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oose

Das Hamburger Trainingsunternehmen oose schult in Software Engineering – und als selbstorganisierte Genossenschaft auch zu New Work.



Ein Gruppenfoto von 14 Personen in einem hellen, modernen Büro. Die Gruppe steht und sitzt um einen langen Konferenztisch. Die Personen wirken freundlich und professionell. Im Hintergrund ist durch große Fenster eine grüne Landschaft zu sehen. Der Raum hat eine offene Holzdeckenkonstruktion.

/ In Heiligenhafen an der Ostsee kann es im Sommer durchaus passieren, dass man am Strand zwischen Muschelsammlern und Beachvolleyball-Spielerinnen auf Teilnehmer von Kursen trifft, die „Lebendige Softwarearchitektur mit Methode inkl. iSAQB- CPSA-F-Zertifizierung“ heißen oder „Kommunikation & Moderationstechniken in der IT – mit vielen Remote Tools“ oder „Softwarearchitektur-Entscheidungen auf Augenhöhe treffen“. Die Seminare laufen unter dem Titel „oose am Meer“ und gehören zu den mit Abstand beliebtesten des Anbieters.

Wer das ist, oose? So heißt ein führender Anbieter von Schulungen zur Software- und Systementwicklung, zu New Work, Soft Skills und Projektmanagement. Die Firmenkunden kommen aus allen Branchen, vom Fünf-Mitarbeiter-Betrieb bis hin zum Konzern. Jenseits IT-naher Unternehmensbereiche ist der Hamburger Dienstleister nur wenig bekannt, dafür umso mehr bei der Zielgruppe.

Das hat mit der Beständigkeit des Unternehmens zu tun: oose ist seit 1998 am Markt, und das mit einem breiten Angebot von rund 120 verschiedenen Seminaren. Die finden nur ausnahmsweise „am Meer“ statt, in der Regel aber im „oose.Campus“ in Hamburg-Altona oder bei den Kunden selbst, inhouse. Das so Einzigartige wie Stilprägende an dem 40-Mitarbeiter-Unternehmen aber ist, dass es sich um eine selbstorganisierte Genossenschaft handelt, also um einen IT-Dienstleister ohne Chefs.

Organisation ist alles

Die Idee, sich so zu organisieren, geht auf den Gründer Bernd Oestereich zurück, der Führungsrollen immer kritisch sah, seine Firma 2014 folgerichtig an die Mitarbeiter verkaufte und über diese Form der Selbstorganisation und kollegialen Führung bis heute publiziert. Gleichzeitig war er einer, der früh ins Software Engineering eingestiegen war und auch darüber Bücher schrieb. Einem davon verdankt oose seinen Namen: „objektorientierte Softwareentwicklung“. Schon mal was gelernt!

Am stärksten zum Umsatz von rund sechs Millionen Euro im Jahr würden Schulungen zur Softwarearchitektur (samt Zertifizierung für die Teilnehmer) und zum Systems Engineering beitragen, berichtet Informatiker Tim Weilkiens, einer von drei gewählten Vorständen. Selbst Trainer, ist er an der Entwicklung weltweiter Standards im Systems Engineering beteiligt, unter anderem mit IBM, der Nasa und dem Rüstungskonzern Lockheed Martin. „Da sind wir als oose zwar der David unter den Goliaths, werden dadurch aber gut gesehen am Markt. Man weiß: Die von oose kennen sich aus, die haben Bücher dazu geschrieben und bieten entsprechende Seminare an.“

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