Cluetrain-Manifest

Worüber wollen Sie reden? Was beschäftigt Sie zur Zeit? brand eins hat Menschen gefragt. Viel Stoff für weitere Diskussionen.




„Persönlicher Erfolg heißt: Übernimm Verantwortung für deine Familie, deine Nachbarn und deine Kollegen. Begegne jedem Menschen mit Respekt.
Sei mutig. Für Erfolg im Business kommt dazu: Der Wandel ist permanent und vollzieht sich auf allen Ebenen. Was gestern noch richtig war, kann heute bereits falsch sein. Stelle alles in Frage. Außer den Grundsätzen des Zusammenlebens (siehe oben). Wer wen wann fressen wird, muss sich erst noch herausstellen (die Kleinen die Großen, die Langsamen die Schnellen, die Alten die Neuen oder jeweils umgekehrt). PS: Lies ,7 habbits of highly effective people' von Stephen R. Covey.“
Ralph Günther, Vorstand der Venture-Capital-Firma bmp AG

„... dies sind die kurz gefassten Gedanken eines Machers, der sich seit vielen Jahren gegen die Austauschbarkeit der Marken und die Gleichmacherei von Bedürfnissen zur Wehr setzt. Dies mit unterschiedlichen Ergebnissen. ,Gedanken über die Zukunft': Global, ................ digital, als Metaphern geschwindigkeitsbesessener Mittelmäßigkeit, im Sinne von Mainstream, sind verantwortlich für wirtschaftlichen Erfolg, jedoch ohne emotionale Wärme. Geschwindigkeit, ........... Austauschbarkeit und .............................. Wahllosigkeit müssen wir ändern durch Werte wie Kontinuität, ............... Glaubwürdigkeit und ...................................... Nachhaltigkeit.“
Hansjerg Maier-Aichen, Gründer der Kunststoff-Design-Firma Authentics

„Um die wirtschaftlichen Umgestaltungen durchzuführen, die dringend notwendig geworden sind, um die reale GLOBALISIERUNG zu verwirklichen – statt der virtuellen – ist es notwendig, dass wir als Erstes gemeinsam entdecken – jetzt im Moment – wie auf einen Schlag, dass wir NICHT GETRENNT sind von allen anderen Wesen dieser Erde. DANN wird das NOTWENDIGE möglich: die Einrichtung einer global zusammenarbeitenden WELTREGIERUNG mit regionalen Eigenarten. Die globale Weltfamilie ist die einzige CHANCE, dass die Wirtschaft eingesetzt wird, um die kranke Erde ökologisch zu heilen. WIRTSCHAFT NICHT ZUM SELBSTZWECK, sondern als Methode der TRANSFORMATION von Ungleichheit in Solidarität, von Hässlichkeit in Schönheit, von Krieg und Konkurrenz in friedliche Kooperation. GELD IST ENERGIE. Nutzen wir sie positiv, wir sind Gott!“
Johannes Matthiesen, Beuys-Schüler und Freischaffender in Sachen Kunst und Ökologie

„Was heute passieren muss, sagt einem mit hinreichender Deutlichkeit der Gleichgewichtssinn: Wo immer etwas ins Kippen oder Rutschen zu geraten droht, ist es ratsam, für Stabilität zu sorgen, indem man die Gegenkräfte stärkt. Richtig und nötig ist also immer genau das Gegenteil dessen, was ohnehin schon läuft. Zum Beispiel: Gegen den Gleichheitswahn mehr Differenz und Unterschiede; Gegen den Mobilitätsterror mehr Festigkeit und Stehvermögen; Gegen die Formlosigkeit mehr Gestaltwillen; Gegen den medialen Radau mehr Ruhe; Gegen die Schlaraffenland-Mentalität mehr Knappheit; Gegen die Wehleidigkeit mehr Mut und Tatkraft; Gegen die Leistungsunlust mehr Ansporn und Anforderung; Gegen die Anmaßung mehr Bescheidenheit; Gegen den Sozialzynismus mehr Gemeinsinn; Gegen das ,Von zwölf bis Mittag'-Denken mehr Langfristigkeit. Gegen das grassierende Schwärmertum (egal, in welcher Ausprägung) mehr skeptischer Wirklichkeitssinn. Wohlgemerkt: Das gilt heute. Es ist denkbar, dass die Gewichte irgendwann genau umgekehrt verschoben werden müssen. Was sich ändern muss (und wird), ist die Gefräßigkeit, mit der die Ökonomie sich alles einverleibt, was irgendwie verdaulich scheint. Hinsichtlich des Naturverbrauchs war das bis vor kurzem mal ein ,grünes', hinsichtlich des Verzehrs an Mentalitäten, moralischem und kulturellem Kapital war es immer ein konservatives Thema. Mittlerweile treibt den unersättlich gewordenen Vielfraß der Hunger auf die eigenen Eingeweide; im derzeitigen Börsenfieber werden ja nicht nur alle angesammelten ,stillen Reserven', sondern zusätzlich auch noch die erhofften Überschüsse der nächsten 50 Jahre aufgetischt, damit auch die – möglichst sofort – verfrühstückt werden können. Was bleiben muss (und wird), ist die Besonnenheit, die unaufgeregte Nüchternheit des ,common sense', der in der Öffentlichkeit ja kaum noch eine Stimme hat, sich aber immer wieder meldet, wenn Menschen – nach Feierabend und Börsenschluss – nicht mehr als ,Profis', sondern als Individuen zusammentreffen.“ 
Thomas Hoof, Gründer und Chef des Versandhauses Manufactum

