleine ZDF-Abteilung namens "Quantum" glaubt noch, dass Innovation ein Wert an sich ist. Mit Erfolg? Wie man´s nimmt.




Die Welt ist einfach, man muss sie sich nur von den Richtigen erklären lassen. Ruft man bei der Produktionsfirma Endemol an und fragt, wie Fernsehleute auf Ideen kommen und Ideen ins Fernsehen, dann wird das kein langes Gespräch. "Och, das kann ich Ihnen sagen", flötet eine Mitarbeiterin. "Entweder wir kaufen Ideen, oder wir denken uns selbst welche aus." Zum Glück lässt sie sich doch überreden, ein Gespräch mit dem Chefredakteur zu arrangieren. Später stellt sich heraus, dass das große Problem nicht ist, Ideen zu finden, sondern sie loszuwerden. Deshalb ist dies nicht das Ende der Geschichte, sondern ihr Anfang.

Innovation gibt's beim ZDF genug - aber Quote machen damit andere.

Ein guter Ort, sie zu beginnen, ist ein kleiner fensterloser Raum im Mainzer ZDF-Bürohochhaus. Hier trifft sich die Fernsehwerkstatt "Quantum", eine Redaktion, die man den Think Tank der größten Fernsehanstalt Europas nennen könnte, ausgestattet mit der Lizenz zur Innovation. Alle hier strotzen vor Freude, Idealismus und Entschlossenheit. "Unser Auftrag ist schlicht, Experimente zu wagen", sagt Ralf Rückauer, der Quantum seit einigen Monaten koordiniert. Drei bis fünf Sendungen pro Jahr entwickelt die Abteilung, für die sie Sendeplätze auf 3 Sat oder im ZDF sucht. Eigentlich ist dies eine virtuelle Redaktion: Die Mitglieder aus verschiedenen Bereichen engagieren sich für Quantum neben ihrer eigentlichen Arbeit. Sie treffen sich dazu alle vier bis sechs Wochen in den Archivräumen.

"Man müsste mal...", fangen ihre Ideen an. Ein Fürsprecher stellt Vorschläge von anderen Autoren vor. Dann diskutieren sie, frei, hart und offen, bis zum Konsens: ob es sich lohnt, ein Konzept weiterzuverfolgen. Es kommt allein auf die Idee an - nicht auf die Aussicht auf Erfolg. "Wir entwickeln erst mal und schauen dann, was dabei herauskommt", sagt Rückauer. Der Gedanke, bis zu 15 Stunden Programm nonstop zu einem Thema zu machen, schien 1989 abwegig. Quantum hatte ihn. Heute sind aus diesen "3Sat Titeltagen" die Themenabende auf Arte entstanden. Sie prägen das Profil des Senders wie nichts sonst.

Von Quantum kam das Experiment, einen Fortsetzungskrimi zu machen: fünf Minuten lang, an fünf Tagen, vor der "Heute"-Sendung. In "Pop Odyssee" hat Quantum Fernsehgeschichte geschrieben, indem es Musikhistorie als Verbindung von Musik und gesellschaftlichen Strömungen der Zeit erzählte. Quantum hatte schon vor Jahren die Idee zu einer Koch-Show. Und dank Quantum widmete sich das ZDF im vergangenen Jahr zum ersten Mal ironisch sich selbst: Der Pilotfilm zur Reihe "Fernsehzauber" über ZDF-Klassiker fragte, was der Sender bei Zuschauern ausgelöst hat, die in jungen Jahren dauerhaft Eduard Zimmermann & Co. ausgesetzt waren.

