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Auf Schleuderkurs

In den USA fragen Sticker auf zahllosen Lkw, Bussen und Lieferwagen: How’s my driving? Eine offene Einladung zu Lob und Tadel – deren Nutzen umstritten ist.




• Da, der gelbe Schulbus in der linken Spur hat einen Aufkleber. „How’s my driving?“ fragt der auf Augenhöhe angebrachte Sticker. Darunter steht eine gebührenfreie Telefonnummer für den Fall, dass man sich beschweren möchte, zum Beispiel weil einen der Bus geschnitten hat, beim Spurwechsel oder Abbiegen nicht blinkt oder zu schnell fährt. Zwei Fahrzeuge vor ihm steht ein weißes Shuttle der University of California, San Francisco, im morgendlichen Stau. Auf dem Kleinbus prangt ein ähnliches Schild, nur mit einer anderen örtlichen Telefonnummer und einer eigenen Kennziffer, um zu genau diesem Bus einen Kommentar abzugeben. Und auch der Klempner-Dienst direkt daneben passt ins Bild: Er fordert die Verkehrsteilnehmer via Aufkleber dazu auf, sich mit Beobachtungen bei einer Hotline zu melden.

Im US-Straßenverkehr gibt es kein Entkommen vor „How’s my driving“ (HMD). Egal ob Unternehmen eine eigene Hotline betreiben oder die Nummer zum Callcenter eines externen Dienstleisters führt: Von Verkehrsteilnehmern Lob und Tadel einzufordern ist in den USA ein großes Geschäft. Dabei geht es vor allem um vorbeugendes Risiko- management. Die Kommentare sollen helfen, problematische Fahrer zu identifizieren und zu bremsen, bevor ein Unfall die Versicherungsprämie nach oben treibt oder sogar zu einer Klage führt.

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