Was, wenn nichts mehr geht?

Im Auge des Sturms

Die Pandemie ist für viele bitter – und beschert Insolvenzberatern einen Boom. Drei Branchenvertreter im Gespräch.





/ Nein, Jan Markus Plathner kann nicht klagen. Der Partner der Restrukturierungs- und Insolvenzverwalterkanzlei Brinkmann & Partner mit Hauptsitz in Hamburg, einer der hierzulande größten Firmen der Branche, erlebt gerade einen deutlichen Zuwachs an Aufträgen. Ist das schon die Pleitewelle, vor der viele Ökonomen seit Monaten warnen? Da ist Plathner vorsichtig: „Eine Volkswirtschaft ist ein sehr komplexes System, vieles von dem, was dort geschieht, entzieht sich dem normalen Menschenverstand. Aber ja, doch, ich denke schon, dass es künftig häufiger um bloßes Abwickeln gehen wird.“

Die Volkswirte des Kreditversicherers Euler Hermes, einer Tochter der Allianz SE, werden deutlicher. Sie prognostizieren für 2021 einen Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland um etwa zwölf Prozent. Ähnlich düster die Herbstumfrage des Inkassodienstleisters Creditreform: Jeder fünfte der befragten 1100 Mittelständler berichtete von einem Rückgang der Eigenkapitaldecke, jeder achte sah sich in der Krise. Erstmals seit 2009 sind die Geschäftserwartungen überwiegend pessimistisch.

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