Also ist Quantum erfolgreich. Denn der Erfolg einer Redaktion, die für Innovationen zuständig ist, lässt sich danach beurteilen, wie viele gute Ideen sie hat. Oder? Der erste Fünf-Minuten-Fortsetzungs-Krimi im Fernsehen fand große Resonanz, doch zu einem zweiten kam es nie. Von "Pop Odyssee" gab es zwei Folgen; ein Jahr später ging die ARD das Thema an, machte eine zwölfteilige Dokumentation namens "Pop 2000" über die Entwicklung von Musik und Gesellschaft in Deutschland und bekam dafür den Adolf-Grimme-Preis. An die Koch-Show von Quantum erinnert sich heute niemand mehr, Vox dagegen macht mit einem Nachfolger täglich ordentliche Quoten. Und "Fernsehzauber" auf 3Sat kam so gut an, dass sich im Grunde alle einig sind, dass man das fortsetzen sollte, womöglich im ZDF zur ordentlichen Sendezeit. Aber sicher ist nichts. Es wird geprüft.

Die privaten TV-Sender hatten Ideen, weil sie Ideen brauchten.

Manche Sendungen von Quantum kommen nur deshalb ins Programm, weil sie sonst abgeschrieben werden müssten. Das kann sich ein öffentlich-rechtlicher Sender wie das ZDF bei fiktiven Stoffen schon aus finanzrechtlichen Gründen nicht leisten. Also ist Quantum ziemlich erfolglos. Denn der Erfolg einer Redaktion, die für Innovationen zuständig ist, lässt sich auch danach beurteilen, wie viele gute Ideen sie durchsetzt. Wie oft ein Sender dank der Redaktion seiner Zeit voraus ist. Maßstäbe setzt. Quote macht, weil er der Erste war. Image gewinnt, weil andere die Ideen von einem kopieren müssen. Oder?

"Es gibt Anknüpfungen mit Verzögerung", sagt Christian Cloos, der lange Quantum-Chef war. "Ideen setzen sich nicht immer dort durch, wo man es erwartet." Die Redaktion ist überzeugt, dem Medium Fernsehen insgesamt Anstöße zu geben. Zum Beispiel das Frauenmagazin "Nova": Es wurde zehn Jahre alt und hat das Genre weggebracht vom "Brigitte TV" -Themenkanon. Oder das Musikmagazin "Lost in Music": Es lief bislang zwölfmal auf 3 Sat, ist mehrfach preisgekrönt und hat die Ästhetik von deutschen Musikclips sichtbar geprägt - auch wenn viele, die heute Musikclips machen, es nicht kennen. Und überhaupt: Eckart Stein, der bis April Chef des " Kleinen Fernsehspiels" war und eine Institution im ZDF, sagt pauschal und trotzig: "Wir sind nicht abhängig von vorgegebenen Erfolgskriterien." Man darf nicht ungerecht sein. Die Redaktion Quantum ist nicht der Think Tank des ZDF. Sie könnte es vielleicht sein. Aber sie ist nur eine kleine Arbeitsgruppe mit einem knappen Dutzend idealistischer Redakteure und einem kleinen Etat. Eine Fernsehwerkstatt, angesiedelt in der Redaktion "Das Kleine Fernsehspiel", die sich selbst schon als Fernsehwerkstatt versteht. Das heißt, sie darf, will und muss viel ausprobieren. Das bedeutet aber auch, dass sie diese Nische nur selten verlassen kann.

Quantum ist ein Überbleibsel aus einer anderen Zeit. Ende der achtziger Jahre waren die privaten Fernsehsender noch nicht sehr erfolgreich, aber sie zeigten viel Neues - nicht nur "Tutti Frutti". Sie hatten Ideen, weil sie Ideen brauchten. Das machte dem ZDF Sorgen. Gemeinsam mit den Briten von Channel 4 und den Franzosen von La Sept wollte der Sender eine europäische Fernsehwerkstatt gründen. "Wir wollten der Erstarrung des Systems entgegenwirken", sagt Christian Cloos, "und nicht unbedingt zweckgebunden arbeiten." Die europäische Werkstatt wurde nie Wirklichkeit, aber Quantum blieb. Es ist eine feine Ironie, dass aus der geplanten Abwehr gegen das kommerzielle Fernsehen die letzte Bastion wurde, in der frei von allen Quoten- und Format-Zwängen gedacht, entwickelt und erfunden wird. Und das ist besonders ironisch, wenn man sich ansieht, wie die Privaten, vor denen sich die Öffentlich-Rechtlichen vor zehn Jahren so fürchteten, heute funktionieren.

