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Die Nachteile von Partnerschaften

Gereon Klug arbeitet als Tourmanager, Plattenhändler und Werbetexter. Kürzlich ist sein Buch Low Fidelity erschienen, eine Sammlung seiner preisgekrönten Newsletter.





Man kann sich nicht mehr einfach selbst betrügen. Man betrügt immer auch gleich einen anderen.

Auch in einer geschäftlichen Ehe ist immer eine Seite SIE und die andere ER. Der Streit darüber, wer wer ist, kann jede Beziehung zerstören, schon weil SIE das nicht einsehen will und ER so stur ist.

Ergänzen ist das neue Underperformen.

Je länger die Partnerschaft, desto größer die Versuchung zum Partnertausch. Und das ist Kurieren am Symptom, nicht an der Wurzel.

Irgendwie läuft es immer

auf leere Begriffe hinaus. Wenn es gut geht, heißt es Synergie. Und wenn es nicht geht, Symbiose.

Wenn eine die andere Hand waschen muss, war die vorher dreckig.

Es heißt „Never change a winning team“ oder „together forever“ – aber was, wenn man in der Schule nur Russisch und Französisch hatte?

Eine Elefantenhochzeit enthält 0 % tierisches Fett, dafür aber 100 % menschliches Gernegroßmannstum.

Auch Verbrecher, Politiker und Schurkenstaaten sprechen ständig von Partnern. Kann also so koscher nicht sein, die Idee.

Partnerschaften haben überall zu Recht einen schlechten Ruf: in der Musik (Fusion, Crossover), beim Essen (Pizza Gyros, Alcopops), beim Fußball (falsche 9, Spielertrainer).

Die ständigen

Lobeshymnen auf den Partner klingen wie pädagogische Lügen in Zeugnissen.

Die figürliche Angleichung und die willkürlichen Unterstellungen.