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Katharina Neufeld, 56, Museumsleiterin aus Detmold

Die Gesellschaft überaltert? Nicht in Ostwestfalen-Lippe: Nach einer Prognose des Bun-desamtes für Bauwesen und Raumordnung wird OWL im Jahr 2020 der Regierungsbezirk mit den im Durchschnitt jüngsten Einwohnern in Deutschland sein. Ursache ist der hohe Anteil von Migranten ­ 440000 Menschen mit Migrationshintergrund leben hier, mehr als jeder fünfte Einwohner. Besonders groß ist die Gruppe der Aussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion. Obwohl der jährliche Zuzug seit 1995 stark sinkt, hat Ostwestfalen-Lippe die höchste Aussiedler-Aufnahmequote aller deutschen Regionen. Zwischen 1987 und 2005 sind fast 170000 Aussiedler nach OWL gekommen.


Eine Frau steht vor einer weißen Tür mit einem rautenförmigen Fenster, die zu einem Backsteingebäude gehört. Die Tür ist offen, und an der Wand hängt ein Schild mit der Aufschrift "Museum Geschichte Deutsche in aus Rüflanzen". Die Frau trägt ein Halstuch und scheint zu lächeln. Das Bild wird als für Menschen mit Behinderungen zugänglich beschrieben und entspricht den Leitlinien der EAA.

Katharina Neufeld siedelte vor zehn Jahren aus Russland über. Die 56-Jährige leitet das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte in Detmold. "Unsere Sammlung schildert das Leben der Deutschstämmigen in Russland. Wir wollen erklären, erzählen und die Besucher zum Staunen bringen. Die Hälfte von ihnen sind Russlanddeutsche, aber besonders freue ich mich über neugierige Besucher von hier, denn Integration funktioniert nur, wenn beide Seiten einander kennenlernen. Dazu soll unser Museum beitragen."