Von Programmformaten und Standard-Bausteinen.

Ulrich Brock ist Unterhaltungschef von Sät 1. Ein Mann, sollte man denken, der ganz wild ist auf neue Ideen. Ist er nicht. Brock sucht nicht nach Ideen, sondern nach Lösungen: Wie schaffe ich es, am Freitagabend mehr weibliche Zuschauer zu erreichen? Womit fülle ich die Zeit zwischen "Blitz" und "Für alle Fälle Stefanie"? Ob die Antwort eine alte Idee ist oder eine neue, ist ihm egal. Ideenfindung heißt bei Sat 1, dass sich die Serienabteilungen bei Wochenendseminaren zusammensetzen und fragen: "Welche Geschichten gibt es noch nicht? In welchen Regionen und Milieus haben wir uns noch nicht bewegt?" Das ist nicht nur bei den Privaten so. Auch das Programm des ZDF ist formatiert: horizontal in täglich ähnliche Sendungen, vertikal mit täglich wechselnden Themen. Mit Standard-Bausteinen zu 43 oder 88,5 Minuten. Mit festen Annahmen, wie der Zuschauer am besten am Umschalten gehindert werden kann. Selbst 3 Sät hat sich in dem Bemühen, sein Profil zu schärfen, ein rigides Gitter fester Programmplätze geschaffen. Der Raum für etwas Ungewöhnliches ist rar. Die Leute von Quantum wünschen sich eine unformatierte Leiste am nicht ganz so späten Abend.

Sie könnten ihren Einfluss auf das Programm leicht vergrößern, wenn sie sich darauf einlassen würden, gezielt Lücken in diesem Gitter zu füllen. Doch diese Vorgabe ist für die Quantum-Leute nicht verhandelbar: "Wir entwickeln nicht zielgerichtet", entgegnet Ralf Rückauer. Eckart Stein hat für solche Auftragsarbeiten nur Sarkasmus übrig: "Der Gefängniswärter lässt die Zellen neu streichen: Ein tolles Rot für Zelle sieben, ein frisches Grün für Zelle acht, das sieht nach Natur aus. Nein, das ist nicht das, was ich unter Freiheit verstehe!" Hans Janke, Leiter der Hauptabteilung Fernsehspiel im ZDF, will den Quantum-Leuten diese Freiheit nicht ganz nehmen, weil er weiß, dass die Redaktion dadurch ihre Innovationskraft verlieren würde. Andererseits will er sie für das ZDF nützlicher machen, und das bedeutet eben auch zielgerichteter. "Zu früh darf die Instrumentalisierung nicht ansetzen", sagt er. " Aber Quantum muss aus dem Übungsfilmhaften herauskommen und die Aufmerksamkeit fokussieren. Sonst bleibt es eine Arabeske, eine Marginalie." Eine Werkstatt für das ZDF ist Quantum bislang fast nur auf dem Papier gewesen. Die Abteilung hat geforscht und gebaut, aber den Sender haben die fertigen Stücke kaum interessiert. Dabei klingt die Idee so schön: Quantum bastelt einen Piloten und strahlt ihn aus. "Wenn die Serienreife erreicht ist, wird das neu entwickelte Programm an entsprechende Redaktionen in 3Sat, ZDF oder Arte übergeben." Schön war's. Aber so funktioniert das nicht im ZDF. Denn dafür müssten die anderen Redaktionen kostbare eigene Sendeplätze abgeben. Die sehen auch nicht ein, warum sie weiterführen sollen, was sie nicht selbst entwickelt haben. Das ist in vielen Unternehmen der Geburtsfehler des Think Tanks.