„1. Der kategorische Maus-Imperativ Klicke stets so, dass die Konsequenzen eines Doppelklicks auch für andere als Maßstab gelten könnten. Begleiche also zum Beispiel eingehende Rechnungen sofort. Zahlungsmoral heißt übersetzt: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.
2. Etat statt nur Etat Das wichtigste Unternehmen in der Marktwirtschaft ist die Gesellschaft, der Staat, l`etat. Wir sind der Staat. Nicht die da. Eine Konsequenz aus Punkt eins lautet also für zwei: Der Mensch ist der Mittelpunkt des Handelns. Nicht Mittel. Punkt.
3. Die konkrete Vision Die Lebenserwartung steigt. Das bedeutet in Zukunft noch mehr alte Menschen, mehr Kranke, mehr Pflegefälle. Der ,Staat' ist überfordert. Da wir alle alt werden, so Gott will, brauchen wir private Gelder für die Kosten von Heimen, von Pflegern. Menschlichkeit ist billiger als jedes Medikament. Zum Beispiel kosten 10.000 neue Pflegestellen für zwei Jahre nur rund 140 Millionen Mark. Eine lächerliche Summe. Das neue Stiftungsrecht kann Reiche aus den Höhlen ihrer Aktiendepots locken. In dem Rahmen malt sich dann die Zukunft von selbst. Denn steuerlich begünstigt ist jeder gern ein guter Mensch.“
Michael Jürgs, Autor (Der Fall Axel Springer, Die Treuhändler, Alzheimer – Spurensuche im Niemandsland)

„Was muss heute passieren? Die deutschen Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht, sind wieder ........................ produktiv,....................... effektiv und ....................... innovativ. Kurzum:................................ Sie sind international wettbewerbsfähig. Nun muss der Staat seine Hausaufgaben machen,.................................. schlanker werden,................................ mehr Dienstleistung bieten. Schluss mit dem Bürokratismus................................... Bremsen los.
Dann kommt Deutschland richtig in Schwung.
Was muss sich ändern?
Die ,Denke' allgemein.
Wir können uns nicht dem Fortschritt verschließen,................................ müssen offen für das Neue sein.
Das bedeutet aber auch, dass wir risikofreudiger sein müssen. Denn nur wer wagt, wird erfolgreich sein.
Deshalb ist mehr Vertrauen in und mehr Unterstützung für junge Unternehmer gefordert.
Das Know-how dieser Eliten sichert unsere Zukunft.
,Null Bock' ist zum Glück abgehakt.
Was muss so bleiben, wie es ist?
Die Konsensgesellschaft.
Zwar brauchen wir eine geordnete Streitkultur, Konflikte müssen auch ausdiskutiert werden.
Aber dann müssen Entscheidungen getroffen werden – ................. werteorientiert,................. glaubwürdig und .................. mehrheitswürdig.
Denn nur gemeinsam können wir die Herausforderungen aus Asien und den USA bestehen. Aber das schließt eine starke politische und wirtschaftliche Führung nicht aus.“
Wendelin Wiedeking, Vorstandsvorsitzender Porsche AG

