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Auf der Suche nach dem nächsten Technologie-Trend?

Trends, wo seid ihr?

Die Scouts von Space & Lemon Innovations spüren für ihre Kunden nur solche Trends auf, aus denen sich etwas machen lässt. In der Tech- und Finanzindustrie folgen sie dafür stets dem Geld, finden aber manchmal sogar in Süßwarenregalen Ideen zur Digitalisierung.



Drei Männer lugen hinter einem hölzernen Torbogen hervor, wobei ein Mann aufrecht steht und zwei andere sich an den Bogen lehnen. Die Männer lächeln und scheinen sich zu amüsieren.

/ Für einen Trend ist Platz in der kleinsten Tüte. Auf der pinkfarbenen, etwa sieben mal zwölf Zentimeter großen der Marke „Smart Sweets“, die Stefan Barmscheidt aus dem Regal seines Hamburger Büros fischt, steht„Barbie“. Die Fruchtgummis sollen nach rosa Brause schmecken. Das scheinbar Besondere daran: Die Nascherei enthält nur drei Gramm Zucker bei 50 Gramm Gesamtgewicht. Das tatsächlich Besondere daran: Die Marke hat allein auf Instagram fast 600.000 Follower hinter sich versammeln können, Stand Januar 2025. „Warum?“, fragt sich der 34-Jährige. „Wie gelingt das einer Marke für nahezu zuckerfreie Süßigkeiten? Das ist interessant für unsere Kunden aus dem Foodsektor“, sagt er.

Nun dämmert es einem, warum sich der Hamburger mit kanadischen Candies beschäftigt, obwohl er als Forschungschef bei Space & Lemon Innovations arbeitet, einer Agentur, die sich auf das Aufspüren, Einschätzen und Rapportieren von Tech- und KI-Trends spezialisiert hat: Es geht Barmscheidt um die technischen, digitalen und viralen Mechanismen, die einen Trend befeuern, ihn bedeutend werden lassen und so zu großen Investments, tragfähigen Geschäftsmodellen und womöglich fabelhaften Umsätzen führen.

Die mit Stevia gesüßten Fruchtgummis hat der Trendforscher ein paar Wochen zuvor in San Francisco in einer Filiale von „Whole Foods“ gekauft, der Amazon-Supermarktkette, genau wie die nächste Tüte, die er herzeigt: ein Zwei-Gramm-Päckchen des Pulvers „Adaptogene Stress Support“ von Goldmine, was möglicherweise kein selbstironischer Markenname ist. Denn das Zeug aus diversen, angeblich Stress reduzierenden (aber nicht halluzinogen wirkenden) Pilzen sowie Ashwagandha und weiteren, aus der alternativen Medizin bekannten Ingredienzien, kostet laut Homepage der Firma zwar nicht so viel wie Gold, aber doch 109 Dollar für 227 Gramm.

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