Und dann ist da noch das Grundproblem aller, die neue Ideen suchen: Je freier sie von Zwängen sind, umso innovativer können sie sein, aber auch umso irrelevanter. Je mehr sie sich den bestehenden Zwängen unterwerfen, desto größer sind ihre Chancen, ihre Ideen zu realisieren - aber umso weniger aufregend werden sie sein.

Kreativität in den Sendern? Vergiss es! Das sagt man zumindest bei Endemol.

Dieser Konflikt ist keine Spezialität des ZDF. Aber bei den Privaten ist er entschieden. Entwicklungsabteilungen, die frei vom täglichen Kleinkram herumspinnen können, hat fast keiner. Nur ein Vierteljahr überlebte etwa "Pro Sieben Development". "Die Leute haben nicht mehr die Sprache der Redaktion gesprochen", sagt der Unterhaltungschef Jobst Benthues. "Es geht nicht, dass die irgendwas entwickeln, und dann komme ich mit Sachzwängen. Die muss man von vornherein berücksichtigen, sonst ist das unrealistisch." Die Privatsender haben ihre Kreativabteilungen ausgelagert, abgegeben an Produktionsfirmen wie Endemol, die Konzepte wie "Big Brother" oder "Traumhochzeit" erfinden und verwirklichen. Deren Unterhaltungschef Axel Beyer wundert es nicht, dass nur wenige Ideen aus den Sendern kommen. Er sagt, was jeder Kreative hören will: "Kreativität kann nur dort entstehen, wo Menschen frei sind von Zwang und Strukturen. Kreativität braucht Unordnung, Chaos." Kein Wunder, dass das bei RTL, Sat 1 und Pro Sieben nicht klappt. Dort wird die Arbeit nicht nur von der Hierarchie bestimmt, sondern auch noch von den Kästen des Programmschemas.

Große Ideen gibt's alle paar Jahre, Programmleistungsplanung immer.

Endemol und andere Produktionsfirmen haben sich einen lukrativen Platz im Ideenfindungsprozess der Sender ergattert. Sie denken im Gegensatz zu Quantum zielgerichtet. "Marktgerecht" heißt das. Dabei können sie zunächst frei spinnen und dann sehen, ob sie für ihre Ideen ein nettes Plätzchen finden. Manchmal wandert die Idee auch wieder in die Schublade, bis die Zeit für sie reif ist.

Doch selbst bei Endemol ist die Zahl der großen, marktgerechten Würfe begrenzt. "Die große Idee gibt es alle paar Jahre. Dazwischen arbeitet man an ihren Abwandlungen", gibt Beyer zu Verstehen. Man muss auch nicht alles selbst erfinden. Das Konzept zu " Wer wird Millionär?" stammt von einem englischen Kreativen. Wie kommt Endemol sonst zu Ideen? Axel Beyer: "Unentwegt kommunizieren. "80 Prozent meiner Arbeit ist es, mit Leuten zu telefonieren." Die reden gem über das, was sie gerade tun. Was er daraus macht, sei je zur Hälfte ein analytischer und ein " zutiefst emotionaler" Prozess, sagt Beyer. " Mindestens 50 Prozent kommt aus dem Bauch." Marktforschung könne ohnehin keine Vorschläge machen, sondern nur seine Argumente widerlegen oder bestätigen. Und doch ist sie das Instrument, auf das im Fernsehmarkt alle Hoffnungen gerichtet sind. Selbst der kleine Sender Arte, sagt ZDF-Mann Eckart Stein, wende sich heute an Unternehmensberater und flehe: "Gebt uns Ideen!" Das ist ein ebenso nahe liegender wie aussichtsloser Gedanke in einer Branche, die mehr Zahlen und Daten über ihre Kunden hat als jede andere.

