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Guten Rat darf hierzulande jeder geben, und das ganz offiziell. Der Titel „Berater“, „Managementberater“ oder „Unternehmensberater“ ist weder rechtlich noch durch eine Kammer geschützt oder reglementiert. Es gibt keinerlei Mindeststandards, keine vorgeschriebene Ausbildung, keine Prüfungen, kaum Zertifikate. Entsprechend ist die Qualitätsbandbreite – vermutlich die größte in der gesamten Dienstleistungsbranche.


Klar, dass Unternehmen bei der Auswahl ihrer Ratgeber auf Marken wie McKinsey, BCG oder Roland Berger setzen. Auch Rankings und Empfehlungslisten variieren oft nur die immer gleichen fünf bis zehn Namen.

Aber ist das wirklich gerechtfertigt? Sind die großen Beratungshäuser tatsächlich für jede Branche und jede Fragestellung die beste Adresse? Sind kleinere Spezialisten nicht mindestens gleich gut, im Zweifel vielleicht sogar besser?

Wir haben zunächst diejenigen gefragt, die es wissen müssen: die Berater selbst. Wen würden Sie für eine bestimmte Aufgabe empfehlen? 5171 Partner (und Projektleiter) von Beratungshäusern wurden angeschrieben, mehr als ein Viertel, exakt 1426, hat unseren Fragebogen ausgefüllt. Selbstempfehlungen des jeweils eigenen Hauses waren natürlich ausgeschlossen.

Im Anschluss an die Berater haben wir die Kunden gefragt – und rund 1500 Führungskräfte in großen, mittleren oder kleinen Unternehmen um ihre auf persönlicher Erfahrung basierende Meinung gebeten. Beide Empfehlungen zusammen sorgen für die Platzierung auf unseren Bestenlisten, die 13 Branchen und 14 Arbeitsbereiche umfassen.

Wir haben die Ergebnisse unserer Befragung bewusst nicht in Rankings gepackt. Beratung wird von Menschen gemacht. In das Urteil von Kunden und Kollegen fließen folglich auch subjektive Kriterien ein, die sich weder messen noch auf zwei Nachkommastellen validieren lassen. Ob ein Berater sich auskennt in einer Branche, ob er verlässlich ist und ob bei ihm Preis und Leistung stimmen, lässt sich hingegen sehr wohl beziffern. Unsere Listen haben deshalb nicht den Anspruch, die Qualität von Beratungsunternehmen exakt zu definieren. Aber sie helfen dabei, die Spreu vom Weizen zu trennen.

Insgesamt 276 Firmen haben es auf unsere Listen geschafft – von mehr als 15000, die der Bund Deutscher Unternehmensberater hierzulande gezählt hat. Es sind viele bekannte Marken dabei. Und eine ganze Reihe von Spezialisten und Boutiquen, die den Vergleich mit den Großen nicht scheuen müssen. Ganz im Gegenteil.

Unseren Bestenlisten liegt die nach unserem Wissen größte Befragung zum Thema in Deutschland zugrunde. Ein Erstlingswerk, das Ihnen Übersicht und Orientierung in einem ausgesprochen unübersichtlichen Markt verschaffen soll. Wir werden die Consulting-Industrie weiter beobachten und unsere Listen regelmäßig aktualisieren. Die besten Beratungen bleiben in Bewegung. //

Friedrich Schwandt,
Statista