VORDERGRUND

Geld von Hewlett-Packard, Hightech-Butler, Entwicklungshilfe im Netz. Jubel in der Garage.




#1 Jubel in der Garage Da steht Hewlett-Packard-CEO Carly Fiorina also im Werbespot vor dem legendären Schuppen in Palo Alto und erklärt ihren 40-Milliarden-Dollar-Konzern kurzerhand wieder zum Start-up-Unternehmen. Ob das klappt? Fraglich. Sinnvoller ist dieses: Hewlett-Packard bietet Neugründern im Technologie-Bereich eine Reihe finanzieller Starthilfen: von Leasing-Angeboten und günstigen Konditionen für Hard- und Software über Zahlungsaufschübe bis hin zur kompletten Projektfinanzierung. Davon hat das Start-up doch was, da gibt es Jubel in der Garage. Seit über einem Jahr läuft das Projekt bereits in den USA, seit einigen Monaten wird es auch in Europa umgesetzt. Die HP-Werte der Vergangenheit bringen also tatsächlich auch Positives für die Zukunft. (MS) Information: www.hewlett-packard.de/finance/ 2 Hightech- Butler aus Erlangen Im Vergleich zu dem, was der Forschungsverbund Mikroelektronik der Fraunhofer-Gesellschaft unter einem "Persönlichen Digitalen Assistenten" (PDA) versteht, sind heutige PDA Sondermüll. Die Forscher haben "e-ssist" entwickelt, einen tragbaren Mimcomputer, der etwa in ein Handy integriert werden kann. e-ssist überprüft zu Hause die Vorräte, stellt eine Einkaufsliste zusammen, führt im Laden zum richtigen Regal und gibt Auskunft über Preis, Herstellungs- und Haltbarkeitsdaten, Herkunft und Inhaltsstoffe der Ware. Ermöglicht wird das durch Transponder, mit denen die Regale ausgestattet sind. e-ssist könnte aber auch auf Reisen zum Einsatz kommen, zum Beispiel als Wegweiser, Museums-Guide oder Fremdenführer. Oder Service-Techniker über Wartungsprobleme informieren und Ärzte bei der Gesundheitsüberwachung unterstützen. (MS) Information und Kontakt: www.essist.fhg.de 3 Entwicklungshilfe im Netz Es war einmal eine eingeschworene Gemeinschaft, geprägt von Idealismus und Zusammenhalt, die Profit verabscheute und gleiches Recht für alle propagierte. Das war einmal. Heute wird das Internet landläufig als Profitfabrik verstanden.

Doch es gibt immer noch Visionen: Gerade hat sich die Weltbank-Tochter International Finance Corporation gemeinsam; mit dem japanischen Computer-Unternehmen Softbank Corp. der sozialen Verantwortung erinnert und ein Joint-Venture zur Förderung neuer Internet-Firmen in rund 100 Entwicklungsländern gegründet. Softbank Emerging Markets (SBEM) hat sich zum Ziel gesetzt, den Internet-Zugang für 4,8 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern so schnell wie möglich zu verbessern und lokale Internet-Unternehmen zu fördern. (MS) Information: www.softbank.coM/sbem