Jeder Privatsender hat für jeden Sendeplatz genau berechnet, wie viel ein Programm kosten darf, wie viele Zuschauer einschalten und wie hoch die Werbeeinnahmen sein müssen. Die öffentlich-rechtlichen Sender stellen ähnliche Rechnungen an, beim ZDF heißt das " Programmleistungsplanung". Axel Beyer, der vor seinem Wechsel zu Endemol Unterhaltungschef beim ZDF war, hatte sich dort die Kostenstelle "Factory" erschaffen: ein Bereich, in dem er experimentieren konnte, ausgestattet mit immerhin 800 000 Mark im Jahr. Ein ähnliches System hatte er zuvor beim WDR eingerührt. Die ARD hat im Ideen-Management einen entscheidenden Vorteil: Sie kann die dritten Programme als Experimentierfeld für neue Konzepte nutzen.

"Big Brother" als Lichtblick - die Hoffnung stirbt immer zuletzt.

Endemol hat solche Sorgen gar nicht. "Eine Firma hat ganz andere Möglichkeiten, Investitionen in die Zukunft zu tätigen. Einen Teil schreibt man einfach ab." Nur ein Bruchteil der Entwicklungen wird verkauft. " Und die Auseinandersetzung mit dem, was wir nicht verkauft haben, hilft uns, mehr zu verkaufen." Der Standardsatz der deutschen Fernsehbranche lautet: " Man kann das Fernsehen nicht neu erfinden." Beyer sagt: "Es geht nicht um Innovation, sondern um neue Verpackungen." Alle Versatzstücke sind schon da, man kann sie nur neu zusammenstellen. Irgendwann ist das Publikum die große Show leid, dann kommt das kleine Kammerspiel. Und umgekehrt.

Nur der gerade pensionierte Eckart Stein spricht von "Flexibilität" und "Netzwerken". Dass man sich reiben muss, den Austausch braucht zwischen unterschiedlichen Leuten und Erfahrungen, zwischen Sendern, Kreativen und Marktforschern, auch jenseits des TV-Bereichs. "In allen Branchen wird in Werkstätten geforscht und entwickelt", klagt Stein, "nur im Fernsehen nicht." Die Nachwuchsförderung bestehe darin, den Neulingen beizubringen, 88,5 Minuten lange "Erfolgsfilme" zu drehen. Und Innovationen?

Die Antwort von Sat 1-Mann Ulrich Brock ist klar: " Etwas zu machen, nur weil es neu ist, wäre Blödsinn." Sät 1 hat gerade eine Millionenshow gestartet, die eine kaum verhüllte Kopie der RTL-Show "Wer wird Millionär?" darstellt. "Na und?", fragen Sät 1 und Endemol (die die Kopie wie das Original produziert). "Es ist wie in allen Konsumgüterindustrien", so Beyer. "Einer hat eine gute Idee, die anderen ahmen sie nach - und alle werden ihre Käufer finden." Sieger wird der Sender mit dieser Strategie nicht. Eckart Stein: " Einzigartigkeit ist ein Qualitätsfaktor. Die Leute suchen nach besonderen Programmen." Wer kopiert, minimiert das Risiko, aber auch die Popularität. In die Bedeutungslosigkeit abstürzen wird Sät 1 damit zwar nie, RTL überholen jedoch auch nicht.

Die Formen des Fernsehens scheinen entwickelt, Überraschungen haben kaum Platz. "Fernsehen hat heute vor allem mit Vertrauen und Gewohnheit zu tun", meint Hans Janke. Nur für Quantum ist eine neue Idee ein Wert an sich. "Wir wollen einer von Formatzwängen geprägten Fernsehlandschaft neue Impulse geben", sagt Ralf Rückauer. Vorwärtsgewandter kann ein Ansatz kaum sein. Trotzdem wirkt Quantum wie ein Anachronismus.

Aber vielleicht täuscht das. Die Mitarbeiter können sich vorstellen, dass die Zuschauer bald des immer Gleichen müde werden. Ein Zeichen der Hoffnung ist ausgerechnet "Big Brother". Denn neben allen anderen Erklärungen für den Erfolg der RTL-2-Container-Soap gibt es eine ganz schlichte: So etwas haben die Menschen wirklich noch nie gesehen.

Kontakt: ZDF-3Sat Quantum Postfach 4040 55100 Mainz