Nachfolge für alle
Die zwei Gründer und Chefs des Münchner Software- und Beratungshauses Iteratec lösen ihre Nachfolge auf ungewöhnliche Weise: Sie verkaufen ihr Lebenswerk an die Genossenschaft ihrer Mitarbeiter.
/ Im Eingangsbereich des Software- und Beratungshauses Iteratec in München steht ein Tisch mit einem Schloss aus Legosteinen darauf, eine Nachbildung von Harry Potters „Hogwarts“. Das Spielzeug mit mehr als 6.000 Teilen ist noch lange nicht fertig, für pausierende Programmierer und Softwarearchitekten liegen Legosteine in Schalen und Tüten bereit, dazu eine Bauanleitung.
Das phantastische und unvollendete Schloss ist wie eine Allegorie auf das Unternehmen, das in der realen Welt an einem kühnen Konstrukt arbeitet: Iteratec, das sich schon immer als „anderes“ Softwarehaus verstand und dessen zwei Gründer altershalber ihre Nachfolge regeln wollen, soll neue Besitzer bekommen – und trotzdem ein Andersmacher bleiben. Die Lösung: Angestellte sollen zu Miteigentümern werden, zu Genossen im eigenen Unternehmen.
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Er ist Teil unserer Ausgabe Unternehmensberater 2025