„Wir müssen ARBEIT so organisieren, dass möglichst VIELE daran TEILNEHMEN KÖNNEN; am besten so, dass dies auch zu ihrer LEBENSSITUATION passt – also nicht nur Vollzeitarbeitsplätze für (meist männliche) Vollerwerbskräfte. Wir müssen Staat, Politik und Rechtssetzung zu einem anderen Selbstverständnis bewegen. Sie müssen der wirtschaftlichen Eigendynamik SPIELREGELN geben, die gesellschaftliche SELBSTORGANISATION fördern: Der und die Einzelne müssen darin UNTERSTÜTZT und nicht reglementiert werden, jegliche neue CHANCE auch wahrzunehmen. Und zwar so, dass er und sie sich darin wiederfinden können, auch im Alter davon leben können und dass das Risiko des Scheiterns nicht nur das individuelle ,Dumm gelaufen' bedeutet.
Wie wäre es mit einer Agentur für KOOPERATIVE MODERNISIERUNG? Sie soll nachschauen, wo es in der Praxis der Arbeitsbeziehungen klemmt, wo konkret gute Problemlösungen gefunden wurden. Sie soll das Wissen des einzelnen Falls für andere zugänglich machen. Sie soll die ERFAHRUNGEN BÜNDELN und daraus EMPFEHLUNGEN entwickeln, wie Staat, Verbände und Gewerkschaften diejenigen, die vor Ort auf dem Weg sind, durch entsprechenden SERVICE unterstützen können. Und sie soll für das PRINZIP DES LERNENS UND GESTALTENS aus Konflikt und Kooperation werben.
Nebenbei: Falls im Umbruch doch nur jeder an sich selbst denken sollte, so bin ich überzeugt davon, dass das vorhandene ZIVILISATORISCHE ERBGUT für gesellschaftliche Konfliktaustragung und Interessenausgleich von anderen wieder entdeckt und für die neuen Verhältnisse vitalisiert wird.“
Norbert Kluge, Forum Mitbestimmung und Unternehmen (eine Initiative von Bertelsmann Stiftung und Hans-Böckler-Stiftung)

„Global Kids Positioning System Wenn heute ein Fahrzeug der Luxusklasse gestohlen wird und irgendwo Richtung Osten verschwindet, dann kann man das Fahrzeug mit Hilfe der Technik jederzeit wiederfinden. GPS und Co. machen es möglich, des Deutschen liebstes Kind zurück zu bekommen.
Kind?...................................... Und unsere Kinder? Wenn heute ein Kind (keine Luxusklasse) von irgendeinem miesen Bewohner dieser unserer Republik verschleppt wird, bleibt den Angehörigen meist nur noch für sehr kurze Zeit eine Hoffnung, die sich dann in einem Wald in der Nähe vom Zuhause für immer zerschlägt.
Schaffen wir ein System, mit dem wir in der Lage sind, unsere Kinder, sollte dieser schrecklichste aller Fälle eintreten, so schnell wie möglich zu finden. Ein kleiner elektronischer Tamagotchi, der in der Kleidung, in einem Schmuckstück oder in einer Uhr getragen werden kann und es uns jederzeit ermöglicht, den Standort unserer Liebsten zu bestimmen.
Greencard für Deutschland – ich bin drin.
Jeden Tag sind wir auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern.
Vom Systementwickler bis hin zum Projektmanager.
Allen anderen in unserer Branche geht es genauso.
Das wirkt sich mittlerweile wachstumshemmend aus, da wir natürlich nicht auf entsprechende Qualität unserer Arbeit verzichten können und wollen. Wie haben natürlich auch ,Ausländer' in unseren Reihen, ........................................... und wir freuen uns ganz besonders über diesen kulturellen Tellerrand.
Natürlich schreien die Gewerkschaften und Verbände auf! Verfehlte Arbeitsmarktpolitik?........ Vielleicht. Vielleicht war es nun eine ganze Zeitlang nicht interessant genug, sich mit dem Thema Neue Medien auseinanderzusetzen.
Aber sollen wir als Unternehmer dies nun ausbaden und darauf warten, dass die Politik das Versäumte nachholt? Wir freuen uns über jeden qualifizierten Amerikaner, Türken, Chinesen oder woher er/sie auch immer kommen mag. Diese Menschen helfen uns zu erkennen, dass anderswo auch an der globalen Wirtschaft geschraubt wird, .................... und zwar möglicherweise schneller und besser, als es unserer manchmal beschränkten Mentalität entspricht.
Wie kommt das Neue in die Welt? Und wie unterscheiden wir es vom Unsinn? Konzentriert euch auf das Wesentliche.
Denkt für eure Kunden und seit immer einen Schritt weiter als sie. Fragt euch, ob das, was ihr gerade tun wollt, von jemandem mit gesundem Menschenverstand verstanden wird und auch gewollt ist..................................................... Nicht alles, was digital ist, ist auch toll.“ 
Götz Billerbeck, Mit-Gründer der Multimedia-Agentur Elephant Seven

„Alle sollen reich werden, alles Böse wird abgeschafft. Überall herrscht Kommunismus, Tiere werden nicht mehr gegessen, sondern sind nur noch zum Spielen da. Neid und Angst sind verboten, die Welt wird Schweiz.“
Sibylle Berg, Autorin (Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot, Sex II, Amerika)

Viele Ansatzpunkte zur Diskussion. Was beschäftigt Sie, worüber wollen Sie reden? Diskutieren Sie mit uns unter brandeins.net