Prolog

Design ist ein alter Kamerad des Menschen. Es begleitet ihn seit Jahrtausenden. En Baum hat kein Design. Sein Holz, zusammen genagelt zu einem Gegensatdn, dagegen schon. Egal, wie der Gegenstand aussieht. Denn das Design ist nicht der Gegenstand. Sondern der Plan, der ihm zugrunde liegt. Ich habe dies geformt, sagt der Mensch. Ich. 


Design ist eine Schnittstelle von innen und außen. Der Mensch drückst sich über das Design aus. Es spiegelt sein Wesen, seine Bedürfnisse, seine Wünsche, seine Geheimnisse. In der Kleidung, der Wohnung, dem Auto, sogar dem Körper selbst. Weil der Mensch nciht alle Dinge selbst beherrschen kann, überträgt er die Darstellung seines Inneren im Äußeren den Designern. Er lagert sozusagen einen Teil der Kommunikation aus. Eine schweriwiegende Tat, die viel Vertrauenerfordert. Deshalb sollte man auch niemanden hetzen, der sich beim Einkauf nicht entscheiden kann. 

Design ist überall. Wie ein gemütlicher Wanderer. Solide. Zuverlässig. Aber reicht das? Manche hätte Design lieber als Spitzensportler. Zehnkämpfer. Denn Design soll die Märkte formen. Marken etablieren. Funktionen optimieren. Botschaften signalisieren. Gemeinschaften bilden. Ein Marketinginstrument sein. Ein Kommunikator. Und dann auch noch gut aussehen. Geht das? 

Wir wissen, wo Design beginnt. Aber wo endet es?